Rudergruß erklingt aus 52 Kehlen

Mehr als 50 Ruderer auf einmal auf dem Wasser – diesem Anblick gibt’s in der Regel nur bei Regatten, und die sind auf dem Bodensee eine seltene Sache. Doch zweimal im Jahr geht es beim Ruderverein Friedrichshafen (RVF) um Quantität – freilich, ohne die Qualität zu vernachlässigen. Dann sammeln sich so viele Ruderer wie möglich vor dem Schloss, um die Rudersaison gemeinsam beim traditionellen Abrudern zu beschließen. 46 Ruderer und sechs Steuerleute, verteilt auf acht Boote, zogen am Wochenende viele Blicke der Passanten am Ufer auf sich – und auch der Rudergruß, das dreifache „Hipp Hipp Hurra“, klang aus 52 Kehlen eindrucksvoll.

Der Rücklick auf die zu Ende gehende Rudersaison, den Vorsitzender Rupert J. Baur lieferte, brachte spannende Zahlen: So hängen am Fahnenmast auf dem Vereinsgelände zum Beispiel 37 Fähnchen, jedes davon steht für einen Sieg der jungen Rennruderer, die von Thomas Weiler trainiert werden. Lena Wypyrscyk fuhr 17 Siege nach Hause, Leonie Heimpel gewann 14 Mal, Rebecca Grün zehn Mal. Henri Hornung brachte dem RVF zwei Siege ein, ebenso wie Laszlo Neumann und Johanna Scherzinger. Sebastian Knoll sowie die Zwillinge Conrad und Oscar Paulus legten jeweils ein Mal an Siegersteg an.

Im Breitensport geht es nicht minder aktiv zu: Unter den Fittichen des Ausbilderteams absolvierten 35 Erwachsene und 12 Jugendliche und Kinder einen Ruderkurs. Als Ausbilder sind Eugen Hangg, Joachim Thiesemann, Ruth Hümmer, Katy Cuko, Anja Stromberg, Gerhard Kuhn, Günter Waldinger, Philipp Mallow, Karlheinz Schnell, Teresa Brandau-Lopez, Niklas Lewetz, Max Friedrich und Manfred Welz aktiv. Außerdem erhielten rund 50 Schüler des Graf-Zeppelin-Gymnasiums eine Ruder-Grundausbildung. Weitere 25 Schüler wurden im Rahmen des Seehasenruderns ausgebildet.

Zwischen Rennrudern und Breitensport ist eine Mannschaft angesiedelt, die bei der Regatta der Roseninsel-Achter auf am Starnberger See teilnahm. Das Resultat kann sich sehen lassen: Das selbst gesteckte Ziel, 12 Kilometer in weniger als 60 Minuten zu schaffen, wurde deutlich unterboten. Unter den 86 gestarteten Achter-Mannschaften erzielte das RVF-Boot Rang 29. Mit dabei waren Eugen Hangg (Steuermann), Eugen Kopp, Joachim Thiesemann, Günter Waldinger, Helmut Härle, Thomas Dietrich, Bernd Klein, Matthias Kraus, Thomas Schäfer und Marko Schneider als Ersatzmann.

Die wirklich eindrucksvollen Zahlen kommen wie stets am Schluss – mit der Statistik nämlich. Mehr als 72.000 Ruderkilometer haben die Häfler Ruderer bisher 2013 absolviert – davon allein 10.400 bei Wanderfahrten. Ruderer waren unter anderem auf dem Wasser in Venedig und rund um Berlin unterwegs, auf Rhein, Weser, Main und Donau. Bei der Vereinsregatta traten schließlich Mixed- und Jugend-Vierer sowie Achter gegeneinander an.

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