101. RVF-Jahr wird sicher nicht langweilig

Das 101. Jahr in der Historie eines Vereins ist immer ein spezielles. Da liegt ein Jahr voller Feierlichkeiten, Gratulationen, Schriftstücke, Urkunden und jeder Menge Besonderem hinter einem. Und nun? Kann’s denn noch besser werden? Zum Start in sein 101. Jahr hat der Ruderverein Friedrichshafen am Freitagabend zur Hauptversammlung eingeladen. Langweilig wird das 101. Jahr – auch im Vergleich zum 100. Jahr – mitnichten. Denn der Kalender ist voll, viele Aufgaben wollen erledigt werden, Feste gefeiert, vor allem aber viele Kilometer gerudert und viele Rennen gefahren werden.

Doch natürlich galt es zunächst, einen kurzen Blick aufs Jahr 2012 zu werfen. Und so ein Jubiläums-Jahresrückblick kann sich freilich sehen lassen: Das ganze Jahr hin arbeiteten schier unzählige Mitglieder auf das Datum 17. November 2012 hin – da wurde der Geburtstag gebührend mit einer Gala im Graf-Zeppelin-Haus gefeiert.

Rund um den 100. Vereinsgeburtstag gab es viel Arbeit zu bewältigen und gesamte Jahr war vom 100er geprägt – sollte es doch als besonderes Jahr in die Annalen des RVF eingehen. Vor lauter Jubiläums-Vorbereitungen blieben offenbar die geruderten Kilometer 2012 buchstäblich auf der Strecke. Hier gab es einen deutlichen Einbruch, berichtete Rupert J. Baur, Vorsitzender des RVF, beim Blick in die Statistik. Rund 1000 Fahrten weniger wurden ins Fahrtenbuch eingetragen, etwa 10.000 Kilometer „fehlten“ in der Statistik. Als Grund machte Baur am Ende aber doch vor allem das Wetter aus.

Im Rennrudersport waren 2012 acht Athleten aktiv – fünf weibliche, drei männliche. In einem erfolgreichen Jahr aus rennruderischer Sicht gingen stolze 20 Siege allein aufs Konto von Andreas Ludescher. Bruder Moritz nahm stellvertretend für Andreas, der das Wochenende im Trainingslager in Breisach verbrachte, den Emil-Oltmanns-Preis für die beste Rennruder-Jahresleistung entgegen, übergeben von Trudl Oltmanns. Der stellvertretende RVF-Vorsitzende Lothar Kramer – zuständig für die Finanzen im Verein – präsentierte Zahlen rund ums Jubiläumsjahr. Über 51 Neueintritte 2012 freute er sich besonders – schließlich brächten die auch Geld in die Kasse, wie er augenzwinkernd meinte.Damit beläuft sich die Gesamtmitgliederzahl zum Jahresende 2012 auf stolze 462. Die Ausgaben in einem Jubiläumsjahr sind freilich nicht von Pappe – aber auch das schultert der Verein. Doch auch monetär Gutes brachte das 100. Jahr des Vereinsbestehens mit sich – zum Beispiel ein erfreuliches Spendenaufkommen, das die Finanzierung des Jubiläumsjahres auf sichere Beine gestellt hat. Herzlichen Dank an alle Freunde und Gönner des Rudervereins. Trotz aller Ausgaben konnte sich der Kontostand des Vereins zum Jahresende also durchaus sehen lassen.

Für das Ressort Leistungssport blickte Rupert W. Baur auf eine turbulente Phase Anfang 2012 zurück. Nach dem Weggang von Trainer Hansjörg Meier stand der Verein quasi ohne Betreuer für die Rennruder-Jugend da. Schnell ergab sich dann aber eine Lösung – und ein echter Glücksfall für den RVF: Thomas Weiler, schon lange Zeit Mitglied und früher selbst Rennruderer, erklärte sich spontan bereit, sich im Training mit einzubringen. Auch von befreundeten Vereinen rund um den See gab es große Unterstützung, wofür sich Rupert W. Baur noch mal bedankte – besonders die Trainer aus Überlingen und Radolfzell engagierten sich sehr, um die jungen Athleten aus Friedrichshafen mitzubetreuen. Thomas Weiler übernahm die Juniorinnen B im Frühjahr, Andreas und Moritz Ludescher kamen unter die Fittiche der Trainer Klaus Weber vom Ruderverein Undine Radolfzell und Bernd Kuhn vom Überlinger Ruderclub Bodan. Und so holten alle Rennruderer 2012 Siege für den RVF: Andreas Ludescher, Moritz Ludescher, Kristof Botka (trainiert von Theo Bauner), Anna de Bruijn, Leonie Heimpel, Rebecca Grün und Lena Wypyrsczyk. Vor allem gegen Ende der Saison drehten alle noch mal so richtig auf. Viele neue Ruderer werden derzeit ausgebildet – das Rennruder-Team dürfte also bald wachsen.

Dass auch der „Rest“ des Vereins nicht auf der faulen Haut liegt, berichtete Gabriele Welz, zuständig fürs Ressort Ökonomie. Auch in diesem Bereich wurden wieder – Jubiläum hin, Jubiläum her – viele hundert Arbeitsstunden von Mitgliedern erbracht. In Sachen Haus, Hof und Bewirtung gibt es immer was zu tun. Der Vorstand wurde schließlich einstimmig entlastet. Und Kassenprüfer Uli Ahner übernahm spontan neben der Entlastung noch die Aufgabe, dem Vorstand für all die Arbeit und Organisation rund ums Jubiläum zu danken. Und abgesehen von geruderten Kilometern und gewonnenen Medaillen wird sich im RVF sicher der eine oder andere freuen, wenn 2013 ein etwas ruhigeres Jahr wird. 100 wird man – Gott sei Dank – bekanntlich nur einmal.

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Anrudern im Zeichen des 100-Jährigen

Schaumkronen auf dem Wasser, Wellengang, Wind: Das Wetter hat beim traditionellen Anrudern des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) am Sonntagmorgen so gar nicht mitgespielt. 30 Unentwegte in sieben Booten wagten sich trotzdem aufs Wasser, eine Jolle schaffte es sogar bis zum Schlosshafen.

2012 ist ein besonderes Jahr für den Ruderverein: Am 12. November 1912 wurde der Verein gegründet. Vor den Mitgliedern liegt also ein arbeitsreiches Jahr, gilt es doch, das große Jubiläumsfest am 17. November im Graf-Zeppelin-Haus vorzubereiten. An vielen Stellen laufen die Planungen und Arbeiten bereits auf vollen Touren: Hier wird ein frischer Anstrich für das Bootshaus vorbereitet, dort organisiert eine Gruppe alles rund um den Festakt. Auch in eine umfassende Festschrift investieren einige Mitglieder seit Monaten viel Zeit und Hirnschmalz.

Wichtiger Teil des Anruderns in die Vergabe der DRV-Fahrtenabzeichens für Ruderer. Die acht Frauen und 13 Männer, die das Leistungsabzeichen 2011 erhielten, haben insgesamt eine Leistung von rund 31.000 Ruder-Kilometern erbracht. Im aktuellen Jahr stehen bereits rund 10.000 Kilometer für den gesamten Verein in der Statistik. Die erste Wanderfahrt führt am 6. Mai nach Arbon.

Auch neue Mitglieder sind im Jubiläumsjahr natürlich herzlich im Verein willkommen – noch in dieser Woche sollen die Ruderkurse für Interessenten beginnen. In Sachen Rennrudern gestaltet sich die Lage derzeit eher schwierig: Nach dem Weggang von Cheftrainer Hansjörg Meier Ende vergangenen Jahres ist der Verein nach wie vor auf der Suche nach einem Nachfolger. „Wir bleiben am Ball“, versprach Vorsitzender Rupert J. Baur. Drei Rennruderer sind zurzeit im täglichen Training und wollen bei Regatten an den Start gehen: die Brüder Andreas und Moritz Ludescher und Kristof Botka. Ihr Ziel sind die baden-württembergischen Meisterschaften und gegebenenfalls die Deutsche Juniorenmeisterschaft. Weitere zehn Juniorinnen und drei Junioren trainieren drei- bis viermal pro Woche und visieren die Herbstregatten an.

Die Schülerregatta beim Seehasenfest am 16. Juli soll auch wieder neue Talente in den Verein bringen. Die Betreuung verteilt sich auf viele Schultern: Teresa Brandau-Lopez und Niklas Lewetz aus der Vereinsjugend haben den Trainer-C-Lehrgang absolviert und kümmern sich um die jüngeren Jahrgänge. Bernhard Strauch, lange Jahre Trainer beim RVF, wird ihnen mit praktischem Rat zur Seite stehen. Eugen Hangg und Thomas Weiler unterstützen den Trainingsbetrieb mit dem Motorboot.

Das DRV-Fahrtenabzeichen für 2011 bekamen (auf dem Bild von links): Hermann Schneider, Eugen Hangg, Rüdiger Przybilla, Heinz Rettenmaier, Eberhard Sauter, Vorsitzender Rupert J. Baur, Renate Schlag, Gabriele Welz, Pauline Müller, Manfred Ertle, Manfred Welz, Cornelia Ertle, Claudia Kiechle, Susanne Vetter, Karl-Heinz Schnell und Eugen Kopp.

Ruderverein startet mit Ehrungen ins 100. Jahr des Bestehens

Bild: RVF

Mit einem ordentlichen Schwung Ehrungen startet der Ruderverein Friedrichshafen in ein ganz besonderes Jahr: 2012 wird der RVF 100 Jahre alt. Auf ein Vielfaches an Mitgliedsjahren bringen es die Geehrten: 640 Jahre sind sie alle zusammen dem Verein treu. Der RVF-Vorsitzende Rupert J. Baur zeichnete die Jubilare beim traditionellen Jahresempfang am Sonntag im Bootshaus aus. Die RVF-Silbernadel erhielen Stefan Dormeyer, Katrin Fundel und Petra Kusel für 25 Jahre im RVF. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Dieter Budde, Franz Folz, Peter Reim und Horst-Lothar Wolf ausgezeichnet, sie erhielten die Goldnadel des RVF. Auf glatte 50 Jahre brachte es Manuel Distel, dafür gab’s die Goldnadel des Deutschen Ruderverbands  (DRV) und die RVF-Goldnadel. Ein „Zwischenjubiläum“ feierte Fritz Rehm, der seit 55 Jahren Mitglied im Ruderverein ist. Gleich fünf Mitglieder blicken auf satte 60 Jahre Mitgliedschaft zurück: Gerdi Weiler, Klaus Bjick, Eugen Hangg, Karl Schlichtig und Georg Selg sind dem Verein seit ihrer Jugend treu. Sie bekamen vom Vorsitzenden die RVF-Goldnadel. Auch die Kilometer-Sieger 2011 wurden beim Jahresempfang ausgezeichnet. Auf die meisten Kilometer im Boot brachten es bei den Jugendlichen Rebecca Grün (1191) und Kristof Botka (2879), bei den Erwachsenen Claudia Kiechle (3144) und Karlheinz Schnell (3511). Den Emil-Oltmanns-Preis 2011 für die beste Regattaleistung erhielt ebenfalls Kristof Botka: 16 Regattasiege und ein zweiter Platz bei der baden-württembergischen Meisterschaft im Skiff Junior Männer B Leichtgewicht machen ihn zum erfolgreichsten RVF-Rennruderer des vergangenen Jahres. Und nun stehen beim RVF alle Zeichen auf „100“: Am 17. November begeht der Verein den runden Geburtstag mit einer großen Feier im Graf-Zeppelin-Haus. Mit den Geehrten freut sich Vorsitzender Rupert J. Baur (von links): Klaus Bjick, Georg Selg, Karl Schlichtig, Gerdi Weiler, Stefan Dormeyer, Eugen Hangg, Petra Kusel, Fritz Rehm, Katrin Fundel und Dieter Budde.

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36 Unerschrockene beim Abrudern

Bild: RVF

Mit dem traditionellen Abrudern hat der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) die Saison beendet. Zumindest das „theoretische Ende“ der Saison sei das Abrudern, sagte Vorsitzender Rupert J. Baur. 36 unerschrockene Ruderer wagten sich bei teilweise dichtem Nebel aufs Wasser und blieben deshalb stets dicht am Ufer. Zwei Achter, je ein Sechser, Vierer, Dreier und Einer sowie zwei Zweier trafen sich auf Höhe des Schlosses und ruderten im Korso zurück zum Bootshaus.

Bei der Vereinsregatta hatte am Ende der Achter von Steuerfrau Leonie Heimpel die Nase vorn: Kristof Botka, Rainer Int-Veen, Anna de Bruijn, Rebecca Grün, Ralf Paulus, Moritz Ludescher, Victor Arnhold und Rupert W. Baur. Im stärksten Vierer saßen Andereas Ludescher, Felix Barth, Leija Kopic und Isabel Int-Veen, ihr Steuermann war Timo Rodi.

Vorsitzender Rupert J. Baur zog sportliche Bilanz zur Saison. Insgesamt 39 Siege konnte die junge Rennmannschaft um Cheftrainer Hansjörg Meier und Trainer Theo Bauner verbuchen. Allein 14 Siege holte Kristof Botka, acht gingen aufs Konto von Lena Wypyrsczyk, fünf an Anna de Bruijn, viermal landete Moritz Ludescher auf Platz eins. Drei Siege holte Rebecca Grün für den RVF, zwei Leonie Heimpel. Jeweils einmal legten Lea Arff, Andreas Ludescher und Alexander Vorndran als erste am Steg an. Betül Cifci, Leistungsträgerin noch in der Vorsaison, ist verletzt und konnte leider nur wenige Male überhaupt an den Start gehen.

Vorstandsmitglied Rupert W. Baur stellte das von Cheftrainer Meier entwickelte dreigliedrige Förderstufenkonzept des Rennruderns vor. Er wies auf den hohen Zeitaufwand der Sportler und Trainer hin, den das Training und die Regatten erfordern. Zum Schluss gab Rupert W. Baur einen viel versprechenden Ausblick auf das kommende Jahr, in dem sich einige der RVF-Akteure in regionalen Projekten und in Projekten des Landes-Ruderverbands beweisen können.

Auch im Bereich Breitensport ist im RVF viel geboten. 20 weitere Jugendliche sind regelmäßig auf dem Wasser, ohne aber an Regatten teilzunehmen. 15 Erwachsene sowie sieben Jugendliche und Kinder absolvierten dieses Jahr einen Ruderkurs, daraus resultieren inzwischen knapp 20 Neumitgliedschaften. Im Rahmen der Kooperation mit dem Graf-Zeppelin-Gymnasium erhielten etwa 45 Schüler eine Ruder-Grundausbildung. Schwerpunkt im Breitensport dieses Jahr waren die Stabilisierung und Integration der Ruderanfänger der vergangenen drei Jahre. Das Ausbildungsteam leistete auch hier wie immer ganze Arbeit.

Mit Zahlen und Daten beschloss Baur seine Bilanz. 6000 Kilometer mehr als in der Vorsaison stehen in der Statistik des RVF: 80.400 Ruderkilometer sind es bis 12. Oktober. Gut 10.000 Kilometer haben RVF-Ruderer bei Wanderfahrten hinter sich gebracht, mehr als 3200 waren es bei Ausfahrten.

Schon jetzt beschäftigen sich viele im Verein mit einem wichtigen Datum im Jahr 2012: Am 17. November 2012 feiert der RVF sein 100-jähriges Bestehen. Diverse Arbeitsgruppen stecken bereits mitten in der Vorbereitung.

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Nachwuchs beim RVF heißt „Sieben Schwaben“

Bild: RVF

Der Nachwuchs ist da: 14,98 Meter lang und 121,4 Kilogramm schwer ist das neue Baby des Rudervereins Friedrichshafen, sein Name ist „Sieben Schwaben“. Das neue Boot für die Breitensportler – ein Sechser, der sich auch für sieben Ruderer umbauen lässt – ist  beim traditionellen Anrudern des RVF getauft worden. Mit 24 Booten starteten 70 Sportler am Sonntag offiziell in die Saison – wieder boten sie ein eindrucksvolles Bild auf dem See beim ehemaligen Schlosshafen. Davon überzeugte sich auch Bürgermeister Peter Hauswald, der den Ruderern einen Besuch abstattete. Er schaute sich genau im Bootshaus um und versicherte, dass die Stadt den Verein weiterhin fördern wird.Vorsitzender Rupert Baur war es ein besonderes Anliegen, beim Anrudern fünf Mitgliedern zu danken, ohne die der Betrieb im Verein nicht funktionieren könnte: dem Bootswerkstatt-Team Claudia Kiechle und Karl Schlichtig, Trainer Theo Bauner, Ruderwart Eugen Hangg und Manfred Welz, den Baur schmunzelnd als „Überallwart“ titulierte. Weiter ging’s mit jeder Menge Lob für fleißige Ruderer: Rupert Baur und Renate Schlag, zuständig fürs Wanderrudern im Verein, vergaben die Leistungsabzeichen 2010. Dabei sagen Zahlen mehr als Worte: Ein Drittel der gesamten Ruder-Jahresleistung, nämlich 27.500 Kilometer, wurden von gerade mal 23 Ruderern erbracht. Zwei von ihnen haben auch dieses Jahr schon wieder ordentlich vorgelegt: Karl-Heinz Schnell hat bereits 960 Kilometer hinter sich, Claudia Kiechle 700. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Andreas Renz und Ingeborg Rehm geehrt.

Die Rennmannschaft startet mit 30 Sportlern – 17 Juniorinnen, zehn Junioren und drei Männern – in die Saison, betreut werden sie von den Trainern Hans-Jörg Maier und Theo Bauner. Rund 20 Regatten stehen 2011 auf dem Programm. Die Zeppelin-Universität stellt ebenfalls ein Team von Ruderern, die sich das ehrgeizige Ziel gesetzt haben, an der Deutschen Hochschulmeisterschaft teilzunehmen. Ein wichtiger Termin für die Ruderer ist das Seehasenfest, denn am Seehasenmontag steht die Schüler-Ruderregatta an. Im Vorfeld werden wieder Dutzende Jungendliche – 2010 waren es etwa 70 – für die Regatta fit gemacht. Viele der Häfler Schüler entdecken dabei ihre Liebe zum Rudersport und bleiben dabei.

Doppelspitze für den Leistungssport

Trudel Oltmanns (rechts) überreicht den Emil-Oltmanns-Preis für die beste Regattaleistung 2010 an Betül Cifci, die 13 Siege für den RVF einfuhr.
Bild: RVF

Friedrichshafen – Der Vorstand des Rudervereins Friedrichshafen ist gewachsen. „Wir wollen die Arbeit künftig auf mehrere Schultern verteilen“, sagte der Vorsitzende Rupert Baur bei der Hauptversammlung am Freitagabend. Der Verein beschloss eine Satzungsänderung, die bis zu sechs Posten im Vorstand zulässt – bisher waren es vier.

Rolf Kolb, bisher zuständig für das Ressort Leistungssport, ist nach Heilbronn umgezogen. Hubert Plösser, stellvertretender Vorsitzender und zuständig für Verwaltung und Finanzen, zieht es beruflich nach München. Kolbs Nachfolge tritt ein Duo an: Dirk Hein und Rupert Walter Baur, beide ehemalige Rennruderer, übernehmen die Verantwortung für den Leistungssport. Lothar Kramer beerbt Hubert Plösser und kümmert sich in Zukunft um die Finanzen des RVF. Alle neuen Vorstandsmitglieder wurden bei der Versammlung einstimmig gewählt. Der Vorstand wurde nach seinen Berichten einstimmig von der Versammlung entlastet.

Beeindruckende Zahlen präsentierte Vorsitzender Rupert Baur bei seinem Rückblick aufs Jahr 2010. 435 Mitglieder hat der RVF derzeit, alle zusammen kamen 2010 auf 83.240 geruderte Kilometer – knapp 3000 mehr als im Vorjahr. Die Wanderruderer brachten es auf gut 9500 Kilometer, zu ihren Revieren zählten neben dem Bodensee und dem Hochrhein auch Inn, Donau, Naab, Peene, Trebel, Weser, Warthe und Weichsel. In Ruderkursen wurden im vergangenen Jahr 20 Kinder und Jugendliche sowie 40 Erwachsene ausgebildet. Dazu kommen etwa 50 Schüler des Graf-Zeppelin-Gymnasiums und 70 Jugendliche von sechs Häfler Schulen, die fürs Seehasenrudern fit gemacht wurden.

Auch die Rennruderer des RVF können ihre Bilanz sehen lassen: 31 Jugendliche und vier Senioren nehmen regelmäßig an Regatten teil, 37 Siege konnten sie 2010 für den RVF einfahren. Baurs Dank galt vor allem den Trainern Theo Bauner und Hans-Jörg Meier. Den Emil-Oltmanns-Preis für die beste Regatta-Leitung erhielt Betül Cifci, die 2010 insgesamt 13 Siege einfuhr. Auszeichnungen für die beste Ruder-Kilometerleistung erhielten Claudia Kiechle (Frauen aktiv, 2573 Kilometer), Betül Cifci (Frauen Jugend, 1326), Eugen Hangg (Männer aktiv, 2654) und Kristof Botka (Männer Jugend, 1721).

Im kommenden Jahr steht das 100-jährige Bestehen des Rudervereins auf dem Programm. Die Organisation ist bereits angelaufen, noch im Februar soll ein Festkomitee gegründet werden. Ab jetzt arbeitet also der ganze Verein auf ein wichtiges Datum hin: Am 17. November 2012 wird das 100-Jährige mit einem großen Empfang im Graf-Zeppelin-Haus gefeiert.

Vorstand: Vorsitzender/Ressort Breitensport Rupert J. Baur, stellvertretender Vorsitzender/Ressort Finanzen und Verwaltung Lothar Kramer,  Ressort Leistungssport Dirk Hein/Rupert Walter Baur, Ressort Ökonomie Gabriele Welz.

Weitere Posten: Kassenprüfung Ulrich Ahner und Eva Dillinger-Kopp, die für Lothar Kramer nachrückt. Jugendsprecher sind Kristof Botka und Julia Seubert.

Seehasenregatta am Seehasenmontag 2010

Bild: RVF

Die diesjährige Austragung der Seehasenregatta war leider von einem kleinen Zwischenfall überschattet. Die Regattastrecke führte wie immer durch die Hafeneinfahrt des WYC und musste von der Wapo abgesperrt werden. Aufgrund eines Seenotfalls war jedoch plötzlich die Wapo verschwunden, was bei den verbliebenden Sicherungsbooten zu Verwirrung führte. In deren Folge querte während des 2. Mädchenlaufes eine Segelyacht unter Verletzung der Vorfahrtsregeln die Regattastrecke. Einzelne Boote wurden behindert und mussten die Fahrt kurz unterbrechen. Leider konnte der Lauf aus organisatorischen Gründen nicht wiederholt werden. Die Teilnehmer ließen sich jedoch von dem Zwischenfall nicht die ausgelassene und fröhliche Stimmung vermiesen!

Denn alle waren gespannt: Endlich durften die Schülerinnen und Schüler von KMG, GZG, St. Elisabeth, Graf-Soden-Realschule und Realschule Ailingen zeigen, was sie gelernt hatten. Über 8 Wochen, mit jeweils 2 Trainings pro Woche, führten die folgenden 6 Helfer die Trainings durch: Ruth Hümmer, Larissa Kazungu, Tobias Kotulla, Philip Mallow, Hansjörg Meier und Rolf Kolb. Bei strahlendem Sonnenschein und frischem ablandigem Wind starteten die Boote in Richtung Freitreppe und fuhren in ihren jeweiligen Schul-Outfits ihre Siege ein. Die Ehrung aller Teilnehmer fand anschließend im Bootshaus statt.

Ergebnisse:

12:15    Jungen

1.    KMG
2.    Realschule Ailingen
3.    Graf v. Soden Realschule
4.    GZG

12:30    Mädchen Lauf 1

1.    St. Elisabeth BOOT 4
2.    KMG BOOT 1
3.    Realschule Ailingen BOOT 2     
4.    KMG BOOT 3

12:45    Mädchen Lauf 2

1.    St. Elisabeth BOOT 3     
2.    KMG BOOT 2
3.    St. Elisabeth BOOT 2

13:00    Mädchen Lauf 3

1.    GZG
2.    St. Elisabeth BOOT 1
3.    Realschule Ailingen BOOT 1

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Sommernachtsfest 2010

Fußball, Fleisch und Feuer – so kann man die bestimmenden Themen am diesjährigen Sommernachtsfest zusammenfassen. Fußball auf der Großbildleinwand in der kühlen und abgedunkelten Bootshalle. Im Anschluss Fleisch, Fisch, Wurst und Fete vom Grill mit leckeren Salaten und Beilagen. Feuer am späten Abend durch stimmungsvolle Schwedenfeuer und die originelle, farbenfrohe Beleuchtung der Vereinsanlage. Natürlich wurde auch in diesem Jahr das Angebot durch sommerliche Getränke und Eisbecher genial abgerundet.

Knapp 100 Gäste, dieses Jahr vor allem junge Leute, ließen sich vom schönen und warmen Wetter anlocken. Zwar kündigten sich schon am frühen Abend Gewitter an. Doch erst ab ca. 23:00 Uhr machte der Himmel ernst und leichte Schauer setzten ein.

Vielen Dank an die Dirk Hein, der das Fest federführend schon lange im Voraus organisierte! Auch Mario Kaller, der sich um die Übertragung des Fußballspiels und die angenehme Musik kümmerte muss hier erwähnt werden. Dank gilt auch allen anderen Grillern, Abräumern, Küchen- und Barhelfern und Unterstützern! Im Namen des RVF – Vielen herzlichen Dank!

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Zwei neue Rudertrainerinnen ‚C‘ beim RVF

Bild: RVF

Herzlichen Glückwunsch unseren zwei frisch gebackenen Rudertrainerinnen ‚C‘!

Ruth Hümmer und Larissa Kazungu haben nach vier Wochenendkursen am Ruderleistungszentrum in Breisach und einer Schulungswoche an der Sportschule in Steinbach (Baden-Baden) die theoretische und praktische Prüfung zum lizenzierten Rudertrainer ‚C‘ erfolgreich absolviert.

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