RVF eröffnet Saison mit Anrudern

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Rudern (sus) Mit dem traditionellen Anrudern startete der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) am Sonntag in die Saison 2010. Um 10 Uhr traf sich eine ganze Armada von Booten, darunter drei Achter, an der Schlosskirche und fuhr dann gemeinsam zum Bootshaus am Hinteren Hafen zurück.

Dort zeigte sich einmal mehr, dass das Anrudern ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Rudervereins-Leben ist. Ein Großteil der 420 Mitglieder fand sich ein, gratulierte Irmgard Fechner zu 60 Jahren Mitgliedschaft im RVF und Birgit Resch zu vier Jahrzehnte Zugehörigkeit. Rupert Baur, Vorsitzender des RVF, konnte darüber hinaus an 20 Mitglieder des DRV-Fahrtenabzeichen überreichen. Dieses bekommen jene Ruderer, die mindestens 800 Kilometer in einem Jahr in einem Wanderboot absolvierten. Kilometer-König war 2009 Renate Schlag, die zum 28. Mal das Fahrtenabzeichen erhielt.

Die Kilometerleistung betreffend stehen die Rennruderer den fleißigeren Wanderruderern nur wenig nach, dafür haben sie wesentlich mehr Regattaerfahrung pro Saison. In diesem Jahr werden 42 Rennruderer in der blau-weißen Vereinskleidung an den Start gehen. Neben den Männern des Bodensee-Oberschaben-Achters, der in Renngemeinschaft mit dem RV Waldsee in der ersten Bundeliga startet, sind es sehr viele ganz junge Ruderer.

Sie alle haben ihren Saisonstart auf dem Wasser schon lange hinter sich: Schon jetzt weist das elektronische Fahrtenbuch 11.000 Kilometer seit dem 1. Januar aus. Hermann Schneider war am 1. Januar in einem Trimmi der Erste auf dem Wasser und Michael Bauner bringt es bereits auf 631 geruderte Kilometer.

Die Rennruderer starten am kommenden Wochenende in Richtung Mannheim zur ersten Regatta. „Wir werden viele Doppelzweier melden“, verriet RVF-Vorstandsmitglied Rolf Kolb, der für den Leistungssport zuständig ist.
Die erste Wanderfahrt führt die Häfler Ruderer am ersten Mai-Wochenende nach Überlingen und Ende Mai beginnen die neuen Ruder-Ausbildungskurse, für alle die es auch einmal probieren wollen.

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Verein heißt: Miteinander etwas machen

Bild: RVF

Friedrichshafen (ga) Im 98. Jahr seines Bestehens erlebte der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) eine ungewohnt einmütige und zufriedene Jahreshauptversammlung, die trotz Beitragsanpassung und Neuwahl des gesamten Vorstands nur eine gute Stunde dauerte.

Rupert Baur, Vorsitzender des RVF, blickte einführend kurz auf die Saison 2009 zurück, die mit 80 400 geruderten Kilometern und insgesamt 3150 Bootsfahrten von fleißigen Ruderern zeugte. Mit der fünften Seehasen-Regatta für Siebtklässler aus Häfler Schulen, Ruderkursen für mehr als 30 Kinder und Jugendliche sowie mehr als 70 Erwachsene, Schüler-Rudern für rund 50 GZGlern bewies der Verein, dass er große organisatorische Aufgaben aus eigener Kraft bewältigen und die Freude an diesem Sport an viele weitergeben kann. Vier der dabei tätigen Mitglieder erwähnt Baur explizit, da sie nahezu täglich im Bootshaus seinen und den reibungslosen Ablauf maßgeblich gewährleisten: Den RVF-Ehrenvorsitzenden Manfred Welz, Claudia Kiechle, Karl Schlichtig und Eugen Hang.

Die beiden Trainer Hansjörg Meyer und Theo Bauner betreuten 2009 insgesamt 47 Ruderer auf Regatten: 63 Siege konnten die 31 Jugendlichen, sieben Aktive und neun Achterruderer erringen. „Emils Anliegen war, die zu ehren, die sich besonders angestrengt haben“, erinnerte Trudel Oltmanns an den legendären RVF-Trainer, bevor sie den Emil-Oltmanns-Preis an Fabian Herrmann und Fabian Heim überreichte, die jeweils 16 Siege in der vergangenen Saison errungen.

Anschließend legte Finanzwart Hubert Plössler Ausgaben und Einnahmen des Berichtsjahres vor und auch dort zeigt sich der RVF sehr solide: Mehr Einnahmen als erwartet, weniger Ausgaben als geplant (Verzicht auf Dachsanierung und Neuanschaffung eines Busses) brachten ein ansehnliches finanzielles Polster, das der RVF Anbetracht der Investitions- und Unterhaltungs-Aufgaben braucht.

Nach dieser Information wurde der Vorstand einstimmig entlastet und wenige Tagesordnungspunkte später auch in offener Wahl und einstimmig wiedergewählt. Manfred Welz erklärte danach, dass auch der 40-köpfige erweiterte Vorstand bereit sei, die bisherigen Aufgaben auch weiterhin zu übernehmen. „Verein heißt: Miteinander etwas machen“, appellierte Manfred Welz an die Versammlung, sich einzubringen. Die Jugendlichen hatten bereits im Vorfeld ihre neue Sprecher gewählt: Elisa Vetter und Fabian Herrmann.

Mit der moderaten Beitragsanpassung von beispielsweise 0,83 € pro Monat bei aktiven Mitgliedern „um die Gebäude-Instandhaltungskosten aufzufangen, das Trainerhonorar zu sichern, einen neuen Bus anzuschaffen und den alten zu reparieren, konnte alle Anwesenden leben und stimmten komplett dafür.

Die ersten Ruderer waren schon auf dem See zu sehen: Hermann Schneider hat in diesem Jahr bereits 300 Kilometer absolviert… und am 18. April eröffnet der RVF mit dem traditionellen Anrudern die Saison 2010.