Guter Start in die Herbstregatten

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Die Rennruderer haben sich bei der Regatta in Bad Waldsee in starker Form gezeigt. Auf dem Stadtsee wurde die Regatta mit internationaler Beteiligung vor der Kulisse der Altstadt ausgerichtet.

Für Lena Wypyrsczyk lief alles optimal: Mit einer Länge Vorsprung gewann sie den offenen Frauen-Einer A und bringt den Wanderpokal mit nach Friedrichshafen. Ein bemerkenswerter Sieg, denn sie konnte im Ziel die Zweite der Landesmeisterschaften hinter sich lassen. Früchte trägt sie Zusammenarbeit der Bodenseevereine: Die Renngemeinschaft RV Neptun Konstanz, Überlinger RC Bodan, RV Friedrichshafen mit Lukas Geisenberger (RVNK), Tobias Handel (RVNK), Fabian Gläser (ÜRC) und Sebastian Knoll (RVF) gewann den Doppelvierer der A-Junioren. Einen weiteren Sieg für den RVF holte Pascal Hagenlocher im Junioren-Einer A der Leichtgewichte. Florentina Knoll, zum zweiten Mal bei einer Regatta am Start, war gleich an beiden Tagen siegreich im Juniorinnen-Einer Leichtgewicht. Ebenfalls noch nicht lange dabei ist David Weinberger. Er war im Skiff an beiden Tagen im Rennen, musste den Gegnern aber noch den Vortritt lassen. Maria Melino war mit dritten Plätzen zwar vorne dabei, konnte aber ihren Erfolg von den Landesmeisterschaften am Wochenende nicht wiederholen.

Im Männer/Frauen-Doppelvierer A Mixed belegten Lena Wypyrsczyk und Sebastian Knoll im Team mit dem RV Neptun Konstanz den vierten Platz. Im Doppelzweier A Mixed waren Wypyrsczyk und Knoll mit einem zweiten Platz sehr gut im Rennen. Nur die Weltmeisterschafts-Teilnehmer aus Stuttgart waren nicht zu bezwingen. Gemeinsam mit Hannes Matt stellte sich Sebastian Knoll im Männer-Doppelzweier A einer harten Konkurrenz. Sie wurden am Samstag Vierte, am Sonntag Sechste. Conrad Paulus und Dominik Debinski mussten sich an beiden Tagen im Junioren-Einer B mit einem Platz im Mittelfeld begnügen. Ebenfalls nicht vorne dabei sein konnten im Leichtgewichts-Junioren-Einer B Laszlo Neumann, Oliver Kling und Oscar Paulus und im Leichtgewichts-Doppelzweier B Oliver Kling und Oscar Paulus.

Die Jüngsten in der Mannschaft sind seit der Seehasenregatta im Juli mit dabei und nun schon im Doppelzweier bei der Regatta am Start. Pia Lehnert und Valerie Keller waren in drei Rennen auf der Strecke und konnten am Samstag sogar ein gegnerisches Boot distanzieren.

In der Vorwoche lief es bei der Regatta in Nürtingen ebenfalls richtig gut. Für vier erste Plätze sorgten Conrad Paulus im Junioren-Einer B, Maria Melino im Leichtgewichts-Einer Mädchen 14 Jahre und Pascal Hagenlocher im Leichtgewichts-Junioren-Einer A, Dominik Debinski und Conrad Paulus gewannen zudem ihr Rennen im Junioren-

Doppelzweier B. Zweite Plätze belegten Dominik Debinski (Junioren-Einer B), Florentina Knoll (Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer B), Laszlo Neumann (Leichtgewichts-Junioren-Einer B), Oscar Paulus und Oliver Kling im Leichtgewichts-Junioren-Doppelzweier B.

Ruderverein hat wieder eine Landesmeisterin

Maria Melino ist Landesmeisterin

RVF: Maria Melino erhält Goldmedaille

Die Serie reißt nicht ab: Das dritte Jahr in Folge hat der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) wieder eine Landesmeisterin. Diesmal sorgte Maria Melino (Jahrgang 2002) für Gold bei den baden-württembergischen Landesmeisterschaften in Breisach am Wochenende. Über 30 Vereine kämpften um die Meistertitel in verschiedenen Alters- und Bootsklassen. Für den Ruderverein Friedrichshafen gingen acht Ruderer an den Start.

Maria Melino startete im Leichtgewichts-Einer Mädchen 14 Jahre. Den Vorlauf konnte sie sich aufgrund von nur vier Meldungen in dieser Bootsklasse sparen. Im Finale setzte sie alles auf eine Karte: Der Blitzstart ist ihr Markenzeichen. Kurz nach dem Start lag sie drei Bootslängen vor den Konkurrentinnen – der Vorsprung schrumpfte allerdings immer mehr. Eine Sekunde vor der Zweitplatzierten schaffte es die Häflerin ins Ziel. 

Sebastian Knoll war diesmal nicht nur im Leichtgewichts-Einer am Start, sondern suchte auch im Einer der Schwergewichte den Vergleich mit der Konkurrenz. Im Rennen der Schwergewichte konnte er sich vom Start weg vom Feld leicht absetzen und eine Führung bis etwa 200 Meter vor dem Ziel verteidigen. Im Endspurt wurde er von den Favoriten abgefangen und gewann eine Bronzemedaille. 

Gute Voraussetzungen für das Rennen im Leichtgewichts-Einer. Es sollte in jedem Fall eine Medaille werden, denn die teilnehmenden Boote hatte er alle schon mal hinter sich gelassen. Bereits 2015 hatte Sebastian Knoll in dieser Klasse die Bronzemedaille errungen. Dieses Jahr hatte er im Finale aber Pech, denn kurz vor Start des Rennens zog er sich am Regattaplatz eine Fußverletzung zu. Mit Schmerzen am Fuß konnte er seine Leistung nicht voll abrufen und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. 

Im Leichtgewichts-Einer der Seniorinnen ging Lena Wypyrsczyk an den Start. Die Klasse U23 gibt es bei den Landesmeisterschaften nicht, somit war ältere und namhafte Konkurrenz am Start. Mit gewohnter Sprintstärke erarbeitete sie sich im Finale vom Start weg eine gute Position. Auf der Strecke musste sie den Favoritinnen die Medaillenränge überlassen und hatte an der Ziellinie einen sehr guten vierten Platz erreicht. Im schweren Doppelzweier der Seniorinnen stellten sich Lena Wypyrsczyk und Leonie Heimpel am Sonntag der Konkurrenz. In dieser Bootsklasse war die Leistungsdichte noch höher. Die Teilnahme am Endlauf wurde ihnen an der Ziellinie um eine halbe Bootslänge verwehrt. Dafür, dass sich beide im ersten Jahr dieser Altersklasse stellen müssen, waren die Distanzen zu den führenden Booten nicht groß.

Dominik Debinski startete im Junior-B-Einer – das erste Mal bei einer Meisterschaft. Im Vorlauf startete er gut in das Rennen und blieb dicht am Feld, konnte er aber am Ende nur einen vierten Platz erreichen und schied aus.Conrad Paulus startete ebenfalls im Junior-B-Einer. Er wählte im Vorlauf etwas zu hohes Tempo und musste die Gegner ziehen lassen. Auch Pascal Hagenlocher schied im Vorlauf (Leichtgewichts-Einer Junioren A) aus. Ebenso Oscar Paulus (Leichtgewichts-Einer Junioren B): Er kam etwas spät und zögerlich ins Rennen hinein. Trotz sauberer Technik im letzten Drittel des Rennens konnte er den Anschluss nicht mehr herstellen und wurde Vierter. Im Junioren-Doppelzweier B wurden Conrad Paulus und Dominik Debinski zwar Dritte im Vorlauf, sie hätten für die Finalteilnahme aber Platz zwei benötigt.

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Vierer läuft sich für Deutsche Meisterschaft warm

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Über 900 junge Ruderer sind in diesem Jahr wieder nach Köln zur Regattabahn in Köln-Fühlingen gekommen. Traditionell wird vier Wochen vor der Deutschen Juniorenmeisterschaft, die dieses Jahr in Essen stattfinden wird, vom Kölner Regattaverband eine überregionale Regatta veranstaltet, die als nationaler Vergleich gesehen werden kann. Hier können sich die besten Nachwuchsruderer Deutschlands noch einmal vor der Meisterschaft messen.

Sebastian Knoll vom Ruderverein Friedrichshafen (RVF) und sein Zweierpartner Tobias Handel vom RV Neptun Konstanz waren direkt vom Trainingslager angereist, um im Doppelzweier und im Doppelvierer in Renngemeinschaft an den Start zu gehen.

Mit einem dritten Platz in ihrem Lauf qualifizierten sich die beiden Ruderer am Sonntag für das B-Finale, in dem die Plätze sieben bis 12 errudert werden. Der Zweier konnte auch am Sonntag trotz wesentlich besserer rudertechnischer Leistung nicht die gewohnte Form abrufen und sie erreichten den vierten Platz in ihrem Lauf, somit im Gesamtvergleich Platz 10.

Besser lief es im Vierer. Die Auswahl aus Baden-Württemberg stand in Konkurrenz mit zwei Booten aus NRW, zwei Booten aus Berlin sowie Niedersachsen und Rheinfelden. Der Vergleich wurde am Samstag in zwei Rennen ausgetragen. Der Vierer ging am Samstag als Zweiter in seinem Lauf mit der zweitschnellsten Zeit durchs Ziel. Am Sonntag wurden die Läufe zusammengefasst. Sieben Vierer wurden gemeinsam gestartet. Das baden-württembergische Boot mit Sebastian Knoll/RV Friedrichshafen, Julian Defillion/RC Nürtingen, Tobias Handel/RV Neptun Konstanz und Moritz Gehring/RV Amiticia Mannheim erruderte sich in einem beherzten Rennen den dritten Platz hinter Berlin und NRW und etablierte sich damit in diesem bundesdeutschen Vergleich im Spitzenbereich.

Die Vierermannschaft unterstrich damit ihre Ambitionen für die Deutsche Meisterschaft in Essen in vier Wochen.

Sebastian Knoll siegt in München

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Es ist  das erste große Kräftemessen der Saison – und das auf der geschichtsträchtigen Olympiaregattastrecke in München-Oberschleißheim. Am Wochenende trafen sich die Rennruder-Junioren der Jahrgänge U17 und U19, um zu sehen, wo sie nach dem Wintertraining und den Frühjahrstests stehen. Mit dabei als einziger Vertreter des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) Sebastian Knoll. Er startete mit seinem Zweierpartner aus Konstanz bzw. seinen Viererpartnern aus Mannheim und Nürtingen.

Die Regattastrecke wurde für die Olympischen Sommerspiele 1972 angelegt und bietet optimale Bedingungen für das hochkarätige internationale Teilnehmerfeld. Neben der namhaften nationalen Konkurrenz waren Athleten aus 15 Ländern und vier Kontinenten angereist. Spannende und aufschlussreiche Rennen konnten ausgetragen werden.

Sebastian Knoll war am Samstag und am Sonntag im Doppelzweier und im Doppelvierer am Start. An beiden Tagen musste bei starkem Gegenwind unter erschwerten Bedingungen gerudert werden. Das Zweierteam Sebastian Knoll und Tobias Handel aus Konstanz war auf diese Bedingungen noch nicht ausreichend eingestellt und so reichte es am Samstag nur für Platz drei. Wenn es auch namhafte Konkurrenz der Boote aus Hamburg und Berlin war, die die Bugspitzen noch vorne hatten, ging das Zweierteam am ersten Tag mit etwas Frust von der Strecke. Sie hatten sich eine bessere Platzierung erhofft. Am Sonntag konnten sich die beiden vom Start weg in Führung setzen. Die Angriffe der bayerischen Boote konnten abgewehrt werden und es gelang ihnen nach einer guten kämpferischen Leistung ein Sieg in ihrem Lauf.

Überraschend gut lief der Doppelvierer. Sebastian Knoll hat einen Platz im Boot, mit dem Baden-Württemberg bei der Internationalen Juniorenregatta vertreten war. Die vier Ruderer aus Nürtingen, Mannheim, Konstanz und Friedrichshafen konnten noch nicht viele gemeinsame Bootskilometer miteinander absolvieren und waren dennoch sehr schnell unterwegs. Mit einem zweiten Platz am Samstag mit weniger als einer Länge hinter dem Vierer aus Berlin waren die Ruderer und ihre Trainer sehr zufrieden. Diese Leistung kann ausgebaut werden bis zur zweiten Regatta vor den deutschen Meisterschaften, der Kölner Juniorenregatta, die in zwei Wochen auf dem Fühlinger See stattfindet.

Der Vierer überraschte trotz wenigen gemeinsamen Trainings mit Platz zwei, zwei Sekunden entfernt vom starken Berliner Boot. Nun geht es in den Pfingstferien nach Breisach ins Trainingslager, um weitere gemeinsame Trainings zu absolvieren, bevor es in zwei Wochen zur Regatta Köln geht.

Drei Siege zum Saisonstart

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Ein toller Start in die noch junge Rudersaison 2016: Sebastian Knoll hat für den Ruderverein Friedrichshafen (RVF) bei der Mannheimer Frühregatta drei Siege geholt. Und auch die anderen Rennruderer zeigten bei diesem wichtigen Leistungstest auf der Langstrecke gute Leistungen. Auf einer Streckenlänge von 1500 Metern erlauben die Mannheimer Ergebnisse einen ersten Vergleich nach dem Wintertraining ermöglicht. Die meisten der namhaften Vereine und Mannschaften aus dem süddeutschen Raum waren mit dabei, auch bei rauer Witterung.

Sebastian Knoll ruderte im ersten Rennen im leichten Einer am Samstag im Zeitvergleich unter zehn gestarteten Booten auf den sechsten Platz. Deutlich besser lief es im Zweier und Vierer. Mit seinem Zweierpartner aus Konstanz war Sebastian Knoll zwei Mal mit über einer Länge Vorsprung vor den Verfolgern im Ziel.

Im Trainingslager an Ostern wurde ein Vierer mit zwei Ruderern aus Nürtingen und Mannheim getestet. Routiniert gingen die jungen Sportler das Projekt an, der Vierer siegte mit drei Längen Vorsprung vor der bayerischen Konkurrenz. Der nächste Test für die Mannschaften wird in München ausgetragen bei der Internationalen Juniorenregatta in Oberschleißheim auf der ehemaligen Olympiastrecke.

Lena Wypyrsczyk landete an beiden Renntagen mit einer guten kämpferischen Leistung jeweils auf dem zweiten Platz. Leonie Heimpel hatte am Sonntag einen sehr guten Lauf und wurde knapp Dritte. Im bewährten Doppelzweier wurden die beiden Ruderinnen am Samstag und Sonntag Zweite.

 Für Dominik Debinski und Conrad Paulus war die Mannheimer Regatta eine Generalprobe: die ersten Rennen der beiden zusammen im Doppelzweier. Der ein Jahr jüngere Conrad fuhr auch seine ersten beiden Rennen als Schlagmann. Mit zwei soliden vierten Plätzen an Samstag und Sonntag gegen sehr erfahrene Mannschaften zeigten sie eine sehr gute Teamleistung.

Pascal Hagenlocher startet diese Saison erstmal als Junior-A im leichten Einer. Am Samstag machte ihm der starke Schiebewind nach dem Start zu schaffen. Zwar konnte er die Kursprobleme nach etwa 300 Metern unter Kontrolle bringen. Es war aber nur ein fünfter Platz drin. Am Sonntag lief es vom Start weg deutlich besser, Pascal konnte zeitweise sogar um Rang zwei kämpfen. Ein solider vierter Platz war die Belohnung.

16 Siege: Der Herbst startet gut

Der Herbst läuft für die Rennruderer des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) hervorragend: An den vergangenen beiden Wochenenden holten die Sportler insgesamt 16 Siege bei den Regatten in Nürtingen und Bad Waldsee. Am erfolgreichsten waren Sebastian Knoll und Julia Hueber, beide legten in verschiedenen Bootsklassen je sechsmal am Siegersteg an. Schon in Nürtingen stachen Leonie Heimpel und Sebastian Knoll im Doppelzweier mixed heraus. Die beiden mussten sich nur knapp dem Boot der Stuttgarter RG geschlagen geben – und die Sieger waren schon erfolgreich bei Weltmeisterschaften unterwegs. In Bad Waldsee eine Woche später entscheiden Heimpel und Knoll beiden dann das Rennen für sich und ließen im Endspurt die Konkurrenz aus Radolfzell, Bregenz und Marbach hinter sich.

Rolf Kolb, Trainer der Häfler Ruderer, ging in Nürtingen selbst an den Start und wurde zweimal Dritter. „Das ist sicher motivierend für die Sportler, wenn der Trainer sich selber ins Boot setzt und bei der Konkurrenz noch mithalten kann“, sagte Thomas Weiler, ebenfalls Häfler Trainer, anerkennend.

Dominik Debinski, Laszlo Neumann und Pascal Hagenlocher konzentrierten sich in Nürtingen und Bad Waldsee auf den Einer. Um bei den Junioren B vorne mitzufahren, reichte es zwar nicht ganz. Sie konnten sich aber solide im Mittelfeld platzieren. Hervorragende Leistungen im Junioren-Einer B zeigte Henri Hornung. Insgesamt drei Siege in Nürtingen und Waldsee in dieser Bootsklasse in der Leistungsklasse 1 gehen auf sein Konto. Nicolas Rudert startete im bei den 17- und 18-jährigen Junioren im Einer, wo es von Rennen zu Rennen immer besser lief. In Bad Waldsee konnte er am Sonntag sogar einen sehr starken zweiten Platz erzielen. Auch Conrad Paulus setzt im Herbst ganz auf den Einer. Bei den 14-jährigen Jungen in der ambitionierten Leistungsklasse 1 konnte er auf dem Stadtsee in Bad Waldsee einen starken zweiten und dritten Platz verbuchen. Sein Bruder Oscar Paulus fährt seit kurzem mit Oliver Kling im Doppelzweier. In der Leichtgewichtsklasse der 14-jährigen Jungen erreichten sie einen dritten und einen vierten Platz. Für die kommende Saison darf man gespannt sein. Maria Melino konnte mit Ihrer Partnerin Julia Hueber sowohl am Samstag als auch am Sonntag den Doppelzweier der 13- und 14-jährigen Mädchen gewinnen. Im leichten Mädchen-Einer fuhr Maria an beiden Tagen auf den dritten Platz.

In den kommenden Wochen stehen noch einige Regatten im Häfler Rennruder-Kalender. Bei diesem Start in den Herbst darf man gespannt sein.

RVF: Es läuft bei den Herbstregatten (hinten, von links): Trainer Rolf Kolb, Conrad Paulus, Sebastian Knoll, Leonie Heimpel; vorne von links Julia Hueber, Maria Melino, Oscar Paulus, Nicolas Rudert, Laszlo Neumann und Henri Hornung.

Bronze bei deutscher Meisterschaft und 14 Siege in Marbach

Was für ein Herbst! Die hervorragenden Leistungen der Friedrichshafener Ruderer gehen weiter: Bei der Regatta in Marbach holten die Häfler 14 Siege, eine Woche später erkämpften sich Leonie Heimpel und Lena Wypyrsczyk bei der Deutschen Sprintmeisterschaft in Wiesbaden eine Bronzemedaille. Im Juniorinnen-Doppelzweier A sind die beiden derzeit nicht zu stoppen. In Marbach holten sie zwei Siege und stimmten sich so auf die Deutsche Sprintmeisterschaft eine Woche später in Wiesbaden ein. Auch im Frauen-Doppelzweier B holten die Ruderinnen sich an beiden Renntagen jeweils Platz eins. Die perfekte Einstimmung also auf die Rennen in Wiesbaden.

Die deutsche Sprintmeisterschaft fand im Schiersteiner Hafen am Rhein statt und wurde vom Ruderclub Wiesbaden ausgerichtet. 12 Mannschaften waren gemeldet für den Juniorinnen-A-Doppelzweier. Als Vorlauf-Zweite konnten sich Lena Wypyrsczyk und Leonie Heimpel am Samstag direkt fürs Halbfinale qualifizieren und mussten nicht in den Hoffnungslauf. Das Halbfinale gewannen sie, die Finalteilnahme war gesichert. In einem packenden Finale lieferten sich alle Boote einen harten Bord-an-Bord-Kampf.

Mit einer hervorragenden Mannschaftsleistung hatte sich das Boot des Rudervereins Friedrichshafen für den Endspurt eine gute Position errudert. Nur ein Boot aus Waltrop hatte nach der ersten Streckenhälfte leichte Vorteile und war etwa zwei Meter in Führung. Im Kampf um die Medaillen gaben Wypyrsczyk und Heimpel bis zum letzten Schlag alles und steigerten mit sauberer Wasserarbeit die sehr hohe Schlagzahl noch einmal. Im Fotofinish waren es im Ziel gerade mal zwei Hundertstelsekunden Abstand zur Silbermedaille, die an den RV Waltrop ging. Gold holte sich ebenfalls der RV Waltrop mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung vor dem Ruderverein Friedrichshafen. Die Sprintstärke der Häflerinnen ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass im erstplatzierten Boot eine Ruderin und im viertplatzierten Boot zwei Ruderinnen saßen, die dieses Jahr in Rio de Janeiro Junioren-Weltmeisterinnen geworden sind. Die beiden Sportlerinnen und ihr Trainer Thomas Weiler freuen sich riesig über die Bronzemedaille: „Das ist ein toller Erfolg, dafür hat sich das harte Training gelohnt“, sagt Weiler.

Julia Hueber setzte auch in Marbach ihre Siegesserie fort: Inzwischen ist sie im sechsten Rennen im Mädchen-Einer 14 Jahre ungeschlagen. In Marbach legte sie zweimal am Siegersteg an. Dasselbe gilt für den Doppelzweier mit Julia Hueber und Maria Melino: Wie schon an den Rennwochenenden zuvor holten sich die beiden auch in Marbach zwei Siege. Seinen ersten Sieg im Leichtgewichts-Einer Jungen 14 Jahre holte Oliver Kling – entsprechend groß war die Freude. Conrad Paulus gewann sein Rennen im „schweren“ Einer Jungen 14 Jahre. Bei Lena Wypyrsczyk lief es im Leichtgewichts-Einer der A-Juniorinnen bestens, auch hier hieß es zweimal Platz eins. Einen weiteren Sieg holte sie mit ihrer Partnerin Jo-Ann Feimer aus Lauffen im Leichtgewichts-Doppelzweier der Juniorinnen A. Im Mixed-Doppelzweier A ließen Leonie Heimpel und Sebastian Knoll die Konkurrenz hinter sich.

Auch über die ersten Plätze hinaus zeigten die Häfler in Marbach gute Leistungen – so holten sie in 33 Rennen allein zehn zweite Plätze. Lediglich in zwei Rennen konnten die Ruderer nicht unter den ersten Drei landen. Ein recht frisches Duo bilden Nicolas Rudert und Pascal Hagenlocher im Junioren-Doppelzweier A. Pascal ist ein Jahr jünger als sein Doppelpartner. Ein zweiter und ein dritter Platz in Marbach zeigen allerdings, dass dieses Experiment in die richtige Richtung gehen könnte, wie Trainer Rolf Kolb bilanziert.

RVF: Die erfolgreiche Mannschaft der Regatta in Marbach (von links): Conrad Paulus, Sebastian Knoll, Leonie Heimpel, Lorenz Maurer, Lena Wypyrsczyk, Pascal Hagenlocher, Maria Melino, Nicolas Rudert, Oliver Kling und Oscar Paulus.
RVF: Leonie Heimpel (rechts) Lena Wypyrsczyk (Zweite von rechts) bei der Siegerehrung der Deutschen Sprintmeisterschaft.

Häfler Ruderer holen vier Goldmedaillen in Breisach

Drei Mal Gold, einmal Silber, einmal Bronze: Die Ausbeute der Rennruderer des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) bei den Landesmeisterschaften Baden-Württemberg am Wochenende kann sich sehen lassen. Die Meisterschafts-Ruderregatta des Bundeslandes Baden-Württemberg wird auf beim gestauten Rhein in Breisach auf der 1000-Meter-Strecke ausgetragen. Die Trainer Thomas Weiler und Rolf Kolb sind mehr als zufrieden mit dem Wochenende. „Drei Goldmedaillen sind eine Wahnsinns-Bilanz“, sagt Weiler. „Auf die starken Leistungen können wir weiter aufbauen“, ergänzt Kolb.

Eine Teilverteidigung mit Sahnehäubchen gelang Leonie Heimpel und Lena Wypyrsczyk. Im Vorjahr hatten die beiden die Meisterschaft bei den Leichtgewichten im Doppelzweier gewonnen. Dieses Jahr gelang ihnen der Sieg bei den „Schweren“ im Juniorinnen-A-Doppelzweier. Nach einem starken Start mussten sie die Führung auf halber Strecke abgeben, überholten ihre Gegnerinnen aber im Endspurt wieder. Entsprechend groß war die Freude bei den beiden Sportlerinnen und ihrem Trainer Thomas Weiler.

Das zweite Gold holten Maria Melino und Julia Hueber im Doppelzweier 13/14 Jahre, trainiert von Rolf Kolb. Schon in den Vorläufen waren sie das stärkste Team. Im Finale setzen sich die beiden schon im ersten Streckenviertel weit vor das Verfolgerfeld. Mit vier Bootslängen Vorsprung kamen sie ins Ziel. Maria Melino legte auch im Mädchen-Einer Leichtgewicht (13 Jahre) ein perfektes Rennen hin: Ein Blitzstart brachte sie auf den ersten Metern vor die Boote aus Eberbach und Stuttgart. Mit sehr hoher Schlagzahl gelang es ihr, immer mehr Wasser zwischen sich und die Verfolgerinnen zu bekommen. Mit mehr als zwei Längen Vorsprung ging sie über die Ziellinie und sicherte damit den dritten Titel.

Julia Hueber landete in ihrem Einer-Rennen (Mädchen 14 Jahre) nur ganz knapp auf Platz zwei, bis 750 Meter führte sie das Feld sogar an. Auf dem vierten Platz landeten im Doppelzweier Junioren B Henri Hornung und Sebastian Knoll. Für Bronze im Fotofinish reichte es in Sebastian Knolls Einer-Rennen (Leichtgewicht Junioren A). Im Anschluss an das siegreiche Rennen im Doppelzweier ging Lena Wypyrsczyk im Einer (Leichtgewicht Juniorinnen A) an den Start. Sie hatte sich am Vormittag über den Vorlauf für das Finale qualifiziert. Sie kam gut vom Start weg, konnte aber in die Medaillen-Ränge nicht mehr eingreifen und wurde im Ziel Fünfte. Ebenfalls auf Rang fünf landete Leonie Heimpel im Juniorinnen-A-Einer im Vorlauf und verpasste damit das Finale.

Conrad Paulus ging zum ersten Mal bei einer großen Regatta im Einer an den Start (Jungen 14 Jahre). Mit beherztem Start schob er sich auf den ersten Metern auf den dritten Rang, der zum Einzug ins Finale notwendig war. Doch das Tempo des Ruderers aus Heidelberg konnte er nicht mitgehen, landete auf dem undankbaren vierten Platz und schied aus. Ebenso erging es Henri Hornung und Nick Brindle Im Leichtgewichts-Einer der Junioren B. Beide wurden in ihren Vorläufen jeweils Vierte und schieden aus. Besonders bitter für Henri Hornung: In den anderen drei Vorläufen wäre er weiter gewesen.

Im Jungen-Doppelzweier 14 Jahre gingen die Zwillinge Conrad und Oscar Paulus an den Start. Trotz technischer Schwierigkeiten kämpften sie um den Anschluss an ein sehr starkes Gegnerfeld. Leider reichte es nicht für einen Einzug ins Finale.

Schon am Freitag wurde die baden-württembergische Ausscheidung für die Nominierung nach Berlin beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ ausgetragen. Im Junioren-Gig-Doppelvierer mit Steuermann (15 – 17 Jahre) gingen für das Karl-Maybach-Gymnasium Friedrichshafen an den Start: Sebastian Knoll, Henri Hornung, Nick Brindle, Pascal Hagenlocher und Steuermann Laszlo Neumann an den Start. Im Ziel hatten die Häfler nur eine knappe Länge Rückstand hinter dem Boot vom Bismarck-Gymnasium Karlsruhe, in dem zwei Bronze-Medaillen-Gewinner der Deutschen Junioren-Meisterschaften saßen.

RVF: Freuen sich über die vielen Erfolge in Breisach (von links): Pascal Hagenlocher, Laszlo Neumann, Conrad Paulus, Oscar Paulus, Henri Hornung, Maria Melino, Nick Brindle, Leonie Heimpel, Lena Wypyrsczyk, Dominik Debinski und Sebastian Knoll.

Maria Melino und Julia Hueber beim Bundeswettbewerb in Hürth

Mit zwei Ruderinnen war der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) am Wochenende beim Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen in Hürth auf dem Otto-Maigler-See vertreten. Der Wettbewerb war geprägt von den enorm hohen Temperaturen – bis zu 40 Grad zeigte das Thermometer. Mehr als 1000 Ruderer nahmen am Bundeswettbewerb teil. Wegen der Hitze starteten die Rennen morgens bereits um 8 Uhr, die Langstrecke wurde auf 2000 Meter verkürzt.

Der Bundeswettbewerb verläuft in einem anderen Modus als die gewohnte Regatten. Am zweiten Tag stehen Zusatzwettbewerbe auf dem Programm. Der allgemeinathletische Wettkampf fließt in die Gesamtwertung des Bundeswettbewerbs ein. Auch hier wurde der Hitze Tribut gezollt: Die Veranstalter strichen eine Disziplin aus dem Programm. Am letzten Tag des Bundeswettbewerbes stand die Bundesregatta an. Im direkten Vergleich traten die Ruderer auf 1000 Metern gegeneinander an.

Für den RVF gingen Maria Melino (2002) und Julia Hueber (2001) an den Start. Maria Melino fuhr im Leichtgewichts-Einer Mädchen 13 Jahre auf der Langstrecke auf Platz 16, im Zusatzwettbewerb holte sie sich mit dem zweiten Platz eine Medaille. Bei der Bundesregatta schaffte sie Platz eins im dritten gesetzten Lauf und damit eine weitere Medaille. Julia Hueber fuhr im Mädchen-Einer der 14-Jährigen. Sie ging auf der Langstrecke als Neunte durchs Ziel, bei der Bundesregatta schaffte sie Rang zwei und damit eine Medaille. Auch im Zusatzwettbewerb wurde es ein zweiter Platz.

RVF: Julia Hueber freut sich über ihre Medaille.
RVF: Maria Melino freut sich über ihre Medaille.

Vierter Platz bei DJM

Mit vier Ruderern ist der RV Friedrichshafen am Wochenende bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen an den Start gegangen. In 60 verschiedenen Alters- und Bootsklassen werden Medaillengewinner ermittelt. Die deutschen Juniorenmeisterschaften sind für die Ruderer der Höhepunkt der Wettkampfsaison auf nationaler Ebene.

Für den RVF gingen in Köln Leonie Heimpel, Lena Wypyrsczyk, Sebastian Knoll und Henri Hornung an den Start. Das beste Ergebnis des Wochenendes erzielte Henri Hornung mit einem sehr guten vierten Platz in der Klasse Leichtgewichts-Doppelvierer mit Steuermann Junioren B in Renngemeinschaft mit Rheinfelden, Radolfzell und Konstanz. In einem starken Vorlauf fuhr das Boot auf Platz zwei, im Halbfinale sicherten sich die Vier mit Steuerfrau dann den Platz im A-Finale. Im Finale lag das Renngemeinschafts-Boot vom Start weg bis zur 1000-Marke an fünfter Position. Auf den letzten 500 Metern wollten alle sechs Boote auf die greifbar nahen Medaillenplätze fahren. Im Endspurt konnten die Jungs vom Bodensee/ Hochrhein mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung noch am Hamburger Boot vorbeiziehen und eine hervorragenden vierten Platz erreichen.

Lena Wypyrsczyk ging im Leichtgewichts-Doppelzweier Juniorinnen A mit Jo Ann Feimer vom Lauffener RC Neckar an den Start. Im B-Finale schonten die beiden ihre Kräfte, denn sie hatten noch das Viererrennen vor sich. Am Ende reichte es für Platz drei im kleinen Finale. Die am Start liegenden Boote hatten sie in den Vorläufen und Hoffnungsläufen bereits alle geschlagen. Zudem fuhr Lena im Leichtgewichts-Doppelvierer Juniorinnen A, eine Renngemeinschaft mit dem Lauffener RC Neckar (Jo Ann Feimer), dem Tübinger Ruderverein Fidelia (Pauline Reichert) und der Rudergesellschaft Lahnstein (Inga Schwietring). Die beiden Doppelzweier Lauffen/Friedrichshafen und Tübingen/Lahnstein hatten nur dreimal Gelegenheit, zusammen zu trainieren. Die routinierten Ruderinnen wollten sehen, ob sie dennoch hier ins Geschehen eingreifen können. Sie konnten mit einem guten Start ins Rennen gehen. Nach der Hälfte der Strecke war schienen die Medaillenplätze jedoch bereits vergeben. Sie kamen als sechste ins Ziel.

Leonie Heimpel startete im Doppelvierer Juniorinnen A. Die Renngemeinschaft Friedrichshafen/Nürtingen/Radolfzell hatte sich erst an Pfingsten zusammengefunden. Die vier Ruderinnen konnten in Sarnen die Rennen für sich entscheiden. Vom Start weg mussten sie mit einer Luftkastenlänge Rückstand ins Rennen gehen. Bis zur Mitte der Strecke hielten sie den Anschluss ans Feld noch. Am Ende wurde es auch hier Platz sechs.
Sebastian Knoll im Leichtgewicht-Doppelzweier Junioren A fuhr mit Tobias Handel von Neptun Konstanz. Das Boot lief im Hoffnungslauf nicht optimal, somit reichte es auch für diesen Zweier nur fürs B-Finale. Im B-Finale am Sonntag reichte es für Platz vier und damit Platz zehn in der Gesamtwertung.

RVF: Am Start: Das zweite Boot von vorne ist die Renngemeinschaft Radolfzell/Friedrichshafen/Konstanz/Rheinfelden. Im Boot sitzen (von links) Steuerfrau Luise Frey (Radolfzell), Julian Maier (Radolfzell), Henri Hornung (Friedrichshafen), Timo Nagel (Konstanz) und Max Behringer (Radolfzell).