Ruderverein Friedrichshafen e.V.

Chronik des Rudervereins

Kurzfassung der RVF-Vereinschronik

Wer sich für die Historie des Rudervereins interessiert, findet hier eine ziemlich komplette Aufstellung aller wichtigen Ereignisse.

Wer lieber Tabellen mag ...

Zeitraum Beschreibung
1912 Am 12. Nov. Gründung des Vereins unter dem Namen "Württembergischer Ruderverein Bodensee".
1913 Im August Einweihung des ersten, überwiegend in Eigenleistung erstellten Bootshauses an der Eckenerstraße.
1914-1918 Der Ausbruch des ersten Weltkrieges schränkt den Ruderbetrieb auf minimale Aktivitäten ein und bringt ihn am Ende ganz zum erliegen.
1919 Wiederbelebung der Ruderei, erste Regattaerfolge in Konstanz und Bregenz.
1920-1928 Erweiterung des Ruderbetriebes um Schüler- und Wanderrudern.
1929 Am 6. Mai Einweihung des zweiten Bootshauses, etwa am heutigen Standort.
1931 Gründung einer Damenabteilung und Umbenennung des Vereines auf "Ruderverein Friedrichshafen e.V.".
1935 Starke Vierer- und Achtermannschaften machen den Verein zu den stärksten in Württemberg.
1937 25-jähriges Vereinsjubiläum. Das Jahr der bisher erfolgreichsten Regattaerfolge.
1939 Zu Beginn der Saison noch reger Sportbetrieb. Infolge des Kriegsausbruches jedoch totales Sportverbot auf dem See.
1940 Eingeschränkter Ruderbetrieb zwischen Seemoos und Langenargen wieder erlaubt.
1941-1943 Trotz Krieg beachtliche Erfolge auf den Regatten. Ein Mädchen-Vierer wird süddeutscher Meister.
1944 Am 28. April wird bei dem Angriff auf die Altstadt auch das Bootshaus mit dem gesamten Inventar vernichtet. Der Ruderbetrieb erlischt.
1945-1947 Auf dem Vereinsgelände errichtet die Stadt eine Trümmeraufbereitungsanlage.
1948 erlaubt die französische Besatzungsmacht wieder den Wassersport. Ein von den Lindauer Ruderern geschenkter Vierer wird auf dem Bahngelände gelagert und zum Rudern an der Freitreppe zu Wasser gebracht
1949-1951 Die Stadt stellt dem Verein die Wendelgardbaracke samt Grundstück neben dem damaligen Kurgartenhotel zur Verfügung. Die Baracke wird, wieder in Eigenleistung, zu einem Bootshaus umfunktioniert. Otto P. W. Hüni wird am 23.5.1950 zum ersten Vorsitzenden gewählt.
Emil Oltmanns, selbst ehemaliger Rennruderer, übernimmt das Traineramt. Die Senioren um Adolf und Karl Schnell beginnen wieder zu regattieren und fahren erste Siege ein. Aus der Industrie werden Lehrlinge für das Rudern gewonnen.
1952-1954 Der RVF wird 1952 40. Ein neuer Pirschachter wird das Flaggschiff. Der Neptun Konstanz stellt einen gebrauchten Rennvierer zur Verfügung. Der Ruderbetrieb erfährt den Jugendlichen aus den Industriebetrieben einen großen Aufschwung. Auf der Vereinsregatta gibt es Wettkämpfe zwischen Alt und Jung. Hans Strauch, Rolf Hill, Alex Holzer, Georg Selg und Stm. Manfred Welz, werden 6. bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Mannheim. Die Mitgliederzahl erreicht 120. Die Trümmeraufbereitungsanlage ist wieder abgebaut und der Vorstand erreicht, dass wir den alten Platz wieder bekommen. Erste größere Wanderfahrten werden wieder durchgeführt.
1955 am 8. Mai kann das neue Bootshaus eingeweiht werden. Der Bau findet allseits große Anerkennung. Eine Damenmannschaft tritt bei Stilruderwettbewerben an. Neben einer Jugendvierer- kann auch eine Achtermannschaft gebildet werden. Vorstand Otto P. W. Hüni ist im einzigen Skiff aktiv.
1956-1958 Die vielen Siege in den Großbooten erinnern wieder an die Vorkriegsjahre. Die Klassen Jungmann, Junior werden bis zum Senior durchschritten. Teilnahme an Endläufen der Weltelite bei der Rotseeregatta bleiben unvergessen. Höhepunkt ist der 3. Platz von Manfred Strauch, Bernard Stumpp, Klaus Bjick, Karlheinz Thiele und Stm. Erhard Küter bei der DM in Duisburg.
1959-1961 Neue Mitglieder bilden eine nächste Generation von Jugendmannschaften. Viele Siege, jedoch keine Spitzenplatzierungen.
1962 Der Verein feiert seinen 50. Geburtstag im Hafenbahnhof.
1964-1965 Einweihung des sogenanntes Anbaues, des heutigen Kraft-und Ergoraumes. Theo Bauner wird neben Emil Oltmanns Co-Trainer.
1967-1969 Einführung des Kinderruderns auf Empfehlung des DRV. Gabi Welz übernimmt die Leitung. Erstmalig gibt es mit Werner Plösser und Georg Schwericke eine Rennmannschaft im Zweier. Auch das Regattieren im Skiff nimmt seinen Anfang. Gerd Wolf löst Otto. P. W. Hüni als ersten Vorsitzenden ab.
1970-1971 Beim Anrudern werden 4 Vereinsboote getauft. Das Wanderrudern nimmt großen Aufschwung. Fahrten auf dem See, aber auch auf vielen anderen Gewässern, finden nunmehr jedes Jahr statt. Der Clubraum wird neu gestaltet. Bernhard Strauch übernimmt das Training der unter 15-Jährigen.
1972 Martin Knapp und Christoph Moll werden Deutscher Jugendmeister in Essen- und Vizeweltmeister im Juniorzweier in Mailand. Gerd Wolf wird für 2 Jahre IRB-Präsident.
1973 Der Verein befindet sich weiter im Aufschwung. Die Mitgliederzahl steigt auf über 300. Mit der Graf-Soden-Realschule wird eine Kooperation gebildet. Rudern wird als Sportfach angeboten. Das sogenannte Breitensport- oder besser Fitnessrudern wird immer beliebter. Die Rennruderer fahren in diesen Jahren annähernd 100 Siege, fast ausnahmslos in Kleinbooten ein. Eine Vereins-Achterrennmannschaft ist nicht mehr realisierbar.
1974 Taufe eines Rennzweiers. Beschaffung eines Hängers für das Wanderrudern.
1976 Gerd Wolf wird erster Vorsitzender des neu gegründeten Landesruderverbands Baden-Württemberg.
1977 Martin Knapp wird in den Deutschland-Achter berufen. Bei der DM in München wird er zweiter im Zweier und Achter.
1979 Für das Krafttraining kommen zunehmend entsprechende Geräte in Einsatz. Das Ruderbecken wird ausgespitzt und der Raum als Trainingsraum umgebaut. Das Ganze in Eigenleistung.
1980-1983 Einweihung der Bootshallenerweiterung (zur Uferstraße hin). Taufe des neuen Achters auf den Namen Graf Zeppelin. Die Verbindung zur Graf-Soden-Realschule besteht 10 Jahre. Mehrfach erreichen Schüler das Bundesfinale in Berlin. Günter Leber und Ingo Schimmelpfennig werden Fünfte auf der Deutschen Jugendmeisterschaft in Köln.
1985 Ulrike Probst im Einer und Claudia Ammann und Birgit Plappert im Zweier, werden 6. auf der Deutschen Jugendmeisterschaft in München. Claudia und Birgit holen sich zusätzlich den Meistertitel bei der BaWü.
1987 Feier des 75-jährigen Vereinsjubiläums im Graf Zeppelin-Haus. Die Mitgliederzahl nähert 350. Bernhard Strauch wird wieder als Trainer aktiv. Silke Strauch wird beim Landeswettbewerb der Schüler Erste und beim Bundeswettbewerb Zweite. Das Jubiläumsjahr schließt mit 42 Siegen.
1988 Die sportlichen Erfolge verlagern sich immer mehr in die Kleinboote bzw. zu Renngemeinschaften. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften gewinnt Michael Bauner Bronze im Einer und Stefan Dormeyer und Thomas Wagner im Riemenzweier. 63 Siege am Ende der Saison sind eine neue Bestmarke.
1989 Stefan Dormeyer und Thomas Wagner schaffen bei den U18-Junioren den Weg zur nationalen Spitze. Gold im Zweier ohne bei der BaWü und Bronze bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Im Achter holen sie den Titel eines Deutschen Meisters. Ihre Berufung in die Deutsche Junioren Nationalmannschaft krönen sie mit dem 5. Platz im Vierer ohne bei der WM in Ungarn.
Silke Strauch siegt bei der BAWÜ im U17-Juniorinnen-Einer.
1990 Stefan und Thomas werden wieder Meister bei der BaWü. Gold im Vierer mit bei der Deutschen Jugendmeisterschaft und Platz 4 bei der Junioren-WM in Frankreich.
1992 Thomas Wagner wechselt in den Breitensport und organisiert Jugendwanderfahrten in großem Stil. Stefan Dormeyer kommt in die Sportfördergruppe der BW und trainiert im Olympiastützpunkt in Dortmund. Ein vierter Platz bei den DM im Vierer mit und bei den Eichkranzrennen der U-23 den 3. Platz sind die beeindruckenden Erfolge. Tobias Arndt und Mathias Proske werden LM von BaWü im U17-Junior-Doppelzweier. Absoluter Höhepunkt ist der Gewinn der Deutschen Meisterschaft von Manuel Strauch im U17-Junioreiner. Silke Strauch wird in Renngemeinschaft 5. bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Doppelvierer.
1993 Die Saison beim Rennrudern schließt auf gutem Niveau. Stefan Dormeyer wird Eichkranzsieger im Riemen-zweier und mit seinen Kollegen vom Olympia-Stützpunkt Dortmund gewinnen sie die Bronzemedaille im Achter.
Während früher mit dem Abrudern das Bootshaus bis zum Anrudern so gut wie verschlossen war, nimmt nun das Training auch im Winterhalbjahr immer größeren Raum ein. Für diesen Winterbetrieb ist das ohne Heizungen 1955 gebaute Bootshaus nicht geeignet. Im Herbst wird ein Plan für einen zeitgemäßen Um- bzw. Erweiterungsbau vorgestellt.
1994 Sportlicher Höhepunkt ist der WM-Titel für Manuel Strauch, erzielt im Doppelvierer bei der Junioren-WM in München. Es ist der erste WM-Titel in der Vereinsgeschichte.
Für unsere Runderneuerung des Bootshauses liegt die Baugenehmigung vor. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, wird die zur Finanzierung notwendige Beitragserhöhung beschlossen.
1995 Im August feiern wir Richtfest. Der ursprüngliche Kostenplan wird durch besondere Umstände erheblich günstiger und erlaubt die für später vorgesehene Sanierung des Clubraumes direkt anschließend. Beim Landesfinale 'Jugend trainiert für Olympia', fahren die Graf Zeppelin-Gymnasium-Schüler ihr Vierer-Rennen souverän nach Hause. Manuel Strauch und Florian Ramsberger werden bei den U23-Meisterschaften in Essen Zweite im Leichtgewichts-Doppelzweier.
Michael Bauner, Stefan Dormeyer, Max von Lüttichau , Andreas Schwab aus Waiblingen, glänzen mit dem 3. Platz im Doppelvierer bei der DM in Hamburg. Zusätzlich werden Michael Bauner im schweren und Manuel Strauch im leichten Einer BaWü-Meister.
1996 Fast traditionell am 1. Mai, Anrudern. Höhepunkt ist die Einweihung des Neubaus. Haus und Bootspark befinden sich in einem Top-Zustand.
1997 Beim Anrudern am 1. Mai können 5 neue Boote getauft werden.
Eine faustdicke Überraschung, selbst für den Bundestrainer, war der 2. Platz der Renngemeinschaft Michal Bauner, Manuel Strauch, Max von Lüttichau und Andreas Schwab aus Waiblingen im Doppelvierer bei der DM in Duisburg.
Bei der U23-Meisterschaft kam Manuel mit einer Bronzemedaille in einem Renngemeinschaftsvierer erneut auf das Treppchen.
Es folgen noch 2 Landesmeister: Stefan Dormeyer/Manuel Stauch im Riemenzweier und Michael Bauner/Max von Lüttichau im Doppelzweier. Das Regattajahr endet mit 59 Siegen.
1998 Manuel Strauch wird Deutscher- und Weltmeister im Deutschlandachter der Leichtgewichte. Eine echte Sensation für den RVF. Michael Bauner wird Deutscher Hochschulmeister und Dirk Hein belegt den 3. Platz bei der Deutschen U19-Meisterschaft, beide im Doppelvierer. Max von Lüttichau wird Landesmeister im Einer. Manuel Strauch wird wieder zum Sportler des Jahres gewählt.
1999 6 Landesmeister bei der 'BaWü' waren absolute Spitze. Max von Lüttichau im Einer, zusammen mit Stefan Domalski, Michael Bauner und Rupi Baur im Doppelvierer. Alexa Hüni zweimal in unterschiedlichen Einerklassen. Rolf Kolb, Sebastian Proske, Matthias Moll, Martin Schiffhauer im Vierer und Lutz Braxmeier mit dem Überlinger Marc Beirer im LG-Junior-Doppelzweier.
Ein anderer Höhepunkt war das Jahrhundert-Hochwasser im Frühsommer. Der max. Pegelstand verfehlte mit 5,67 m nur um wenige cm den Höchstwert der letzten 125 Jahre. Nur noch 20 cm fehlten, um auch unser Bootshaus zu erreichen.
2000 Die lange geplante Uferrenaturierung wurde im Winter begonnen. Damit verschwand die Ufermauer unter Erde und Kies und unser Schwimmsteg musste einem auf einer schiefen Ebene laufenden Rollsteg weichen. Wieder war es ein Mai-Tag, an dem die neue Anlage eingeweiht wurde. Mit der Renaturierung verschwanden die lästigen Kreuzwellen in der Bucht. Davon profitieren vor allem die Ruderer in den schmalen Booten, aber auch für den Breitensport ergeben sich bessere Bedingungen.
Theo Bauner beendet nach 35 Jahren seine Trainertätigkeit und wird zum Ehrenmitglied gewählt.
Carlo Demasi und Konstantin Proske werden Deutsche Meister im U17-Juniorachter.
Aexa Hüni Landesmeisterin im Junioreiner. Anne Ganzert und Claire Kutzner Landesmeister im Juniorinnen-Doppelzweier.
Manuel Strauch und Björn Später aus Radolfzell werden Deutsche Meister im Zweier. Die Qualifikation von Manuel Strauch für die Teilnahme an der Olympiade in Sydney ist wohl der Gipfel seiner Ruderkarriere.
2001 Beim Neujahrsempfang wird Karl Fränkel für seine überragenden Verdienste zum Wohle des Rudersport mit der höchsten Auszeichnung des LRVBW gewürdigt. Die Ehrung erfolgt durch den Präsidenten des LRV Bernd Kuhn.
Trudl Oltmanns und Kurt Uwe Schmidt-Clasen werden bei der HV die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Die Rennruderer waren wieder erfolgreich: Magdalena Schmude, aus Berlin zugezogen, wird Vize-Weltmeisterin im Doppelvierer U23 und Zweite bei den DM im Doppelzweier.
Carlo Demasi wird Deutscher Meister im U17-Juniorachter. Alexa Hüni holt sich den LM-Titel im Fraueneiner. Auch Anne Ganzert und Claire Kutzner sichern sich erneut den Landesmeistertitel der U17-Altersklasse.
Bernhard Strauch beendet seine Trainertätigkeit mit insgesamt 21 Trainermedaillen auf Deutschen- und vielen Titeln bei den Landesmeisterschaften.
2002 Der RVF setzt mit Thomas Böhme erstmals einen Trainer in Halbtagsbeschäftigung ein. Voraussetzung dafür waren einerseits unsere sportlichen Erfolge, um die finanzielle 50%-Förderung durch die Stadt zu bekommen, und andererseits der Finanzierungsnachweis durch den Verein.
Magdalena Schmude wird Deutsche Meisterin im Frauen-Doppelzweier und Kai Stingl Deutscher Meister im Junior-Vierer und -Achter der U17-Klasse.
Gabi Hüni und Andreas Wolter geben ihre Vorstandsfunktionen auf. Gerhard Kuhn und Uwe Stingl werden Nachfolger.
Der RVF wird 90.
2003 Die Erfolge unserer Trainingsleute zeigten Licht und Schatten. Positiv ist, dass der RVF nach Jahren wieder 2 Vierermannschaften im Training hat. Herausragend der erste Platz bei den Deutschen Sprintmeisterschaften im Riemenzweier von Manuel Strauch und Björn Später. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften erzielen Rupi Baur, Martin Schiffhauer und Claudio Vit Gold, Silber und Bronze.
Manfred Welz übergibt das Amt des Vorsitzenden an Rupert Baur. Anstelle von Bernhard Strauch wird Michael Bauner für das Ressort Leistungssport gewählt.
2004 Am 1. Mai erleben wir die Wasserung der legendären DO 24 in FN. In Verbindung mit der Regatta in Waldsee feiert die Internationale Rudergemeinschaft Bodensee (IRB) ihr 50jähriges Bestehen. Der Vertrag für den Honorartrainer wird nicht verlängert. Die Leistungssportler erzielen 33 erste und 32 zweite Plätze.
2005 Theo Bauner wird wieder als Trainer aktiv und unterstützt Ulrike Stingl. 36 Siege sind es am Saisonende. Die Zahl der Rennruderer reduziert sich im Laufe der Saison auf 15. Bei der BaWü reicht es zu keiner Medaille. Mit der Einführung des elektronischen Fahrtenbuches durch Renate Schlag entfällt das mühselige Zählen am Jahresende. Alle Ruderdaten sind jetzt nach jeder Fahrt aktuell einzusehen, was teilweise zu mehr rudern anspornt. Nach langer Pause gibt es wieder eine Seehasenregatta. Außerordentlich niedriger Wassertand und Kälte bringen das Rudern im November zum Erliegen.
2006 Das Jahr beginnt mit einer Bucht ohne Wasser. Vom Steg aus kann man trockenen Fußes bis zur Schussenmündung laufen. Der Wasserstand fiel auf 2,27 m. Dies waren nur noch 3 cm mehr als der bisher aufgezeichnete Tiefstwert. Dieser Tiefststand war das Gegenstück zum Jahrhundert-Hochwasser von 1999. Erst im März erreicht das Wasser wieder unseren Steg. RVFler holen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften 2x Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Insgesamt 25 erste, 28 zweite und 15 dritte Plätze werden erkämpft. Nach rund 25 Jahren wird im November ein neuer Rennachter getauft. Bootshalle und Anbau erhalten ein neues Dach in gleicher Ausführung wie über den Umkleiden. Außerdem wird für das Erwärmen des Duschwassers eine Solaranlage installiert.
2007 22 Rennruderer und Ruderinnen erzielen 49 Siege. Dazu 3 Silber und 3 Bronzemedaillen bei der BaWü. 5 Trainingsleute besuchen auf Einladung des dortigen Ruderverbandes unsere Partnerstadt in Polozk und auch den dortigen Ruderclub. Die von uns in den Vorjahren gespendeten Boote waren zwar noch vorhanden, vieles davon jedoch in andere Boote eingebaut. Es war eine Reise in eine andere Welt. Am 20. Mai wird in Erinnerung an die Einladung vieler Häfler Kinder zu Schweizer Gastfamilien vor 60 Jahren, mit mehreren 100 Booten eine sogenannte Schiffsbrücke in die Schweiz 'gebaut'. Der RVF beteiligt sich mit einer größeren Flotte. Angeschlossen an die Gartenhütte wird im Herbst ein überdachter Freisitz erstellt.
2008 Wechsel im Vorstand. Finanzchef Gerhard Kuhn übergibt an Hubert Plösser, Ökonomie und Sachanlagen gehen von Uwe Stingl an Gabriele Welz. Nach 2002 wird zum zweiten Mal ein Honorartrainer eingesetzt. Hansjörg Meier hat im RVf das Rudern gelernt, danach Sport studiert und ist jetzt zusammen mit Theo Bauner für den Leistungssport verantwortlich. 26 Aktive erzielen 63 Siege. Am 11. Juni stirbt im 84ten Lebensjahr unser Ehrenmitglied Karl Fränkel.
2009 Nach Michael Bauner übernimmt Rolf Kolb das Ressort Leistungssport. Er sieht als erste und wichtigste Aufgabe eine strukturierte Nachwuchsförderung. Eine Renngemeinschaft mit Waldsee startet in der neu gegründeten Ruderbundesliga. Die Siegesbilanz der Rennruderer mit 29 ersten Plätzen ist nicht berauschend. Erfreulich das Gold und Silber bei den BaWü durch Elisa Vetter. Auch 2 Deutsche Ergomeister sprechen für Qualität statt Quantität.
Renate Schlag schafft als erste Person im RVF den Äquatorpreis, d. h. mehr als 40000 km. Eigentlich hat sie noch weitere km auf ihrem Konto, hier zählen jedoch nur Km in Verbindung mit dem Fahrtenabzeichen.
Eugen Hangg wird für sein vielseitiges Engagement als langjähriger Schatzmeister, großer Sportler, Ruderwart, Leiter des Schulruderns und der Jugendausbildung, zum Ehrenmitglied gewählt. Manfred Welz erhält für seine Verdienste um den Rudersport im RVF den Ehrenbrief der Stadt FN.
Studenten der Zeppelin University werden im RVF aktiv.
2010 Der Ergoraum wird in Eigenleistung neu gestaltet. Nach 15 Jahren gibt es einen neuen Vereinsbus. Der Vertrag für den Honorartrainer Hansjörg Meier kann um weitere 2 Jahre verlängert werden. Mit der Rekordzahl von 36 Trainingsleuten beginnt die neue Saison.
Betül Cifci wird Landessiegerin im U15-Einer und Deutsche U15-Vizemeisterin auf dem Ergo. 37 Siegeswimpel hängen am Ende der Saison am Flaggenmast.
2011 Die HV im Februar beschließt, die Vorstandsressorts von 4 auf 6 zu erhöhen. Damit kann die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden. Durch beruflich bedingten Wegzug müssen 2 Ressorts neu besetzt werden. Hubert Plösser, Finanzen übergibt an Lothar Kramer. Für Rolf Kolb, Leistungssport, werden Rupi Baur und Dirk Hein gewonnen. Diese Doppelbesetzung erweist sich als gute Lösung, da Dirk Hein, wiederum aus beruflichen Gründen, ausfällt.
Für den Breitensport wird ein neues C-Boot auf den Namen „Sieben Schwaben“ getauft.
Rund 30 Studenten der Zeppelin Universität sind zwischenzeitlich bei uns aktiv.
Die Rennruderer erzielen 39 Siege. Herausragende Platzierungen sind der 3. Platz von Moritz Ludescher beim Bundesentscheid der 13/14-jährigen und der BW-U15-Meistertitel bei den Mädchen von Lena Wypyrscyk. Für das Buch und die Veranstaltungen zu 100 Jahre RVF sind die Vorbereitungen in vollem Gange.
Eine Auseinandersetzung an Pfingsten zwischen den Trainern belastet in der Folge das gesamte Jahr. Im Oktober reicht man sich schließlich die Hände um danach leider festzustellen, dass jetzt vor allem im Internet der Vorstand schlecht gemacht wird. Das Image des Vereins wird beschädigt. Eine Situation die in der Vereinsgeschichte einmalig ist. Letztlich verlassen die Hauptkontrahenten den Verein.
2012 Nach dem Jahresempfang mit den Ehrungen für langjährige Vereinszugehörigkeit, folgt im Februar die HV. Rund 130 Mitglieder sind anwesend. Der Antrag, den Vorstand wegen der Trainergeschichte im Vorjahr, nicht zu entlasten, und dafür einen Interimsvorstand zu wählen, wird abgelehnt. Der bisherige Vorstand kandidiert wieder und wird mit überwältigender Mehrheit gewählt.
Der Vertrag mit Trainer Hansjörg Meier wird gekündigt. Ein echter Glücksfall ergibt sich durch den Einstieg des ehemaligen Rennruderes Thomas Weiler als Trainer. Mit Unterstützung durch Überlingen und Radolfzell, teilweise auch in Renngemeinschaften, bleibt das gute Leistungsniveau erhalten. Kristof Botka wird Landesmeister im Junioren-Leichtgewichtseiner.
Das Ziel, im Jubiläumsjahr erstmalig 100.000 km zu errudern, wird leider nicht erreicht, Wetter und Jubiläumsvorbereitungen sind wohl Ursache dafür.
Am 17. November feiert der RVF im Graf-Zeppelin-Haus seinen 100ten Geburtstag mit einem gelungen Fest. Über 400 Gäste kamen. Grußworte sprechen Andreas Brand, OB der Stadt FN, Lothar Wölfle, Landrat des Bodenseekreises, Klaus Tappeser, Präsident des Württembergischen Landessportbundes, Sascha Hustoles, Vertreter des Deutschen Ruderverbandes, und Urs Koller für die Internationale Rudergemeinschaft Bodensee (IRB). Den Festvortrag hält Vorstand Rupert Baur.
Durch den bunten Abend führen Julia Blust und Mario Kaller. Die Kapelle unseres Mitgliedes Udo Gössele sorgt für gute Stimmung.
Ein Gigvierer speziell für das Schulrudern bzw. zur Ausbildung des Nachwuchses, und ein Vierer/Fünfer für den Breitensport, werden beim Festakt getauft.
Die Jubiläumsfestschrift ist ein weiteres Highlight. Das 100. Jahr des RVF bleibt in guter Erinnerung.
Unser ältestes Mitglied, Kläre Dupps, wird am 24. Dezember 100 Jahre alt.
2013 Jahresempfang mit Ehrungen am 27. Januar. Im April feiert das Unternehmen unseres leider nicht mehr lebenden Ehrenmitgliedes Karl Fränkel im Dornier Museum seinen 125. Geburtstag. Aus der Fränkel Stiftung werden 9 Institutionen mit Spenden bedacht. Der daraus mitfinanzierte Gig-Achter wird auf seinen Namen bei der Feier getauft. Mehrere Mitglieder nehmen an Stegausbilderlehrgängen teil. Rund 40 Personen erfahren wieder eine Grundausbildung und werden überwiegend Mitglieder. Der Freisitz neben der Gartenhütte wird zum Jugendraum umgebaut.
Die traditionelle Seehasenfest-Ruderregatta der Schulen findet jetzt entlang der Hafenmauer statt.
Eine motivierte Gruppe Breitensportler nimmt erstmalig an der Roseninsel Regatta auf dem Starnberger See erfolgreich teil. Auf Regatten zeigen sich erste Früchte der verstärkten Nachwuchsförderung. Am Saisonende zieren 37 Siegeswimpel den Flaggenmast.
Berti Baur wird für die nächsten 2 Jahre Präsident der IRB.
Am Saisonende zeichnet sich ein kompletter Wechsel im Vorstand ab. Eine Gruppe jüngerer Mitglieder präsentiert einen Vorschlag für eine Neuorganisation.
2014 Traditioneller Jahresempfang mit Ehrung der langjährigen Mitglieder. Im Februar turnusgemäß Hauptversammlung. Der alte Vorstand mit Berti Baur, Lothar Kramer, Rupi Baur und Gabriele Welz steht nicht mehr zur Wahl.
Die angekündigte Neuorganisation mit 9 zu wählenden Ressortleitern wurde vorgestellt und akzeptiert. Für alle Bereiche gab es Kandidaten die sich nacheinander vorstellten. In offener Wahl werden alle einstimmig gewählt, ein einmaliger Vorgang. Steuermann in diesem Achter ist Manuel Strauch, Ruderer sind Stefan Dormeyer, Holger Häffelin, Julia Blust, Simon Blust, Robert Welz, Joachim Thiesemann, Philipp Mallow und Fabian Hermann.
Beim Anrudern sind alle Bootsklassen auf dem Wasser. Berti Baur wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Zwei Renndoppelzweier werden auf die Namen Unicorn und Pegasus getauft.
Der Breitensport erhält einen Renngigdreier der auf den Namen Südwind getauft wird.
Leonie Heimpel und Lena Wypyrsczyk werden Landesmeisterinnen in Leichtgewichts-Juniorinnendoppelzweier. Die Roseninselregatta wird wieder erfolgreich absolviert. Beim Abrudern sind alle 4 Achter auf dem Wasser.
Erstmalig knackt der RVF die 100.000 km-Grenze. Am Saisonende hängen über 50 Siegeswimpel am Flaggenmast.
Der Mitgliederstand erreicht die Zahl 500.