Traditionell ist der Mannheimer Mühlauhafen Treffpunkt der süddeutschen Ruderer für den Saisonauftakt. Auch wenn die engen Platzverhältnisse und der oft böige Wind bei den Aktiven nicht beliebt sind, zeigt sich doch in Mannheim, ob das Wintertraining und die Frühjahrstrainingslager und Wassereinheiten erfolgreich waren.
Unsere drei A-Junioren gewannen zusammen mit Konstanz im Vierer ohne Steuermann das Samstagrennen deutlich, dies lässt jedoch keine Bewertung der aktuellen Konkurrenz zu, weil zu wenig Boote am Start waren.
Zusätzlich wurde in Einer und Doppelzweier gestartet. Hier zeigte Linus Kilches mit zwei Siegen ein ansprechende Leistung. Zusammen mit Felix Strauch gab es einen zweiten Platz im Doppelzweier. Auch Fabian Kullmann gewann nach einem dritten Platz am Samstag sein Rennen am Sonntag deutlich. Felix Strauch startete erstmals in der offenen Gewichtsklasse und erreichte am Samstag den Dritten und am Sonntag den zweiten Platz im Junior-A-Einer.
Ein erfolgreicher Einstieg für Thomas Weiler in seiner neuen Trainerfunktion.
In der Jahreshauptversammlung wurden auch die Prämien aus dem Elmar-Reisch-Nachlass an besonders erfolgreiche Rennruderer und Rennruderinnen übergeben.
Elmar Reisch war langjähriges RVF-Mitglied und begeisterter Ruderer, dem die Jugend und ihre Erfolge immer am Herzen lagen. Er hat unseren Verein in seinem Nachlass mit einem namhaften Betrag bedacht. Er machte zur Bedingung, dass das Geld ausschließlich für die Jugendarbeit verwendet wird. So sollen zum einen herausragende Leistungen im Rennrudern wie auch die allgemeine Jugendarbeit gefördert werden. Für Elmar Reisch war diese Zuwendung im fortgeschrittenen Alter besonders wichtig und es gab eine Reihe von persönlichen Gesprächen mit unserem damaligen Vorsitzenden Manuel Strauch.
Hervorgegangen ist aus der Erbschaft eine Prämie, die an Medaillengewinner von Weltmeisterschaften, Deutschen- und Baden-Württembergischen Meisterschaften ausbezahlt wird.
Der damalige Vereinsvorstand hat ein Prämiensystem ausgearbeitet, das diesen Vorgaben entspricht. Gedacht ist die Prämie als Aufwandsentschädigung in der Art eines Stipendiums. Ausserdem wird die allgemeine Jugendarbeit mit einem jährlichen Zuschuss unterstützt.
Für das Jahr 2025 wurden ausgezeichnet für
die Silbermedaille bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U 17
im Riemenvierer mit Steuerfrau
Allysa Rauber und Leni Gerth mit einer Aufwandsentschädigung von je € 200,00
die Bronzemedaille bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U 17
im Junioren-Leichtgewichts-Einer
Felix Strauch mit einer Aufwandsentschädigung von € 100,00
die Silbermedaille bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften
im Junior-A-Leichtgewichts-Doppelzweier
Linus Kilches mit einer Aufwandsentschädigung von € 70,00
(zusammen mit Felix Strauch – es wird aber nur der ranghöchste Erfolg berücksichtigt)
Wenn auf einer Ruderregatta Glühwein angeboten wird, handelt es sich auf dem Wasser wohl neuerdings um „Wintersport“. So geschehen am 4.und 5. Oktober auf unserer Sprint-Heimstrecke in Bad Waldsee. Kälte, Regen und Windböen bis 55 km/h begleiteten die Aktiven und Zuschauer über das gesamte Wochenende. Der sehr unangenehme Seitenwind war für viele der größere Gegner als die Boote auf den Nebenbahnen.
Demzufolge sind auch die Ergebnisse unter Vorbehalt zu bewerten, denn es gab deutliche Unterschiede in den Wasserbedingungen zwischen den Startbahnen.
Nichtsdestotrotz konnte das RVF-Team mit fünf Siegen, neun zweiten und sieben dritten Plätzen die punkten. Insgesamt zeigten die Leistungen, dass unser Rennteam auch auf der 500m-Sprintstrecke vorne mitmischen kann und immer für spannende Rennen sorgt.
Beide Rennen im Zweier ohne Steuerfrau der Juniorinnen-A gewannen Leni Gerth und Allysa Rauber, unsere diesjährigen deutsche Vize-Meisterinnen, jeweils souverän mit mehreren Bootslängen Vorsprung. Mit zwei zweiten Plätzen im Doppelzweier zeigten sie zusätzlich ihre ruderische Vielseitigkeit.
Siegreich waren auch unsere A-Junioren Linus Kilches und Fabian Kullmann, die jeweils ein Einerrennen und zusammen ein Doppelzweier-Rennen dieser Altersklasse gewinnen konnten, immer in technischer Sauberkeit und eindrucksvollem Kampfgeist.
Ebenfalls auf den vorderen Rängen zwei und drei landeten Joona Knievel und Jan Blinka im Einer und Doppelzweier. Unsere ehemaligen Leichtgewichte haben damit einen überraschend guten Einstand bei den „Schweren“ hingelegt.
Ebenfalls aus dem Leichtgewichtsbereich kommt Felix Strauch, der eine Renngemeinschaft mit Breisach getestet hat. Mit nur einer Trainingseinheit am Freitag zeigten die beiden DM-Finalisten (Platz drei und fünf) bei ihren ersten Starts im schweren Doppelzweier schon ihre technische Fertigkeit und wollen die Zusammenarbeit nun in den Herbstferien vertiefen.
Last but not least hat unser „Ruderfloh“ Hanna Arvaj mit einem zweiten und dritten Platz das Häfler Ergebnis abgerundet.
Das diesjährige „Oberschwaben-Derby“ in Waldsee bedeutete für unsere beiden Jungtrainer Oscar und Conrad Paulus den Abschied aus dem doch manchmal doch sehr aufwendigen Trainerjob. Jetzt gilt es zunächst, sich unter den aktuellen Umständen im Ressort Leistungssport neu zu sortieren, um unseren aufstrebenden Aktiven weiterhin erfolgversprechende Bedingungen zu bieten – und vielleicht sind die „Paulusbrüder“ dann mit geringerem Aufwand wieder mit im Boot.
Nach einer äußerst erfolgreichen Regattasaison haben unsere beiden Trainer Oscar und Conrad Paulus entschieden, ihr Traineramt nach den Herbstregatten niederzulegen.
Wir bedauern diese Entscheidung, verstehen aber, dass im Augenblick der Fokus auf Beruf wichtiger ist und hoffen, dass die beiden uns auch künftig an der einen oder anderen Stelle unterstützen werden.
Aktuell besprechen wir, wie wir uns für die kommende Saison aufstellen, um unseren Sportlerinnen und Sportlern weiterhin die bestmögliche Betreuung bieten zu können.
Zum Abschluss der Regattasaison zeigte sich unser Rennruder-Team nochmals in bester Verfassung. Mit drei Silbermedaillen und zwei weiteren Finalteilnahmen konnten unsere Aktiven bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Breisach eine höchst erfolgreiche Saison zu Ende rudern.
Über den Vorlauf qualifizierten sich Joona Knievel und Jan Blinka mit einer guten Laufzeit für das Finale, wo es für die beiden Youngsters trotz technischer Probleme am Start zu einem fünften Platz reichte.
Hanna Arvaj musste wieder einmal gegen körperlich überlegene Konkurrentinnen an den Start, konnte aber im Vorlauf ihre rudererischen Fertigkeiten abrufen. Zur Finalteilnahme hat es leider nicht gereicht.
Junior A-Leichtgewichts-Einer (Trainer Oscar Paulus)
Linus Kilches erreichte nach einem hart umkämpften Vorlaufsieg souverän das Finale.
Hier traf er auf mehrere Teilnehmer der Deutschen Juniorenmeisterschaften und lag mit einer imposanten kämpferischen Leistung lange in den Medaillenrängen, ehe sich die erfahreneren Routiniers absetzen konnten. Der fünfte Platz war für Linus ein überraschender Erfolg im Skiff.
Junior A-Leichtgewichts-Doppelzweier (Trainer Oscar Paulus)
Bei den älteren Jahrgängen der Leichtgewichtsklasse geht wegen der körperlich gleichen Voraussetzungen so richtig „die Post ab“. Aus Gewichtsgründen hatten wir eine neue Doppelzweier-Kombination mit Linus Kilches und Felix Strauch (noch Junior-B) am Start. Wie erwartet, war das Rennen spannend bis zum Schluss und unsere beiden Jungs sicherten sich die Silbermedaille mit nur einer halben Bootslänge Rückstand zum ersten.
Junior-B-Leichtsgewichts-Einer
Wie erwartet gab es hier mit 14 Meldungen ein großes Starterfeld, das mit mehreren DJM-Startern auch entsprechend hochklassig besetzt war. Bei drei Vorläufen kommen nur die ersten zwei Boote ins Finale. Während Felix Strauch (Trainer Bernhard Strauch) seinen Vorlauf erwartungsgemäß gewann, sorgte Jan Blinka (Conrad Paulus) mit seinem zweiten Platz für eine dicke Überraschung. Zwei RVF-Boote im Finale mit insgesamt vier DJM-Teilnehmern!
Hier ging Felix Strauch mit einem Blitzstart in Führung und verteidigte diese auch in einem kräftezehrenden Streckenverlauf, ehe sich der Ruderer aus Breisach im Endspurt doch noch durchsetzen konnte. Für Jahn Blinka war alleine schon die Finalteilnahme ein großer Erfolg und eine riesige Herausforderung, der er sich mit dem fünften Platz bravourös stellte.
Juniorinnen-B-Zweier ohne Steuerfrau (Trainer Bernhard Strauch)
Vor ihrem ersten Rennen im Riemenzweier waren Leni Gerth und Allysa Rauber extrem angespannt und höchst motiviert, ging es doch gegen ihre Teamkolleginnen aus dem erfolgreichen Juniorinnen-B-Projekt der Saison. Nur wenige Trainingseinheiten konnten in der technisch schwierigsten Bootsklasse absolviert werden. In einem höchst engagiert gefahrenen Rennen fehlte den beiden nur wenige Zehntelsekunden zum Sieg und über die Silbermedaille war die Freude riesengroß.
Juniorinnen B Doppelzweier (Trainer Oscar Paulus)
Leni Gerth und Allysa Rauber starteten zusätzlich im Doppelzweier, wo sie sich mit einem klaren Vorlaufsieg ebenfalls fürs Finale qualifizierten, das dann aber wegen gesundheitlicher Probleme abgemeldet werden musste.
Text B. Strauch, Bilder Conrad Paulus, Manuel Strauch
„Mentale Stärke im Rudersport -Psychologische Werkzeuge für Training und Wettkampf“ war Titel und Inhalt eines Workshops, den unsere Rennruderer und Rennruderinnen in dieser Saison besucht haben – und zwar bei uns im Clubraum. Eingeladen dazu hatte der „Förderverein Leistungssport im RVF“.
Wendelin Hartmann, B.Sc. Psychologie, arbeitet derzeit an seiner Masterarbeit und hat für unser junges Rennteam Sportpsychologie auf den Rudersport und das Alter unserer Athleten maßgeschneidert.
Kraft, Ausdauer und Technik wird das ganze Jahr über trainiert, das richtige Mindset durch mentales Training wurde nun durch Hartmann anschaulich vermittelt, die Wichtigkeit als ein weiterer Baustein zur Freude am eigenen Sport und als Voraussetzung für Erfolge aufgezeigt.
Nicht nur die Aktiven, auch das gesamte Trainerteam waren von den Möglichkeiten und den positiven Aussichten der Mentalarbeit fasziniert.
Für Teams vieler Sommersportarten sind die Faschingsferien Zeit der Trainingslager zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Die Rudernationalmannschaft in Portugal, Radrennfahrer und Segler auf Mallorca und ein Teil der RVF-Rennmannschaft auf unserer Hausstrecke in Breisach. Mit der Jugendherberge – direkt neben dem LRV-Landesruderzentrum – gibt es dort ideale Bedingungen, um auf einem mittlerweile weltweit beliebten Ruderrevier zu trainieren.
Der neue Leistungssport-Vorstand des DRV und Cheftrainer der Nationalmannschaften, Robert Sens, schaute in Breisach vorbei und lobte einmal mehr die hervorragende Arbeit, die am Landesleistungszentrum des LRVBW geleistet wird.
Unsere sieben Juniorinnen und Junioren ruderten in fünf Tagen 10 Einheiten auf dem Wasser. Leni Gerth und Allysa Rauber trainierten im Juniorinnen-B-Projekt des LRV in Zweier, Vierer und Achter. Die Jungs im Doppelzweier und Einer. Auf dem Programm stand überwiegend Technikschulung, aber auch erste Rennstrecken wurden in Angriff genommen.
Nun sind es nur noch zwei Wochenenden zu Hause, bevor es zur Junioren-B-Rangliste im Einer wieder nach Breisach geht und schon am 12. April beginnt das Oster-Trainingslager auf dem Lago die Varese in Norditalien.
Lange Jahre hat Rupert Baur sich in verschiedensten Funktionen ehrenamtlich um ‚seinen‘ Ruderverein Friedrichshafen gekümmert und mit viel Engagement die Geschicke geleitet: letzte Woche ist der 76-jährige Ehrenvorsitzende verstorben.
Foto: privat
Seit Januar 1965 war Baur Mitglied im RVF. Über 10 Jahre leitete er als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins. In seine Amtszeit fiel auch das große, 100-jährige Vereinsjubiläum im November 2012, welches unter seiner Leitung organisiert wurde und mit über 200 der damaligen rund 470 Mitglieder rauschend im Graf-Zeppelin-Haus gefeiert wurde. 2014 übergab er sein Amt als Präsident des Vereins und wurde in Folge einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
Aber auch zuvor hat sich Rupert Baur um den Verein verdient gemacht: als junger Mann war er zum Rennrudern gekommen und hatte dies auch während seiner Studienzeit in Mannheim mit seinem Partner Ulrich Ahner erfolgreich bestritten. Im Zweier ohne Steuermann errang er neben der Landesmeisterschaft auch den deutschen Vizemeister-Titel bei den Senior-B-Meisterschaften in Trier.
Nach seiner aktiven Karriere und mit dem Berufseintritt in die ZF Friedrichshafen war er Motor und Taktgeber des „ZF-Achters“ – nicht nur als Schlagmann, sondern auch als Antreiber und Organisator einer jährlich stattfindenden ZF-Regatta mit den Kollegen aus Passau und Saarbrücken. Den Schwung aus den meist erfolgreichen Rennen nahm ‚Bertis‘ Team, wie er im Verein genannt wurde, mit auf ebenfalls erfolgreiche Master-Regatten, beispielsweise in Villach/Kärnten.
Wir behalten Rupert ‚Berti‘ Baur in ehrendem Andenken um seine Verdienste im Verein.
Unsere neue Wagen-Remise nimmt nun konkrete Formen an. Der Baukran ist abgebaut. Das Bau-team hat die Handwerker enorm unterstützt und wir konnten viele Arbeiten aus eigener Hand erledigen. Es gibt im März wieder einige Anstricharbeiten und einiges mehr, die wir selbst angehen werden.
Die Zimmerleute sind weitgehend fertig. Der Kran ist mittlerweile wieder abgebaut.
Wir stecken uns ein Ziel: Fertig Ende Frühjahr und Sommerfest in unserer Neuen Remise.