Nachwuchteam in Nürtingen erfolgreich

Sehr eng geht’s immer her bei der Regatta in Nürtingen.  Wenig Platz auf dem Neckar, wenn alle 3 Minuten ein Rennen vorbeikommt, schmale steile Rampen zu einem wackligen Behelfssteg, da muss man wachsam sein und sich gegenseitig helfen. Die C-Junioren des Rudervereins Friedrichshafen erlebten am ersten Oktoberwochenende ihre zweite Regatta und ließen sich da nicht irritieren.

Die C-Junioren Emil Hofmann, Jonah Homering, Aaron Kernmaier, Elsa Winkler und Lilian Blinka konnten die Regattasaison mit vier Siegen und sechs zweiten Plätzen beenden.

Für die A-Junioren war Fabian Kullmann mit einem Sieg und guten zweiten Plätzen mit dabei. Bei drei Rennen ist er auch den Schritt in die Seniorenklasse gegangen.

Weitere Ergebnisse:

Mädchen-Doppelzweier, Leistungsgruppe III

Elsa Winkler und Lilian Blinka konnten am Samstag ihr Rennen in der Leistungsgruppe III mit deutlichem Abstand gewinnen.
Am Sonntag konnten sie ihre Zeit in der Leistungsgruppe III um über 9 Sekunden verbessern, aber auch die Gegnerinnen aus Breisach hatten sich mehr vorgenommen und konnten das Rennen an diesem Tag für sich entscheiden. Platz 2 für Elsa und Lilian.

Samstag und Sonntag erreichten sie in weiteren Rennen der Leichtgewichtsklasse den 3. Platz.

Mädchen-Einer 11+12 Jahre, Leistungsgruppe III

Lilian Blinka lag am Samstag beim Zieleinlauf nur einen Luftkasten hinter der zweitplatzierten Konkurrentin aus Stuttgart. Auch am Sonntag war wieder die Stuttgarterin stärker, Lilian wurde auch in diesem Rennen Dritte.

Jungen-Doppelzweier 13-14 Jahre, Leistungsgruppe II

Am Samstag mussten sich Emil Hofmann und Jonah Homering im Doppelzweier noch dem Boot aus Heidelberg geschlagen geben und erreichten im 4-Boote-Feld den 2. Platz mit einer Länge Rückstand.
Für den Sonntag hatten sie sich mehr vorgenommen und konnten sich deutlich steigern. Mit 3 Zentel Sekunden Vorsprung gingen sie vor den Heidelbergern durchs Ziel und wurden mit einem 1. Platz belohnt.
Auch über alle Läufe hinweg gesehen war dieser Sieg ein sehr gutes Ergebnis. Einschließlich Leistungsgruppe I, fuhren Emil und Jonah ihr Rennen unter 21 Booten in dieser Konkurrenz in der siebtschnellsten Zeit.

Jungen-Einer 14 Jahre

Insgesamt 28 Einer der 14-jährigen waren gemeldet. Die Rennen waren auf den vorhandenen 4 Startbahnen zu absolvieren. Emil Hofmann war mit seinen Durchgangszeiten im Mittelfeld aller 14-jährigen gut mit dabei. Am Samstag war es noch Platz 2 in seinem Lauf hinter Heidelberg und am Sonntag konnte Emil sein Rennen mit einer Länge Vorsprung vor dem Boot des Tübinger Rudervereins gewinnen.

Jungen-Einer 13 Jahre

Zwei Sportler des RVF waren am Start in dieser Altersklasse in verschiedenen Rennen.

Aaron Kernmaier erkämpfte sich an beiden Tagen in der Leistungsgruppe III mit einer guten Länge Rückstand einen 2. Platz.

Jonah Homering erreichte in seiner Altersklasse im Einer in der Leistungsgruppe II am Samstag den 2. Platz hinter der Mannheimer RG Baden. Am Sonntag konnte er sich deutlich steigern, seinen Lauf gewinnen und am Siegersteg die Medaille und das begehrte T-Shirt der Nürtinger Regatta in Empfang nehmen. Über alle Läufe hinweg, einschließlich Leistungsgruppe I, fuhr Jonah am Sonntag bei 14 Einern in dieser Altersklasse in der viertschnellsten Zeit.

Junioren A

Fabian Kullmann war am Samstag in Renngemeinschaft mit der RG Waiblingen am Start. In einem spannenden Rennen konnten sie den Ludwigshafener Ruderverein nicht schlagen, waren am Ende eine knappe Bootslänge nach ihnen im Ziel und belegten den zweiten Platz.

Am Sonntag war Fabian Kullmann ebenfalls mit der RG Waiblingen am Start im Senioren A Doppelvierer der Männer, Leistungsgruppe I. In einem Bord an Bord Kampf ruderten 4 Boote über die Regattastrecke, spannend bis ins Ziel. Am Ende hatten die Ulmer den Bugball vorne und ruderten eine halbe Länge vor der Renngemeinschaft RV Friedrichshafen/ RG Waiblingen durchs Ziel. Die Boote aus Breisach und Lauffen belegten Rang 3 und Rang 4.

Text und Bilder: Thomas Weiler

Häfler Ruderer erfolgreich bei der Waldseer Regatta

Im vergangenen Jahr wurde bei der Waldseer Regatta noch Glühwein ausgeschenkt, in diesem Jahr zeigte sich der Herbst wieder von seiner angenehmen Seite: Ideale Wasserbedingungen und spätsommerliches Wetter sorgten für ein gelungenes Regattawochenende auf dem Stadtsee. Neben den Ruderern kamen auch die Zuschauer auf ihre Kosten.

Das oberschwäbische Herbsthighlight wurde durch die Teilnahme zahlreicher Schweizer Vereine bereichert, auch die Bregenzer waren am Start. Für den Ruderverein Friedrichshafen (RVF) gingen neben drei A-Junioren auch sechs Regattaneulinge an den Start. Trainer Thomas Weiler hatte die Nachwuchsruderer auf ihren ersten Wettkampf vorbereitet.

Besonders der jüngste RVF-Nachwuchs überzeugte mit beachtlichen Platzierungen. Jonah Homering gewann an beiden Tagen den Jungeneiner der 13-Jährigen mit großem Vorsprung. Im Doppelzweier der 13-Jährigen belegten Aaron Kernmaier und Ishaan Parki ebenfalls an beiden Tagen den zweiten Platz. Am Sonntag fehlte dabei nur eine Nasenspitze zum Sieg.

Emil Hofmann, Lilian Blinka und Elsa Winkler erreichten in ihren Einerrennen jeweils mittlere Platzierungen. Für die junge RVF-Mannschaft geht es Anfang Oktober bereits zur nächsten Regatta nach Nürtingen.

Auch im Doppelvierer waren die Häfler erfolgreich. Linus Kilches, Felix Strauch und Fabian Kullmann gingen erneut gemeinsam mit Moritz Baumann aus Waiblingen an den Start. Am Samstag gewann das Boot sein Rennen deutlich. Am Sonntag reichte es zu Platz zwei hinter dem starken Boot aus Ulm.

Für eine besondere Premiere sorgten die Häfler Ruderer im Achter. Lange hatte es keine Mannschaft des RVF mehr in dieser Bootsklasse gegeben. Gemeinsam mit Ruderern aus Ulm, Waiblingen und Waldshut gingen die Häfler an den Start. Viel Zeit zum Einrudern blieb vor dem Rennen nicht. Dennoch gelang es der Steuerfrau aus Waiblingen, das Boot mit viel Einsatz über den Stadtsee zu peitschen. Mit einer Bootslänge Vorsprung vor dem Boot aus Schleißheim sicherte sich die Mannschaft den Sieg. Entsprechend groß war die Freude bei der anschließenden Siegerehrung.

Felix Strauch überzeugte zudem im Leichtgewichtseiner und siegte an beiden Regattatagen souverän. Linus Kilches und Fabian Kullmann gingen außerdem sowohl im Einer als auch im Doppelzweier an den Start. Mit mittleren Platzierungen an beiden Tagen konnten sie sich in der Junioren-A-Klasse gegen die starke Konkurrenz behaupten.

Damit blickt der RVF auf ein erfolgreiches Regattawochenende in Bad Waldsee zurück – und für den jüngeren Nachwuchs steht mit Nürtingen bereits die nächste Herausforderung bevor.

Text: B. Strauch/ Bilder: T. Weiler

Waldsee mit Wind, Wellen und Glühwein

Wenn auf einer Ruderregatta Glühwein angeboten wird, handelt es sich auf dem Wasser wohl neuerdings um „Wintersport“. So geschehen am 4.und 5. Oktober auf unserer Sprint-Heimstrecke in Bad Waldsee. Kälte, Regen und Windböen bis 55 km/h begleiteten die Aktiven und Zuschauer über das gesamte Wochenende. Der sehr unangenehme Seitenwind war für viele der größere Gegner als die Boote auf den Nebenbahnen.

Demzufolge sind auch die Ergebnisse unter Vorbehalt zu bewerten, denn es gab deutliche Unterschiede in den Wasserbedingungen zwischen den Startbahnen.

Nichtsdestotrotz konnte das RVF-Team mit fünf Siegen, neun zweiten und sieben dritten Plätzen die punkten. Insgesamt zeigten die Leistungen, dass unser Rennteam auch auf der 500m-Sprintstrecke vorne mitmischen kann und immer für spannende Rennen sorgt.

Beide Rennen im Zweier ohne Steuerfrau der Juniorinnen-A gewannen Leni Gerth und Allysa Rauber, unsere diesjährigen deutsche Vize-Meisterinnen, jeweils souverän mit mehreren Bootslängen Vorsprung. Mit zwei zweiten Plätzen im Doppelzweier zeigten sie zusätzlich ihre ruderische Vielseitigkeit.

Siegreich waren auch unsere A-Junioren Linus Kilches und Fabian Kullmann, die jeweils ein Einerrennen und zusammen ein Doppelzweier-Rennen dieser Altersklasse gewinnen konnten, immer in technischer Sauberkeit und eindrucksvollem Kampfgeist.

Ebenfalls auf den vorderen Rängen zwei und drei landeten Joona Knievel und Jan Blinka im Einer und Doppelzweier. Unsere ehemaligen Leichtgewichte haben damit einen überraschend guten Einstand bei den „Schweren“ hingelegt.

Ebenfalls aus dem Leichtgewichtsbereich kommt Felix Strauch, der eine Renngemeinschaft mit Breisach getestet hat. Mit nur einer Trainingseinheit am Freitag zeigten die beiden DM-Finalisten (Platz drei und fünf) bei ihren ersten Starts im schweren Doppelzweier schon ihre technische Fertigkeit und wollen die Zusammenarbeit nun in den Herbstferien vertiefen.

Last but not least hat unser „Ruderfloh“ Hanna Arvaj mit einem zweiten und dritten Platz das Häfler Ergebnis abgerundet.

Das diesjährige „Oberschwaben-Derby“ in Waldsee bedeutete für unsere beiden Jungtrainer Oscar und Conrad Paulus den Abschied aus dem doch manchmal doch sehr aufwendigen Trainerjob. Jetzt gilt es zunächst, sich unter den aktuellen Umständen im Ressort Leistungssport neu zu sortieren, um unseren aufstrebenden Aktiven weiterhin erfolgversprechende Bedingungen zu bieten – und vielleicht sind die „Paulusbrüder“ dann mit geringerem Aufwand wieder mit im Boot.

Text: Bernhard Strauch/ Bilder: Oscar Paulus

Respektables Ergebnis für Juniorenvierer bei der DJM

Der absolute Saisonhöhepunkt für unseren „Bodenseevierer“ mit drei Häflern und dem Konstanzer Laslo Seeliger an Bord war die Teilnahme an der Deutschen Junioren-Meisterschaft der U 17-Klasse auf dem Baldeneysee in Essen. Unsere Youngsters  Henri Morgenbesser, Linus Kilches und Schlagmann Felix Strauch mit ihrer Steuerfrau Hanna Arvaj sowie Seeliger vom Neptun Konstanz fieberten dem saisonhöhepunkt seit Wochen entgegen. Bei einem Vorbereitungswochenende in Niffer im Elsass auf dem Rhein-Rhone-Kanal wurde der letzte Schliff erarbeitet. 

Zwei Aspekte gehören zur Verantwortung eines Trainers, junge Ruderer zu solch einem Großereignis zu melden. Der Leistungsstand nach monatelangem Training mit der Frage der Konkurrenzfähigkeit und der Lerneffekt einer Meisterschaft mit ihren mentalen Anforderungen über die gesamten vier Tage mit evtl. täglichem Rennen. Nachdem unser Team als 15-jährige dem jüngeren Jahrgang der Junior-B-Klasse (15/16 Jahre) angehört, waren alle Beteiligten auf das Abschneiden gespannt.

Traditionell sehr stark im Junioren-Leichtgewichtsrudern sind die Großstadtzentren Berlin und Hamburg sowie das gesamte Ruhrgebiet, das durch die zentrale Lage in Essen besonders zahlreich vertreten war.

Unser Team kam bereits im Vorlauf richtig in Fahrt und qualifizierte sich mit dem dritten Platz direkt fürs Halbfinale, das unter den letzten zwölf Teilnehmern ausgetragen wird. Damit sparte sich das team den Hoffnungslauf – der Kopf war frei für das Kommende. Im Halbfinale erreichen jeweils die ersten drei Boote das Finale A, die Platze 4 bis 6 fahren im Finale B. Nach einem vor allem wieder technisch gut gerudertem Rennen war es dann der vierte Platz, der ins Finale B führte. Schon das ein Erfolg für unser junges Team. Der Zeitvergleich zeigte das Boot aus Esslingen/Stuttgart (allesamt ein Jahr älter) als stärksten Konkurrent im Finale B.

Am Sonntagnachmittag dann vor voller Zuschauertribüne der Finallauf. Vom Start weg führte unser Boot mit knappem Vorsprung im „Spätzle-Derby“ vor Stuttgart/Esslingen und musste sich erst auf den letzten Metern knapp geschlagen geben. Waren die Jungs im ersten Moment etwas enttäuscht, freuten sie sich wenig später über ihr respektables Abschneiden im gesamten Teilnehmerfeld. Als 15-Jährige einen achten Platz auf der Deutschen Meisterschaft zu erreichen, ist ein weiterer Erfolg der Aufbauarbeit im RVF.

Text und Bild: Bernhard Strauch

BUZ: Von links Henri Morgenbesser, Linus Kilches, Laslo Seeliger, Felix Strauch, verdeckt am Steuerplatz im Bug Hanna Arvaj

Einmal Gold, zweimal Silber und ein super Team!

Auf den baden-württembergischen Meisterschaften gab es wie erwartet starke Konkurrenz und spannende Rennen. Unser neunköpfiges Team fuhr hoch motiviert in Breisach an, ist die BAWÜ doch für die meisten der absolute Saisonhöhepunkt.

An zwei Tagen wurde von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr regattiert, damit die über 1.000 Sportler über unzählige Vorläufe und Halbfinals in spannenden Endläufen ihre Landesmeister ermitteln konnten.

Vor allem unsere vier Mädels fieberten dem Wochenende entgegen, war es für sie doch eine starke Leistung, überhaupt das für einen BAWÜ-Start erforderliche ruderische Niveau schon in ihrem ersten Trainingsjahr zu erreichen. Das dies durch viel Engagement des Trainerteams gelungen ist, zeigt dass wir mit unserem Nachwuchs auf dem richtigen, erfolgreichen Weg sind.

Mit strahlenden Gesichtern, Tränen in den Augen und der Goldmedaille um den Hals standen Helen Dormeyer und Alyssa Rauber nach ihrem für alle völlig überraschenden Coup im Doppelzweier der 14-jährigen Mädchen auf den Siegersteg. Mit einem souveränen Vorlaufsieg mit Bestzeit aller zehn gemeldeten Boote hatten sie sich eine gute Startbahn fürs Finale gesichert und dort ließen sie vom Start weg keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen. Einzig die Stuttgarterinnen, die das Land vor kurzen auf dem Bundeswettbewerb vertreten hatten, konnten auf der ersten Streckenhälfte mithalten, hatten aber dem Endspurt von Alyssa und Helen nichts mehr entgegenzusetzen. Eine Träne musste im Hintergrund auch ihr Trainer Oscar Paulus aus dem Auge wischen und Bernhard Strauch war erst mal ungewohnt sprachlos.

Für unsere Jungs Henri Morgenbesser und Felix Strauch ging es darum, sich auf Landesebene weiterhin im Spitzenbereich zu etablieren. Sowohl für die Einer- als auch für das Zweierrennen waren vor allem die Boote aus Mannheim als stärkste Konkurrenz vorausgesehen worden. Am Samstag gingen beide im Einer an den Start. Felix erreichte als zweiter den Endlauf, Henri verpasste diesen als knapper Vierter. Das Finale brachte in einem hart umkämpften Rennen das erwartete Duell zwischen den Ruderern aus Mannheim und Friedrichshafen, dass der Mannheimer für sich entscheiden konnte, Felix aber mit einem ungefährdeten zweiten Platz vor allem technisch wieder eine starke Leistung zeigte.

Der Sonntag brachte im Doppelzweier für unsere Jungs das gleiche Bild. Souveräner Vorlaufsieg und im Finale wieder das starke Boot aus Mannheim. Auch hier ein klarer zweiter Platz und beide wurden als BAWÜ-Vizemeister mit der Silbermedaille belohnt, Felix gleich zweimal für Einer und Zweier.

Einmal Gold und zweimal Silber – eine starke Leistung. Doch hinter den Medaillenrängen geht es ja weiter. Hier sorgte Karoline Wedler für eine unerwartete Überraschung. Als Regattaneuling im ersten Jahr schon bei den B-Juniorinnen starten zu müssen, wo doch die Gegnerinnen zum Teil schon mehrere Trainingsjahre weiter sind, war eine besondere Herausforderung – doch davon ließ sich Karo nicht beeindrucken und gab bereits im Vorlauf eine tolle Vorstellung. Ihr Einzug ins Finale war ein voller Erfolg. Mit kämpferischer Einstellung ging sie dann an den Start und zeigte in einem engen Rennen, was sie schon gelernt hat. Ihr fünfter Platz in einem hochklassigen Starterfeld machte sie und das Trainerteam richtig stolz.

Linus Kilches hatte es im Rennen der leichtgewichtigen Junioren B am schwersten. Bei 30 Meldungen hieß es, dritter im Vorlauf zu werden, um das Halbfinale zu erreichen. Dies gelang ihm. Linus gehört als 15-jähriger noch zum unteren Jahrgang der Junioren B und so war das Halbfinale auch sein anvisiertes Ziel. Bei 30 gemeldeten Booten war auch dieses Ergebnis ein erfreulicher Erfolg.

Unser Mädchen der 14-jährigen Leichtgewichte, Hanna Arvaj, kämpft noch mit mehreren Kilos „Untergewicht“ und auch bei der Körpergröße dürften noch einige Zentimeter dazukommen. Doch für ihre Voraussetzungen zeigte auch sie eine gute Leistung, vor allem technisch war sie bei den besseren Mädels dabei. Mit ihrem Kampfgeist wird auch sie ihren Weg machen!

Für den Nachwuchs, der noch nicht an den Meisterschaftsrennen teilnimmt, gibt es die von der Landesruderjugend organisierte „Sommertalentiade“, bestehend aus 3.000-Meter Hindernislauf und einem Geschicklichkeitsparcour im Skiff. Unter den Fittichen von Conrad Paulus starteten hier Pontus Kilches und Jan Blinka als Zweierteam. Obwohl Jan vom Konkurrenten ins Wasser „gerammt“ wurde, gab‘s für unsere beiden Jüngsten einen dritten Platz unter 19 Teams – auch solche Wettbewerbe können wir!

Fazit: Tolles, erfolgreiches Ruderteam, mit drei Medaillen bei sechs Rennen ein hochzufriedenes Trainerteam und jede Menge Zutrauen für die Zukunft – aber jetzt geht es erstmal in die Sommerpause.

(Text: Bernhard Strauch, Bilder: Oscar Paulus)

Acht Siege zum Saison-Abschluss

Bei der Herbstsprint-Schlussregatta in Bad Waldsee musste unser Team nicht nur seine Konkurrenten besiegen, sondern vor allem gegen Wind und Regen bestehen – die schönste der Herbstregatten zeigte sich heuer von ihrer widrigen Seite.
Auch wenn nur vier Jungs starten konnten (Niklas auf Klassenfahrt und Leoni beim Kader-Training am Landesleistungszentrum Breisach), hinterließ die RVF-Mannschaft wieder einen hervorragenden Eindruck. Bei zwölf Starts erkämpfte sich unser Nachwuchs acht Siege und drei zweite Plätze – und das fast immer mit deutlichem Vorsprung. Einzig Linus und Felix machten es am Sonntag im Leichtgewichts-Doppelzweier der 14-jährigen mit nur 0,36 Sekunden Vorsprung doch sehr spannend.

Mit seinen zwei Siegen im Leichtgewichts-Einer 13 Jahre beendete Felix eine beeindruckende Serie: Alle Einer-Rennen seiner Klasse hat er über die gesamte Saison gewonnen. Im Doppelzweier mit Henri in Waldsee noch einen zweiten und dritten Platz und mit Linus einen Sieg bei den 14-Jährigen Leichtgewichten, ebenfalls im Doppelzweier.

Ebenfalls auf drei Siege kam Linus. Zweimal souverän im Leichtgewichts-Einer 14 Jahre und einmal im Doppelzweier mit Felix. Für ihn ein toller Abschluss der sogenannten „Kinderruder-Zeit“! Ab jetzt geht es bei den 15/16-jährigen B-Junioren auf die 1500-Meter-Strecke.

Auch Yanis stand dreimal auf dem Siegertreppchen und bekam neben der „Radaddel“ dreimal Ritter-Sport von der Fränkel-Stiftung. Er gewann einmal bei den Leichtgewichten 15/16 Jahre und als „Dünnbein“ (so werden die Leichtgewichte genannt) sogar zweimal mit deutlichem Vorsprung in der offenen Gewichtsklasse.

Die Trainer Bernhard Strauch und Oscar Paulus waren mit diesen Ergebnisse hochzufrieden und freuten sich mit und für ihre Schützlinge.

Text: Bernhard Strauch
Bild: Oscar Paulus.

Die Trauben hingen hoch – trotzdem gute Ernte !

Alle acht Häfler Ruderer und das Betreuerteam waren hoch motiviert, als es am Samstagmorgen um 7 Uhr zum „Wachrudern“ aufs Wasser ging. Richtige Vorbilder waren auch da: die österreichische Nationalmannschaft macht gerade Trainingslager in Breisach und man setzte die Boote nebeneinander am Steg ein. 30 Minuten wachrudern und dann zurück in die Jugendherberge zum Frühstück – in Breisach liegt alles nah beieinander und bietet ideale Voraussetzungen für eine Baden-Württembergische Meisterschaft.

Mit der Spannung auf die Rennen begann auch die Hitze und es galt, sich diszipliniert zu verhalten.

Als erste stiegen unsere beiden Mädels, Katharina Bauer und Leonie Goller mit dem Vorlauf zum Juniorinnen-A-Einer ins Renngeschehen ein. Für Katharina als Leichtgewicht war es ein Rennen zum Lernen und es macht gar nichts aus, daß sie das Finale nicht erreicht hat. Anders bei Leonie: als Kaderruderin steht sie unter Beobachtung des Landestrainers. Ihr dritter Platz reichte fürs Finale am Nachmittag. Dort kam sie allerdings nie richtig in Schwung und mußte ihre fünf Konkurrentinen deutlich ziehen lassen – vielleicht hatte sie da schon gesundheitliche Probleme, die sie dann auch nach Hause zwangen.

Katha und ihr dritter Platz

Im Rennen der Juniorinnen-A-Leichtgewichte hatte es Katharina Bauer mit der amtierenden deutschen Meisterin aus Ulm zu tun und ihr dritter Platz zeigt ihren aktuellen Leistungsstand auf. Sie fuhr ein beherztes Rennen und setzt die Vorgabe ihres Trainers Bernhard Strauch voll um.

Da kann Felix gut lachen…

Danach ging es für Felix Strauch aufs Wasser. Vorlauf der 13-jährigen Leichtgewichte im Einer. Ein souveräner erster Platz und damit eine vorteilhafte Startbahn im Finale. Dort traf er auf den Ersten des zweiten Vorlaufs aus Breisach, der im Finale auf der Startbahn neben ihm ruderte, sowie den Jungs aus Mannheim, Heidelberg und zwei Booten aus Karlsruhe. Alle Boote kamen gut von den Startnachen und die jungen Ruderer aus Mannheim und Heidelberg suchten ihr Heil in der Flucht nach vorne, doch Felix ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und schob sein Boot mit sauberer Rudertechnik und kraftvollen Schlägen beständig an die führenden Boote heran. Kurz nach der Streckenhälfte war es um die Ausreißer geschehen und Felix übernahm die Führung. Zwar versuchten die anderen Jungs wieder aufzuschließen, doch Felix fuhr sein Rennen cool nach Hause und gewann klar mit einer Bootslänge.

Felix fuhr sein Rennen konzentriert …
Benjamin Jaksch und LInus Kilches

Unser Leichtgewichts Jungen-Doppelzweier der 14-Jährigen mit Benjamin Jaksch und LInus Kilches sicherte sich ebenfalls mit einem souveränen Vorlaufsieg die Finalteilnahme mit der drittbesten Zeit der beiden Vorläufe – und damit konnten auch sie sich Medaillenhoffnungen machen.

Diese erfüllten sich im Finale. Sehr gut vom Start weggekommen, lagen sie lange Zeit auf dem zweiten Platz und mußten sich erst zum Ende des Rennens den stärkeren Jungs aus Stuttgart geschlagen geben, freuten sich aber bei der Siegerehrung über ihre Bronzemedaille.

Auf „knallharte“ Konkurrenz trafen Yanis Köder und Niklas Dejan in einer der traditionell am härtesten umkämpften Bootsklasse, dem Junior-B-Doppelzweier der Leichtgewichte. 17 Boote hatten gemeldet, auch hier dabei, der Deutsche Meister von diesem Jahr. Technisch sauber, aber trotzdem zu langsam schieden Yanis und Niklas zwar aus, nachdem sie jedoch dem unteren Jahrgang der 15/16-jährigen angehören läßt das Ergebnis trotzdem für die Zukunft hoffen. Für die beiden ist nun für die nächsten Monaten vor allem Kraftarbeit angesagt.

Last but not least: Unser Neuling Henri Morgenbesser zeigte im Jungen-Einer der offenen Gewichtsklasse viel Engagement und Kampfgeist. Das es trotzdem nicht zu einer Medaille gereicht hat spielt überhaupt keine Rolle, er hat noch viel vor. Im Doppelzweier mit Felix Strauch fehlte nicht viel zur Qualifikation für’s Finale.

Fazit unseres Leistungssport-Koordinators Bernhard Strauch:

Wir sind auf Kurs, trotzdem liegt noch ein langer Weg vor uns, auf dem es für alle gilt, konsequent und engagiert zu trainieren – aber jetzt sind erst mal Ferien !

Bilder: Thomas Weiler, Philip Mallow

Text: Bernhard Strauch

Beste Wünsche für die BaWü – vom Olympiasieger

Bild Oscar Paulus; von links Benni Jaksch, Henri Morgenbesser, Florian Mennigen, Felix Strauch, Linus Kilches

Mit den besten Wünschen zum Erfolg wurden unsere C-Junioren von einem richtigen Olympiasieger und dreimaligen Weltmeister nach dem Verladen der Boote verabschiedet, mit einem lustigen Hinwies darauf, daß ja noch eine lange Karriere vor ihnen liegen kann und man einen langen Atem braucht, wenn man ganz nach oben will.

Florian Mennigen, Olympiasieger 2012 in London mit dem Deutschland-Achter und dreimaliger Weltmeister war anlässlich eines Workshop mit Industrie-Managern zu Besuch bei uns und zeigte den hochdotierten Teilnehmern, was die Floskel „alle in einem Boot“ in der Praxis bedeutet.

Text: Bernhard Strauch

Mit Medaille belohnt !

Leonie mit Bronze belohnt

Mit einer Bronzemedaille ist unsere Juniorinnen-Ruderin Leonie Goller von den Deutschen Jugnendmeisterschaften in Köln zurückgekehrt – und das zum zweiten mal in Folge, nach ihrer Silbermedaille im vergangenen Jahr.

Leonie war im Riemenvierer mit Steuerfrau in Renngemeinschaft mit Mainz und Heidelberg gestartet. In den letzten Wochen war einige Unruhe in der Riemenruder-Juniorinnen-Szene entstanden. Einmal war es Corona, das Mannschaften auseinander gerissen hat, zum anderen wurde bei vielen Trainingswochenenden an der passenden Besetzung für das SÜD-TEAM gesucht. Das Abschneiden bei der „Deutschen“ ist schließlich zum Teil mitentscheidend, ob die Ruderinnen zur Mannschaftsbildung für Achter und Vierer mit Stf. für die Junioren-Weltmeisterschaften Ende Juli in Varese/Italien eingeladen werden. Nachdem der Rückstand auf das Siegerboot doch 5 Sekunden betrug, ist mit einer Einladung derzeit allerdings nicht zu rechnen. Nachdem Leonie dem jüngeren Jahrgang der Juniorinnen-A-Klasse angehört ist diese Medaille ein weiteres tolles Ergebnis für unsere derzeit erfolgreichste Ruderin.

Ebenfalls im Start in Köln war unser Leichtgewicht Katharina Bauer. Sie startete im Einer und Leichtgewichts-Doppelvierer in Rgm. mit Ludwigshafen und Nürtingen. Leider gelang der engagierten Crew nicht der Einzug ins Finale und der Hoffnungslauf war Endstation. Im Einer gelang ihr über Vor- und Hoffnungslauf der Einzug ins kleine Finale (Plätze 6-12) und hier belegte sie den dritten Rang, was in der Endabrechnung dem 9. Platz insgesamt entspricht. Da auch Katha zum jüngeren Jahrgang gehört, hat auch sie nun noch eine Saison im Juniorenbereich vor sich.

Halbes Dutzend in Heidelberg !

Sechsmal läutete die Zielglocke der Heidelberger Ruderregatta für ein Siegerboot aus Friedrichshafen – und das bei unserer kleinen Mannschaft mit nur sechs Junioren.

Nachdem uns für die Mannheimer Regatta Corona und die Grippe fast komplett lahmlegte – die einzigen Starter Benni Jaksch und Linus Kilches siegten jedoch souverän im LGW-Doppelzweier ihrer Altersklasse – lag bei der Ersatzregatta in Cham der Erfolg überwiegend im Bereich „Erfahrungen gesammelt“. Einzigiger Lichtblick: Linus Kilches mit einem zweiten Rang.

Trainer und Ruderer waren also gespannt, ob in Heidelberg alles klappen wird und wie man sich gegen die Konkurrenz, nicht nur aus Bawü, sondern auch aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz wird behaupten können. Das Ergebnis: glückliche Ruderer und zufriedene Trainer.

Den Start am Samstagmorgen machte Felix Strauch mit einem klaren Sieg bei den 13-jährigen Leichtgewichten mit Bestzeit der acht Boote. Am Nachmittag startete er bei den 13-jährigen der offenen Gewichtsklasse (mit Abstand der leichteste Starter) und qualifizierte sich mit einem zweiten Platz für den ersten Finallauf am Sonntag.

Nächstes Boot am Siegersteg waren Benni Jaksch und Linus Kilches im LGW-Doppelzweier (13/14 Jahre). Auch sie qualifizierten sich damit für das A-Finale am Sonntag mit Bestzeit aller sieben Starter.

Ebenfalls Samstag-Sieger wurden Yanis Köder und Niklas Dejan im Leichtgewichts Doppel-zweier der Junior-B-Klasse (15/16) und damit schnellstes Boot aus BaWü. Für Trainer Bernhard Strauch eine erste Standortbestimmung nachdem die beiden sich nun auf der 1.500-Meter-Strecke beweisen müssen.

Unser Neuling Henri Morgenbesser wurde ins „kalte Wasser“ geschmissen und mußte sich im Einer (Offene Gewichtsklasse) der 13-jährigen durchkämpfen. Mit einem dritten Platz am Samstag und einem hart umkämpften zweiten Platz am Sonntag hat er die Feuertaufe bestens bestanden, auch weil der Doppelzweier (12/13) mit Felix Strauch am Sonntag mit einem knappen zweiten Platz vorne mit dabei war.

Der Sonntag brachte dann nochmals drei Siege.

Niklas Dejan siegte überraschend souverän im LGW-Einer der Junioren-B-Klasse mit zweitbester Zeit der BaWü-Starter.

Benni Jaksch und Linus Kilches gewannen sehr deutlich das A-Finale der leichten Doppel-zweier und Benni setzte noch einen drauf mit seinem überraschenden Sieg im Einer.

Diese Ergebnisse zeigen, daß unser Nachwuchs vorne mit dabei ist, auch wenn bis zum Saisonhöhepunkt der BaWü-Meisterschaften Ende Juli in Breisach noch viel trainiert werden muß.

Am meisten strahlte unser Jungtrainer Oscar Paulus, der mir diesen Ergebnissen einen hervorragenden Einstand ins „Trainergeschäft“ verbuchen konnte.

(Foto: Bernhard Strauch)
Bildunterzeile: von links: Linus, Henri, Benni, Felix, Niklas, Yanis, Trainer Oscar Paulus