Wer sich für die Historie des Rudervereins interessiert, findet hier eine ziemlich komplette Aufstellung aller wichtigen Ereignisse. Unser Ehrenmitglied Manfred Welz hat hier sein gesammeltes Wissen zu "Papier" gebracht. Vielen Dank dafür.
| Zeitraum | Beschreibung |
|---|---|
| 1912 | Am 12. Nov. Gründung des Vereins unter dem Namen "Württembergischer Ruderverein Bodensee" |
| 1913 | Im August Einweihung des ersten, überwiegend in Eigenleistung erstellten Bootshauses an der Eckenerstraße |
| 1914-1918 | Der Ausbruch des ersten Weltkrieges schränkt den Ruderbetrieb auf minimale Aktivitäten ein und bringt ihn am Ende ganz zum erliegen |
| 1919 | Wiederbelebung der Ruderei, erste Regattaerfolge in Konstanz und Bregenz |
| 1920-1928 | Erweiterung des Ruderbetriebes um Schüler- und Wanderrudern |
| 1929 | Am 6. Mai Einweihung des zweiten Bootshauses, etwa am heutigen Standort |
| 1931 | Gründung einer Damenabteilung und Umbenennung des Vereines auf "Ruderverein Friedrichshafen e.V." |
| 1935 | Starke Vierer- und Achtermannschaften machen den Verein zu den stärksten in Württemberg |
| 1937 | 25-jähriges Vereinsjubiläum. Das Jahr der bisher erfolgreichsten Regattaerfolge |
| 1939 | Zu Beginn der Saison noch reger Sportbetrieb. Infolge des Kriegsausbruches jedoch totales Sportverbot auf dem See |
| 1940 | Eingeschränkter Ruderbetrieb zwischen Seemoos und Langenargen wieder erlaubt |
| 1941-1943 | Trotz Krieg beachtliche Erfolge auf den Regatten. Ein Mädchen-Vierer wird süddeutscher Meister |
| 1944 | Am 28. April wird bei dem Angriff auf die Altstadt auch das Bootshaus mit dem gesamten Inventar vernichtet. Der Ruderbetrieb erlischt |
| 1945-1947 | Auf dem Vereinsgelände errichtet die Stadt eine Trümmeraufbereitungsanlage |
| 1948 | erlaubt die französische Besatzungsmacht wieder den Wassersport. Ein von den Lindauer Ruderern geschenkter Vierer wird auf dem Bahngelände gelagert und zum Rudern an der Freitreppe zu Wasser gebracht |
| 1949 | Die Stadt stellt dem Verein die Wendelgardbaracke samt Grundstück neben dem damaligen Kurgartenhotel zur Verfügung. Die Baracke wird, wieder in Eigenleistung, zu einem Bootshaus umfunktioniert |
| 1950-1954 | Der Ruderbetrieb erfährt dank zusätzlicher Boote und vieler Jugendlichen aus den Industriebetrieben einen großen Aufschwung. Die Mitgliederzahl erreicht 120. Die Trümmeraufbereitungsanlage ist wieder abgebaut und der Vorstand erreicht, dass wir den alten Platz wieder bekommen. Erste größere Wanderfahrten werden wieder durchgeführt |
| 1955 | am 8. Mai kann das neue Bootshaus eingeweiht werden. Der Bau findet allseits große Anerkennung |
| 1956-1962 | Die sportlichen Erfolge in den Großbooten erinnern wieder an die früheren Jahre |
| 1962 | der Verein feiert seinen 50. Geburtstag im Hafenbahnhof. Ein neuer Achter wird auf den Namen "Friedrichshafen" getauft |
| 1964 | Einweihung des sogenanntes Anbaues, des heutigen Kraft-und Ergoraumes |
| 1967 | Einführung des Kinderruderns |
| 1970 | Das Wanderrudern nimmt großen Aufschwung. Fahrten auf dem See, aber auch auf vielen anderen Geässern, finden nunmehr jedes Jahr statt |
| 1972 | Eine RVF-Crew wird Vizeweltmeister im Juniorzweier in Mailand |
| 1973-1979 | Der Verein befindet sich weiter im Aufschwung. Die Mitgliederzahl steigt auf über 300. Das sogenannte Breitensport- oder besser Fitnessrudern wird immer beliebter |
| 1980 | Einweihung der Bootshallenerweiterung (zur Uferstraße hin) |
| 1987 | Feier des 75-jährigen Vereinsjubiläums im Graf Zeppelin-Haus |
| 1988-1992 | Die sportlichen Erfolge verlagern sich immer mehr in die Kleinboote bzw. zu Renngemeinschaften. So können wir einen Deutschen Meister im Junior-Einer verzeichnen. Der RVF kann seinen 80. Geburtstag feiern |
| 1993-1995 | weiterhin gute Erfolge im Leistungssport. Die RVF-ler sind fast immer bei der städtischen Sportlerehrung dabei. Als das Bootshaus 1955 neu gebaut wurde, war die Rudersaison im Herbst zu Ende und begann erst wieder im Frühjahr. Also brauchte man keine Heizung. Zwischenzeitlich ist jedoch das Training im Winterhalbjahr in den Sporträumen und auch auf dem Wasser zu einem festen Bestandteil geworden. Das alte Gemäuer und auch die Platzverhältnisse zwangen zu einer Generalsanierung. Nach langer Planungszeit, vor allem wegen der Verhandlungen mit der Bundesbahn als Grundstücknachbar, bekamen wir 1995 die Freigabe. Als dann auch die Finanzierung stand, konnte die Verwirklichung beginnen. Es wurde fast ein kpl. Neubau. Nur die Bootshalle mit Anbau und der Rohbau des Clubraumes hatten Bestand |
| 1996 | Fast traditionell, diesmal am 1. Mai, Einweihung des Neubaues. Haus und Bootspark befinden sich in einem Top-Zustand |
| 1997-1998 | Ein RVF-ler im Deutschlandachter wird Weltmeister und die Deutsche Vizemeisterschaft im Doppel-Vierer waren Höhepunkte des Jahres 1998. Auch bei den Mädchen zeichnet sich eine hervorragende Einerfahrerin ab |
| 1999 | 6 Landesmeister bei der "BaWü" waren absolute Spitze. Ein anderer Höhepunkt war das Jahrhundert-Hochwasser im Frühsommer. Der max. Pegelstand verfehlte mit 5.67 m nur um wenige cm den Höchstwert der letzten 125 Jahre. Nur noch 20 cm fehlten, um auch unser Bootshaus zu erreichen |
| 2000 | Die lange geplante Uferrenaturierung wurde im Winter begonnen. Damit verschwand die Ufermauer unter Erde und Kies und unser Schwimmsteg musste einem auf einer schiefen Ebene laufenden Rollsteg weichen. Wieder war es ein Mai-Tag, an dem die neue Anlage eingeweiht wurde. Mit der Renaturierung verschwanden die lästigen Kreuzwellen in der Bucht. Davon profitieren die Ruderer in den schmalen Booten |
| 2002 | Der RVF setzt erstmals einen Trainer mit Halbtagsbeschäftigung ein. Voraussetzung dafür waren einerseits unsere sportlichen Erfolge, um die finanzielle 50%-Förderung durch die Stadt zu bekommen, und andererseits der Finanzierungsnachweis durch den Verein. Mehrere DM-Titel unserer Ruderinnen und Ruderer waren Grund zum feiern. Der RVF wird 90 |
| 2003 | Die Erfolge unserer profimäßig trainierten Mannschaften waren eher ernüchternd. Bei der BaWü in Mannheim schaffte der hoch motivierte Junior-B-Vierer ein zunächst etwas enttäuschenden 3. Platz. Positiv war, dass der RVF sogar mit 2 Vierer-Mannschaften vertreten war. Erfreulich ein Deutscher Meister-Titel im Zweier. Ebenso DM-Titel unserer studierenden Mitglieder |
| 2004 | Die IRB ( Internationale Rudergemeinschaft Bodensee) blickt auf 50 Jahre zurück. Ein Festakt in Bad Waldsee in Verbindung mit der Regatta würdigte das Ereignis. Das vormittägliche Frauenrudern erfreut sich guten Zuspruchs. Der Vertrag mit unserem Profi-Trainer konnte nicht verlängert werden. Damit war Ulrike Stingl allein verantwortlich. Die Rennruderer waren auf versch. Regatten häufig siegreich. Bei der BaWü reicht es im Frauen-Einer zu einem 3. Platz |
| 2005 | Ulrike Stingl erhält Unterstützung durch T. Bauner. Die anfänglich 15-köpfige Rennruderergruppe reduziert sich im Laufe der Saison. Trotzdem werden relativ viele Siege erkämpft. Bei der BaWü gelingt leider kein Platz für das "Treppchen". Erstmals gibt es wieder beim Seehasenfest eine Schüler-Ruderregatta. Einige Schüler wollen Mitglied werden. Außerordentlich niedriger Wasserstand und Kälte mit Eisbildung bringen das Rudern im November zum Erliegen |
| 2006 | Das Jahr begann mit einer Bucht ohne Wasser. Vom Steg aus konnte man trockenen Fußes bis zur Schussenmündung gehen. Der Pegel fiel bis auf 2,27m. Dies waren nur noch 3 cm mehr als der bisherige gemessene Tiefststand. Erst im März kam das Wasser wieder Richtung Steg zurück. Das Anrudern am 8. April war gerade möglich. Bootshalle und Anbau erhielten ein neues Dach in gleicher Ausführung wie über den Umkleiden. Außerdem wurde für das Erwärmen des Duschwassers eine Solaranlage installiert. Rennruderisch waren es wieder vor allem unsere Studenten, die bei den Hochschulmeisterschaften Gold, Silber und Bronze erlangten. Bei den BaWü schaffte die aus dem Schulrudern kommende Elisa Vetter im Junioren Einer ein Bronze-Medaille. Ulrike Stingl beendete aus familiären Gründen ihre rund 5-jährige Trainertätigkeit |