Neuer Steuermann im Traditionsverein

Ingo Schimmelpfennig (rechts) hat den ersten Vorsitz im Ruderverein Friedrichshafen von Manuel Strauch übernommen. Bild: RVF

Mit Ingo Schimmelpfennig hat nach seiner Wahl bei der Jahreshauptversammlung ein neuer Präsident das Ruder beim RVF von Manuel Strauch übernommen – und das dank Corona-Pandemie zu sehr bewegten Zeiten.

Der Ruderverein Friedrichshafen hat einen neuen Steuermann: Ingo Schimmelpfennig hat von Manuel Strauch den Vorsitz des Häfler Traditionsvereins übernommen. Nach sechsjähriger Amtszeit als Vorsitzender hat sich Manuel Strauch aus dem neunköpfigen Leitungsgremium der Ruderer verabschiedet, und zwar aus familiären Gründen. Das dritte Kind ist in dieser Zeit gekommen: „Ich möchte mehr Raum für die Familie haben“, erklärt er. In dem 55-jährigen Ingo Schimmelpfennig hat der frühere Ruderweltmeister einen Nachfolger gefunden, dem der Verein ebenso am Herzen liegt. Schimmelpfennig zählte in den 1980er-Jahren zum leistungssportlichen Aushängeschild der Ruderer in der Zeppelinstadt.

Strauchs Ziele, als er vor sechs Jahren an die Spitze des Vereins trat und mit einer leistungsstarken Truppe den Generationswechsel in der Vereinsführung vornahm, konnte er gut umsetzen: Die Weiterführung der soliden Finanzen und der Aufbau eines Vereinslebens auch außerhalb des Ruderbootes sowie eine Bootsausstattung, die dem Leistungssport ebenso gerecht wird wie ambitionierten Breitensportlern. Bei der Jahreshauptversammlung kurz vor dem Lockdown wurde Schimmelpfennig mit breiter Mehrheit in das Amt des ersten Vorsitzenden gewählt.

Ingo Schimmelpfennig kam als 12-Jähriger zum Rudern, bis 1991 war ihm das Bootshaus am Hinteren Hafen zweite Heimat. Nach dem Studium in Konstanz zog es ihn beruflich in die weite Welt, zuletzt nach Genf. Vor zwei Jahren kam er mit seiner Familie wieder zurück an den See und übernimmt nun gerne den Posten des RVF-Präsidenten von Manuel Strauch. „Momentan möchte ich den Fokus auf den Leistungssport legen. Durch die Corona-Pause gilt es jetzt, die jungen Rennruderer zu motivieren und bei der Stange zu halten“, so der Neue.

Denn die pandemiebedingten Schließungen trafen auch die Ruderer hart. Bis Ende Mai lag der Verein brach, die Rennruderer und Rennruderinnen mussten ins „Homeoffice“: Der Verein gab die Ruderergometer den jungen Sportlern mit nach Hause. Langsam kommt das Leben auf das Vereinsgelände zurück. Tägliches Rudern ist für Breiten- wie auch Leistungssportler wieder möglich; auch die Bewirtung des Clubraumes läuft aktuell an. „Wir haben nun das neue Normal“, so Schimmelpfennig. Und möchte sich ausdrücklich bei allen Mitgliedern bedanken, weil die Abstands- und Hygieneregeln vorbildlich umgesetzt würden.

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Update: Erneute Lockerungen ab dem 01. Juli für unseren Ruderbetrieb

Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden,

Die Landesregierung hat in Abstimmung mit den Sportbünden in Baden-Württemberg weitere Lockerungen beschlossen. Diese erlauben uns im Wesentlichen, den Ruderbetrieb auch für Grossboote wieder freizugeben.
Wir bitten aber vorsorglich um Verständnis, dass im Rahmen der allgemeingültigen Regeln einige weiterhin Bestand haben – daher hier nochmal die komplette Auflistung dessen, was möglich ist und was nicht:

Anzahl erlaubter Personen, Ruderbetrieb & Nachverfolgen der anwesenden Personen:

  • Auf unserem Gelände dürfen sich nun gleichzeitig 20 Personen aufhalten (da wir als Nicht-öffentlicher Raum gelten) – ohne Einschränkung der Anzahl der Haushalte.
  • Dies gilt auch, um sich vor oder nach dem Rudern zu treffen.
  • Rudern ist in allen Bootsklassen wieder freigegeben. Bei den Gruppen (Leistungs- oder Breitensport), die sich sehr häufig zum Rudern treffen, ist eine Vermischung zu vermeiden. Siehe auch separater Anhang der Sportordnung Baden-Württemberg
  • Skulls/Riemen sind nach dem Benutzen gründlich zu desinfizieren.
    BITTE nicht vergessen!
  • Sollten mehrere Boote gleichzeitig zu Wasser gelassen werden oder vom Wasser kommen: Nehmt bitte Rücksicht und gebt Euch gegenseitig Zeit – eine Ansammlung von vielen am Steg oder in der Bootshalle ist zu vermeiden.
  • Eine Voranmeldung über die Google-Liste entfällt ebenfalls – wie bisher ist es aber wichtig, sich weiterhin für den Ruderbetrieb oder auch sonstige Aktivitäten (Kraft-, Ergoraum, Arbeitseinsätze etc.) im Fahrtenbuch vor Aufnahme des Sportbetriebs einzutragen und sich danach auszutragen. Wir haben als Verein eine NACHWEISPFLICHT.

Training und Aufenthalt in den Innenbereichen:

  • Bei Schlechtwetter/-wasser können die Ruder-Ergometer in die Bootshalle gestellt werden: Die Tore müssen dabei geöffnet sein, zwischen den Geräten ist sehr großzügig Abstand zu halten und das Gerät ist nach Gebrauch gründlich zu desinfizieren. Im Ergometerraum können weiter 3 Personen (inklusive Trainer/Betreuer) bei geöffnetem Fenster trainieren.
  • Zu folgenden Zeiten ist der Ergometer- und der Kraftraum für die Leistungssportler reserviert:

    ▪ Mo 18-20 Uhr
    ▪ Mi 17-20 Uhr
    ▪ Do 17-19 Uhr
    ▪ Fr 16.30-19.00 Uhr
    ▪ Sa 8.00-10.30 Uhr

    Evtl. noch andere trainierende Mitglieder müssen zu diesen Zeiten den Raum verlassen, wenn die Trainingsgruppen diese benutzen wollen. Wenn die Trainingsleute auf dem Wasser oder beim Laufen sind, können die Räume natürlich verwendet werden. Auch Ergos können in die Halle gestellt werden, soweit welche verfügbar sind.
  • Der Kraftraum darf ebenfalls mit maximal 3 Personen inklusive Betreuer benutzt werden. Auch hier sind alle Geräte, Hanteln, Bänke etc. gründlich zu desinfizieren.
  • Veranstaltungen finden nach wie vor nicht statt (es bleibt bei der Absage des Sommerfests) – auch können für Juni/Juli keine privaten Veranstaltungen durchgeführt werden (Buchungen ab August sind unter Vorbehalt möglich).
  • Allerdings ist der Clubraum wieder geöffnet – es gilt auch hier die Abstands- und maximal 20 -Personen-Regel. Bitte haltet Euch für das Getränk nach dem Sport bevorzugt im Freien auf. Wir legen eine formlose Liste auf der Theke aus, bitte tragt Euch unbedingt dort ein.
  • Die Duschräume können ebenfalls wieder benutzt werden, aber auch hier bitte mit Abstand und gegenseitiger Rücksicht.

Allgemeines:

  • Betreten des Vereinsgeländes ist nur für Personen erlaubt, die NICHT unter
    Infektionen der Atemwege leiden, keine erhöhte Temperatur haben und die letzten 14
    Tage nicht in Kontakt zu einer Corona-infizierten Person standen
  • Typische Krankheitssymptome sind Fieber (>37.4Grad), trockener Husten, Geruchssowie Geschmacksstörungen, Bindehautentzündung, leichter Durchfall, Müdigkeit
    oder Kurzatmigkeit
  • Der gesetzlich geltende Mindestabstand von 1,5 m ist weiterhin einzuhalten. Wo es
    nicht möglich ist, MUSS eine Atemschutzmaske getragen werden.
  • Jeglicher Körperkontakt ist weiterhin zu vermeiden.

Als Verein empfehlen wir außerdem die “Corona-App” herunterzuladen über die einschlägigen App-Stores Eurer Telefonhersteller/-betreiber. Diese kann uns allen helfen, bei einer Infektion schnell die Meldung an alle Mit-Sportler herauszugeben.
Ich möchte mich für die bisherige Einhaltung der Regelungen bedanken und hoffe auch weiterhin auf Euer Verständnis und die Beachtung der Vorgehensweisen.

Für den Vorstand
Ingo Schimmelpfennig

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Ruderverein gedenkt einer unermüdlichen Förderin

Gertrud „Trudl“ Oltmanns ist im Alter von 94 Jahren verstorben.

Trudl Oltmanns (links)

Ein ganzes Menschenleben, fast 70 Jahre lang, war Gertrud „Trudl“ Oltmanns Mitglied im Ruderverein Friedrichshafen. Mehr noch: Ein Stück weit war sie mit dem RVF verheiratet, denn ihr Mann war es auch. Emil Oltmanns war nach dem Zweiten Weltkrieg von 1949 bis 1966 RVF-Trainer und der bis dahin erfolgreichste des Vereins. 150 Siege fuhren „seine“ Sportler bei Regatten in fast zwei Jahrzehnten ein.

Auch nach seinem Ableben hielt Trudl Oltmanns dem Häfler Ruderverein ihre Treue, war bei jeder Veranstaltung und oft auch zwischendurch im Bootshaus anzutreffen. Und sie blieb eine unermüdliche Förderin des Rudernachwuchses. Noch vor der Jahrtausendwende stiftete sie den „Emil-Oltmanns-Gedächtnispreis“, den seither jedes Jahr der oder die erfolgreichste Jugendliche am Ende der Saison erhält – immer aus den Händen von Trudl Oltmanns höchstpersönlich. Auch beim Abrudern 2019 ließ sie es sich trotz ihres hohen Alters nicht nehmen, den Pokal nach dem Abrudern selbst zu überreichen – so wie jedes Jahr zuvor.

Im Alter von 94 Jahren ist Trudl Oltmanns am 1. Mai verstorben. Die Mitglieder des Rudervereins werden ihrer gedenken – nicht nur dann, wenn der von ihr gestiftete „Emil-Oltmanns-Gedächtnispreis“ einmal mehr an den erfolgreichsten Nachwuchssportler des RVF übergeben wird.

Bildreihe von Trudl Oltmanns zur 100 Jahrfeier des RVF:

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Nachruf auf die Trainer-Legende des Häfler Rudervereins

Ehrenmitglied Theo Bauner war 45 Jahre Coach der Ruderer in Friedrichshafen. Im Alter von 85 Jahren ist er am 5. April verstorben.

Theo Bauner
Theo Bauner

Theo Bauner war ein Rudertrainer mit Leib und Seele. Als er im Jahr 2000, ausgezeichnet mit der Landesehrennadel, den Schlusspunkt unter seine außergewöhnliche Trainerkarriere setzte, war er bereits 65 – und konnte es dann doch nicht lassen. Wenige Jahre später setzte er sich wieder ins Motorboot, tuckerte neben den Jungen und Mädchen in ihren schlanken Booten her, gab Tipps zur Technik und motivierte die jungen Sportler. Seinen 75. Geburtstag feierte er als ehrenamtlicher Trainer des Bodensee-Oberschwaben-Achters beim ersten Saisonfinale der Ruder-Bundesliga an der Regattastrecke in Krefeld und genoss bei der abendlichen Siegerehrung ein Ständchen von über 1000 Zuschauern.

„Viereinhalb Jahrzehnte lang hat Theo Bauner den Leistungssport im Ruderverein Friedrichshafen mit geprägt“, sagt RVF-Präsident Ingo Schimmelpfennig hochachtungsvoll über seinen einstigen Trainer, der ihn selbst rund zehn Jahre betreut hat. 

Als der gebürtige Franke 1938 an den Bodensee kam, war noch nicht absehbar, dass er sich auf dem Wasser mal am wohlsten fühlen wird. 1951 entdeckte er den Rudersport für sich. 1965, als Otto Hüni Präsident des Rudervereins war, wurde er Co-Trainer von Emil Oltmanns. Tagsüber arbeitete er als Konstrukteur bei ZF, danach war er als RVF-Trainer unterwegs, auch an vielen, vielen Wochenenden. Wie viele junge Menschen er auf einem Stück ihres Lebens begleitet hat, ist nicht in Zahlen zu fassen. Dabei war er für die Jugendlichen weit mehr als nur ein Trainer, der unzählige Abende und Wochenenden mit ihnen verbracht hat. Viele von ihnen hat Theo Bauner in ihrer weiteren persönlichen Entwicklung nachhaltig geprägt.

Auch der Erfolg blieb nicht aus. 1972 wurden seine Schützlinge Martin Knapp und Christoph Moll im Zweier ohne Steuermann nicht nur Deutscher Jugendmeister. Ob dieser Leistung ins Nationalteam berufen, gewannen die beiden Häfler in Mailand die Silbermedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Es war die erste Mannschaft des RVF, die nationales Edelmetall ins Häfler Bootshaus brachte und auch international erfolgreich war. Es waren nicht die letzten Titel und Medaillen, die Theo Bauner mit seinen Sportlern errang.

Der Ruderverein Friedrichshafen wird seinem Ehrenmitglied stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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Ehrenvorsitzender Willi Schacher gestorben

Beim Neujahrsempfang 2015 wurde Ehrenpräsident Willi Schacher ( 3. von links) für seine 60-jährige Mitgliedschaft im RVF geehrt.

Der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Rudervereins Friedrichshafen, Willi Schacher, ist am 17. März im Alter von 92 Jahren verstorben. „Wir alle behalten ihn in Erinnerung als einen engagierten und aktiven Ruderkameraden“, teilt der RVF-Vorsitzende Ingo Schimmelpfennig mit. 

Willi Schacher begann seine berufliche Karriere als technischer Zeichner bei Karl Maybach, dem er als knapp 19-Jähriger nach Frankreich folgte, um im Rahmen von Reparationsleistungen an der Weiterentwicklung des Maybach-Einspitzmotors weiterzuarbeiten. Am Ende seines beruflichen Weges war Willi Schacher langjähriger Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der ZF Friedrichshafen AG. Ein Grund, warum er auch in seiner Zeit als Vorsitzender des Rudervereins von 1984 bis 1997 an vielen wichtigen Projekte in der Stadt vorrangig beteiligt war. Beispielhaft seien die Planung des Graf-Zeppelin-Hauses oder die Vorausplanungen der Uferrenaturierung genannt. 

Willi Schacher war über 65 Jahren Mitglied des Rudervereins und auch als Ruderer sehr aktiv.  Nicht nur auf einer der vielen Wanderfahrten auf dem Hochrhein, den Bayrischen Seen oder auch auf dem Lago Maggiore. Pflichtveranstaltung waren für Willi Schacher über viele Jahre die ZF-Regatten in Passau oder Saarbrücken, bei denen er die Fahnen von Friedrichshafen hochgehalten hat. Legendär waren die Ausfahrten des sogenannten “Schwedi-Vierers” Richtung Langenargen in den 1960er Jahren – mit hohem Kameradschaftsfaktor. Bis ins hohe Alter war Willi Schacher auch noch im Einer regelmässig auf dem Bodensee unterwegs. Als er 1997 das Amt des Vereinsvorsitzenden an seinen Nachfolger Rupert Baur übergab, wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dem RVF hielt er bis zu seinem Ableben die Treue. Der Ruderverein Friedrichshafen wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

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Frühjahrsputz 2020

Arbeitseinsatz im Bootshaus

Hallo liebe RVF-Mitglieder!

Wir wollen unser Bootshaus samt Außenanlage vor dem Anrudern einem Frühjahrsputz unterziehen und wieder so richtig auf Vordermann bringen.

Gute Gelegenheit um für 2020 Arbeitsstunden ableisten zu können.

Termin: Samstag 28.03.2020 ab 9:30

Um rege Teilnahme wird gebeten!

Die Hauswarte Bernd Klein und Robert Welz

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Gabi Welz und Renate Schlag zu Ehrenmitgliedern gewählt

RVF: von links: Gabi Welz, Manuel Strauch, Renate Schlag

Dieses Trio hat allen Grund zum Strahlen: Renate Schlag und Gabi Welz sind zu neuen Ehrenmitgliedern des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) gewählt worden. Das freute auch den Vorsitzenden Manuel Strauch. Der Verein nutze das traditionelle Anrudern, den Saisonstart auf dem Wasser, für die Wahl der neuen Ehrenmitglieder. Schlag und Welz wurden vom Vorstand vorgeschlagen und von den Mitgliedern einstimmig gewählt. Beide engagieren sich seit Jahrzehnten unermüdlich im Verein und haben den Rudersport zu einem wesentlichen Teil ihres Lebens gemacht. Gabi Welz ist seit 57 Jahren Mitglied im RVF. Kaum ein Bereich, in dem sie sich nicht einbrachte: vom Kinderrudern bis zur Ökonomie, die sie über Jahre auch im Vorstand verantwortete.

Renate Schlag ist seit 49 Jahren Mitglied des RVF. Ihr Steckenpferd ist vor allem das Wanderrudern – die Liste der Gewässer, die sie bereits errudert hat, sprengt jeden Rahmen. 32 Jahre lang kümmerte sie sich ums Fahrtenbuch des Vereins – eine große und vor allem wichtige Fleißaufgabe. Renate Schlag war Dreh- und Angelpunkt des Wanderruderns im Verein, pflegte Kontakte zu Verbänden und anderen Vereinen. Den Äquatorpreis des Deutschen Ruderverbands erhielt sie 2009 für 40.077 Kilometer, die für die Fahrtenabzeichen gewertet wurden. Dieser Preis ist auch für Gabi Welz in greifbarer Nähe. Auch der sportliche Ehrgeiz zeichnet beide also gleichermaßen aus.

Die Lobreden auf die jeweils andere hielt im Übrigen die jeweils eine – denn Gabi Welz und Renate Schlag kennen sich seit sehr langer Zeit und haben unzählige Kilometer gemeinsam rudernd verbracht. Das wird sich sicher auch nicht ändern.

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Trauer um Manfred Welz

Ein Ruderverein Friedrichshafen ohne Manfred Welz – das kann sich keiner, der ihn kannte, vorstellen. Welz verstarb am Donnerstag im Alter von 79 Jahren. Der RVF trauert um den Ehrenvorsitzenden, treuen Ruderer, guten Freund und unermüdlichen Ideengeber und -umsetzer. Wenn einer den Beinamen „Mister Ruderverein“ verdient hat, dann er.

Manfred Welz wurde 1951 Mitglied im Ruderverein. Sechs Jahre lang – von 1998 bis 2004 – war er Vorsitzender des Vereins, 2004 wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Als junger Sportler, mit 16 Jahren, war Welz zunächst als Steuermann gefragt – ein Leichtgewicht. Mit 18 Jahren dann startete er als Rennruderer durch. Während seiner Schlosserausbildung in der ZF und auch während des Studiums in Konstanz blieb Manfred Welz seinem Sport und dem Verein treu.

Er durchlief nach seiner Leistungssportler-Karriere alle Positionen im RVF vom Boots- und Materialwart, zum Trainer, Ausbilder und bis hin zum Vorstandsmitglied, wo er sich dem Breitensport widmete.

Von rund 500 Mitgliedern des RVF kannte wohl jeder und jede Einzelne „Manne“, den Ausbilder, Kümmerer, Helfer in allen Lagen. Denn am Bootshaus war er häufig anzutreffen, war er doch nicht nur Viel-Ruderer, sondern zum Beispiel auch „Bauleiter“ im Verein. Bei nahezu allen Baumaßnahmen am Bootshaus war er dabei – planend und anpackend. 1976 wurde Welz das erste Mal in den Vorstand gewählt. 1988 wählten ihn die Mitglieder zum stellvertretenden Vorsitzenden, damit war er für die Verwaltung und die Sachanlagen zuständig. Die Gesamtverantwortung für den Verein übernahm Manfred Welz 1998, als er zum Vorsitzenden gewählt wurde. 2009 erhielt er für seine Verdienste den Sport-Ehrenbrief der Stadt.

Wie vielen Sportlern hat er wohl über all die Jahre das Rudern beigebracht? Wie viele Fragen aus dem Verein und von außerhalb hat er beantwortet? Ein Ruderverein Friedrichshafen ohne Manfred Welz – das kann sich keiner vorstellen.

„Rudern ist ein Sport fürs Leben“, sagte er einmal. Nach diesem Motto hat er gelebt. 2015 erhielt Welz den Äquatorpreis des Deutschen Ruderverbandes für 40.077 registrierte, geruderte Kilometer – einmal um den Äquator also. Tatsächlich gerudert ist Welz in seinem Leben sicher weit mehr, „Schwarzfahrkilometer“ nannte er das immer augenzwinkernd. Seine große Leidenschaft galt in den vergangenen Jahrzehnten dem Wanderrudern – zu lang wäre die Liste der Gewässer, die er errudert hat. Ebenso lang die Liste der Verdienste für den RVF. Manfred Welz stand für den gesunden Ausgleich zwischen Breiten- und Leistungssport. Über jedes Kind, jeden Jugendlichen und jeden Erwachsenen, den er für „seinen“ Rudersport begeistern konnte, freute er sich.

Ein Ruderverein Friedrichshafen ohne Manfred Welz – das kann sich keiner vorstellen. „Einen wie Manfred Welz kann man nicht ersetzen – nicht mal ansatzweise“, sagt Vorsitzender Manuel Strauch. Nachdem Manfred Welz den Vorsitz des RVF abgegeben hatte, sagte sein Nachfolger Rupert J. Baur – heute Ehrenvorsitzender – noch: „Jetzt ist er nicht mehr ‚Mädchen für alles‘, sondern nur noch ‚Mädchen für vieles‘.“ Wie nah „vieles“ an „alles“ sein konnte, davon überzeugten sich wohl sämtliche Ruderer, viele Ansprechpartner bei Verbänden, Stadt und Land, bei Geschäftspartnern und Sponsoren in den vergangenen Jahren. Ein Ruderverein Friedrichshafen ohne Manfred Welz – das kann sich keiner vorstellen.

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Ehrungen beim Jahresempfang

RVF

80 Jahre Mitglied in einem Verein – das ist wirklich eine Seltenheit. Der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) hat bei seinem Jahresempfang treue Mitglieder und fleißige Sportler geehrt. Die höchste Auszeichnung galt Albert Brauchle, der seit sage und schreibe acht Jahrzehnten Mitglied im Ruderverein ist. Er konnte die Ehrung leider nicht persönlich entgegennehmen. Ebenfalls sagenhafte 75 Jahre ist Irmgard Distel im RVF. In ihrer aktiven Zeit in den 1940er Jahren war sie unter anderem Süddeutsche Meisterin. Auch ins Vereinsleben brachte sich Irmgard Distel immer enorm ein und gehörte auch viele Jahre dem Vorstand an.

Auf 60 Jahre bringen es Erhard Küter und Konrad Kaltenbach. Auch schon 50 Jahre dabei ist Thomas Weiler, einer der beiden Trainer der RVF-Rennmannschaft. 40 Jahre im RVF sind Dieter Herrmann, Dieter Endrass und Bernhard Weiss. Für 25 Jahre wurden Tobias Bergmann, Regina Röderer, Irmgard König-Ebe, Gisela Wolpert sowie Anette und Lothar Kramer geehrt. Letzteren nannte Vorsitzender Manuel Strauch bei der Ehrung den zu seiner Zeit „wohl bestqualifizierten Schatzmeister im Deutschen Ruderverband“. Bis 2014 war Lothar Kramer im Vorstand für die Finanzen zuständig.

Für die beste Jahres-Kilometerleistung wurden bei den Erwachsenen Claudia Kiechle und Dietmar Kessler sowie bei den Jugendlichen Lena Wypyrsczyk und Sebastian Knoll ausgezeichnet. Den Emil-Oltmanns-Preis für die beste Regattaleistung 2015 erhielt ebenfalls Sebastian Knoll.

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Anrudern zum Saisonstart – Äquatorpreis für Manfred Welz

RVF

Mit Superlativen geizen die Ruderer generell nicht – besondern nicht beim Saisonstart. Mit dem traditionellen Anrudern hat der Ruderverein Friedrichshafen am Wochenende die Saison eingeläutet und dabei mit beeindruckenden Zahlen geglänzt. Knapp 60 Ruderer verteilt auf 12 Boote vom Einer bis zum Achter trafen sich vor der Schlosskirche und eröffneten das Ruderjahr mit einem dreifachen „Hipp Hipp – Hurra!“, dem traditionellen Rudergruß. Am Bootshaus gab’s dann auch bestaunenswerte Zahlen zu verkünden: 39 Ruderer haben im Ruderjahr 2014 das Fahrtenabzeichen des Deutschen Ruderverbands (DRV) erworben – so viele wie noch nie im RVF. Gleich elf neue Namen standen auf der Liste. Eine ganz besondere Leistung kann sich Manfred Welz auf die Fahnen schreiben: Er hat mit seinem 27. Fahrtenabzeichen die Bedingungen für den Äquatorpreis des DRV erfüllt – er ist quasi einmal um den Erdball gerudert. 40.077 Kilometer werden für die Auszeichnung gefordert. Er ist der dritte Sportler im Verein, der diesen Preis erhält: Als Erste schaffte Renate Schlag 2008 die guten 40.000 Kilometer, Karl-Heinz Schnell tat es ihr vor einem Jahr gleich.

Die Trainer Rolf Kolb und Thomas Weiler stellten zusammen mit Leistungssport-Vorstand Fabian Herrmann die Rennmannschaft vor. Ein gutes Dutzend Rennruderer wird sich in dieser Saison mit der Konkurrenz bei Regatten messen.

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