Ab 2. November stellt Ruderverein Betrieb ein

Bund und Länder haben am 28. Oktober erneut weitreichende Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen. Dazu gehört, dass der Amateur- und Freizeitsport bis Ende November 2020 wieder einzustellen ist.

Liebe Vereinsmitglieder,

aufgrund des Regierungsbeschlusses müssen wir effektiv ab dem
30. Oktober 2020 das Mannschaftsrudern auf maximal zwei Haushalte beschränken. Ab dem 2. November 2020 müssen wir dann ALLE Aktivitäten im Ruderverein komplett einstellen. Diese Massnahme gilt zunächst befristet bis zum 30. November 2020.

Sie beinhaltet neben allen sportlichen Aktivität (Rudern auf dem Wasser, Ergo-, Kraftraum, Hallentraining oder gemeinsame Laufaktivitäten und ähnliches…)  auch alle anderen Ankündigungen (Putzete, Clubraum oder ähnliches). Ähnlich wie im März/April diesen Jahres werden wir leider alle Zugänge wieder sperren müssen.

Die Vorstandssitzung am 12. November 2020 wird ebenfalls auf virtuell umgestellt. Weitere Ankündigungen dürft Ihr analog zu den Updates der Bundesregierung erwarten, also etwa zwischen dem 18. und 20.  November.

Ich hoffe, Ihr bleibt alle fit durch das, was ihr Zuhause noch unternehmen könnt. Bleibt gesund!

Ingo Schimmelpfennig

Für den RVF Vorstand

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Einladung zum Sichtungslehrgang des Landesruderverband Baden-Württemberg

Mit Power in die Saison 2021

Für unsere Rennruderinnen Leonie Goller und Nora Dormeyer hat sich das Training in der pandemiebedingten wettkampffreien Saison gelohnt. Konsequent haben die beiden an Fitness und Technik gearbeitet. Nach dem diese Woche erfolgreich absolviertem Ergometer-Test wurden die beiden Juniorinnen B von Landestrainer Ralf Kockel in das Landesleistungszentrum Breisach zum Sichtungslehrgang geladen. Sieben Tage steht nun für die beiden 15jährigen in den Herbstferien tägliches Doppeltraining auf dem Rhein, Kraftraum und Videoauswertungen an. Das Trainingslager ist der Auftakt zur Saison 2021, in der unsere beiden Athletinnen im oberen Jahr Juniorinnen B an den Start gehen werden.

Leonie Goller und Nora Dormeyer auf dem Ergometer
RVF: Kraftvolles Ergometertraining: Leonie Goller (links) und Nora Dormeyer

Villach und Nürtingen: Juniorinnen rudern sich nach vorn

Friedrichshafen – Nora Dormeyer und Leonie Goller starteten für den Häfler Ruderverein im Einer und Doppelzweier auf der internationalen Regatta im österreichischen Villach. Hier zeigten die beiden Ruderinnen, wie sie mit dieser auch für die Rennruderer vom See schwierigen Corona-Saison zurechtgekommen sind, die von Regatta- und Lehrgangsabsagen geprägt war. Im Doppelzweier gelang den Juniorinnen B der Einzug ins kleine Finale, wo sie den 5. Platz belegten – insgesamt den 13. Platz von 35 gestarteten Booten. Im Einer mussten beide am ersten Tag zwar noch Lehrgeld zahlen, konnten sich aber am zweiten Tag mit einer deutlichen Leistungssteigerung und je einen Sieg in ihren Läufen behaupten.

Für die gesamte Trainingsmannschaft des RVF stand am vergangenen Wochenende die 43. Nürtinger Ruderregatta auf dem Programm. An den Start über die 500-Meter-Strecke dieser traditionsreichen Herbstregatta ging das gesamte Friedrichshafener Juniorenteam. Erfolgreichste Ruderin war Nora Dormeyer (15), die in allen Bootsklassen, in denen sie an den Start ging (bis auf den Vierer) mindestens einmal gewinnen konnte. Am Ende stehen bei ihr 4 Siege und drei knappe zweite Plätze zu Buche. Erfolgreich war auch Mattis Kley (15), der mit Nora an beiden Tagen den Mixed-Doppelzweier gewinnen konnte. Weitere Siege erzielten Leonie Goller (15) im Juniorinnen-Zweier mit Nora und Emma Neubauer (15) im Einer.

Am Start waren weiter Yara Köder (15), die mit vier zweite Plätzen knapp an einem Sieg vorbeifuhr, sowie Katharina Bauer (15), Jonathan Jaksch (14) und Yanis Köder (13), die in diesem Jahr erste Regattaerfahrungen sammeln und mit guten Plätzen zu einem guten  Gesamtergebnis beitragen konnten.

Nora Dormeyer rudert sich mit Druck nach vorn.
Entschieden ein packendes Rennen für sich: Nora Dormeyer und Mattis Kley vom RV Friedrichshafen.

Wiedersehen nach 30 Jahren

Herzliches Aufeinandertreffen, Freundschaft und prägende Erinnerungen

Stefan Dormeyer und Thomas Wagner ruderten viele Jahre für den RVF im Zweier ohne und waren bundesweit vorn dabei. 1990 schafften sie es nach 1989 erneut in das Junioren-Nationalteam. Gemeinsam mit Athleten aus Saarbrücken und Cochem starteten sie im Nationaltrikot auf der Junioren-WM in Frankreich im Vierer mit Steuermann. Nun, 30 Jahre später, traf sich die Mannschaft erstmals wieder. Stefan Dormeyer berichtet von diesem besonderen Wochenende bei uns am See und im Bootshaus:

1990, das Jahr der deutschen Wiedervereinigung, liegt nun schon 30 Jahre zurück. Genauso lange hat es gedauert, bis sich die komplette Mannschaft des Vierers mit Stm. der westdeutschen Nationalmannschaft der Junioren von 1990 am vergangenen Wochenende samt Trainer auf den Weg zum Bodensee gemacht hatten, um gemeinsam ins Boot zu steigen.

Von Links: Friedrich-Wilhelm Ulrich, Alexander Jacobi, Christian Wolff (Saarbrücken), Ingo Zucchet (Cochem),Thomas Wagner und  Stefan Dormeyer (beide RVF)      Bilder: privat

Rückblick 1990:

Der westdeutsche Vierer mit Stm. war in der Saison ungeschlagen, wurde deutlich Deutscher Jugendmeister in München. Das Trainingslager in Ratzeburg dauerte rund fünf Wochen und formte die Mannschaft nochmals bis ins kleinste Detail. So wurde der 4+hochgehandelt zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Frankreich geschickt, um auf Medaillenjagd zu gehen. Die Vorlaufrennen zeigten diese Leistungsentwicklung.

Der Vierer im Halbfinallauf

„Wer die DDR schlägt, der hat eine Medaille sicher“, so die Trainer im westdeutschen Lager. Gesagt, getan: im Halbfinale wurde die Mannschaft aus Ostdeutschland im direkten Vergleich deutlich geschlagen, eine Medaille schien nun sicher.

Das Finale verlief jedoch anders. Durch eine Unachtsamkeit zwischen 1.250m und 1.500m der Deutschen zogen die Boote aus Rumänien, Italien und Großbritannien weg. Zu spät bemerkt, konnte das Boot mit den Häflern an Bord diesen Abstand trotz eines gewaltigen Schlussspurts nicht mehr aufholen. Mit etwas mehr als einer Viertel Länge Rückstand auf Großbritannien war für uns nur noch der undankbare vierte Platz drin.

Finalrennen: Zieleinlauf im Vierer mit Steuermann

Gegenwart 2020:

Eigentlich war geplant, dass sich die gesamte Juniorennationalmannschaft von 1990 in der Mitte der Republik trifft, doch Corona machte auch hier einen Strich durch die Rechnung. So wurde das Event auf das nächste Jahr verschoben. Unser Vierer jedoch ließ es sich nicht nehmen, den „Geist“ von damals im kleinen Rahmen hochleben zu lassen, und traf sich in Friedrichshafen.

Anreise aus Berlin, Koblenz, Saarbrücken und Davos am Freitagabend, um gemütlich in das Wochenende zu starten. Die Freude der Kameraden war beim ersten Wiedersehen nach drei Jahrzehnten deutlich in die Gesichter geschrieben. Lange noch saß man an diesem milden Septemberabend am Lagerfeuer.

Samstag in der Früh wurde uns das Training wie in alten Zeiten vom „Fritz“ (Friedrich -Wilhelm Ulrich; 2-facher Olympiasieger und mehrfacher 8+ Weltmeister der DDR) vorgegeben, der uns 1990 im Vierer trainierte. Fritz hatte damals ein Jahr zuvor noch die DDR-Auswahl in der gleichen Bootsgattung zur Goldmedaille gebracht, bevor er dann in den Westen flüchtete.

16 Km Ausdauertraining auf dem Wasser in der „Toskana“

„Männer, ich will einen harten Schubschlag sehen“, war die Vorgabe vom Fritz. Die Modellathleten von damals trugen wie einst im „Nationaldress“ die Riemen und das Boot zum Steg, legten eingespielt nach der Ansage des Steuermannes das Boot ins Wasser und legten ab. Wie vor dreißig Jahren klappte das Rudern auf Anhieb. Wie schön der See sein konnte, erlebte die Mannschaft und genoss die Rudereinheit zum „Stärrschorsch“ in Fischbach. Dort angekommen, das Boot sicher auf Polstern abgelegt, wurde ein Tisch bezogen und es gab die verdiente Erfrischung. Geschichten und Erinnerung aus der damaligen Zeit wurden erzählt und viel gelacht.

Damals: Wir hatten in der Tat einige großartige Erlebnisse in dieser Zeit, wie die Regatta in Brandenburg mit Trainingslager in Berlin. Gerade mal 18 Jahre alt waren wir. Volljährig erkundeten wir die künftige deutsche Hauptstadt in der trainingsfreien Zeit. Im Zuge der Wiedervereinigung auch den Ostteil der Stadt, was ein Jahr zuvor nicht denkbar gewesen wäre!

Int. Regatta Köln
Bord an Bord Wettkampf mit der „DDR“ Auswahl, es war quasi das Rennen der Rennen (Ost/West) und so schnell, dass die Zeiten schneller waren als die des 4- , beiden Mannschaften wollten der „anderen Seite“ zeigen, wer die bessere Mannschaft war.

Viele Trainingslager standen auf dem Programm: von Breisach über Dreisbach an der Saarschleife bis nach Ratzeburg, überall wurde an Technik und Kondition gefeilt, der Spaß durfte aber nicht fehlen.

Zurück in die Gegenwart

Die Zeit verging im Fluge, es musste ja noch zurückgerudert werden. Im Bootshaus angekommen, wurde auf „aktive Regeneration“ umgestellt, der Grill angezündet und entspannt.

Gemeinsam schauten wir dabei Bilder und Filmmaterial an, die eine oder andere Überraschung aus der Vergangenheit kam zum Vorschein.

So ging dieser Tag viel zu schnell zu Ende, am nächsten Morgen hieß es auch schon wieder Abschiednehmen voneinander und vom Bodensee.Einig war man sich, dass man dieses Event wiederholen möchte, am liebsten am schönen Bodensee, diesmal dann aber mit dem ganzen Juniorennationalteam von 1990.

Volleyball-Profis versuchen sich beim Rudern

Gar nicht so leicht, wie’s aussieht, oder? Leon Hoff und Matthias Wolsfeld (Zweier im Hintergrund) zeigten den Volleyballprofis „live“, wie Rudern geht. Bild: RVF

Am Mittwoch gab’s beim RVF eine Premiere: Zum ersten Mal stiegen Volleyballer der Erstliga-Mannschaft des VfB Friedrichshafen bei uns ins Ruderboot – und stellten sich wirklich passabel an. Der RVF ist der Anfrage der Häfler Sportskollegen gern nachgekommen.

Volleyballer rudern? Mit den Armen in der Luft sicher oft, aber so richtig auf dem Wasser? Warum nicht, dachte sich VfB-Cheftrainer Michael Warm, und fragte bei uns für ein „Probetraining“ der besonderen Art an. Für den RVF und ganz besonders für das junge Rennteam des Vereins waren die Sportprofis herzlich willkommen. 

Thomas Weiler hilft beim Einsteigen. Bild: RVF

Und so stand am Mittwochvormittag fast die gesamte Erstliga-Mannschaft samt Staff des VfB Friedrichshafen auf dem Hof des Traditionsvereins. „In diesem Jahr ist vieles anders als sonst und wir müssen noch mehr zusammenhalten. Teambuilding spielt für eine erfolgreiche Saison eine größere Rolle als viele denken“, nannte Michael Warm einen Grund für diesen besonderen Ausflug auf den Bodensee. Der zweite: Mit zwei Monaten ist die Vorbereitung für die nächste Volleyballsaison im „Oberhaus“ in diesem Jahr so lang wie noch nie. Da muss sich ein Trainer schon einiges einfallen lassen, damit seine Spieler nicht die Lust am Ballspielen verlieren, bevor der Ligabetrieb startet.

Das sieht doch schon recht gut aus! Bild: RVF

Mit ihrer Körpergröße, einer gut trainierten Muskulatur und Koordination haben Volleyballer gute Voraussetzungen fürs Rudern, auch wenn unsere Sportler im Boot mit Sicherheit mehr Ausdauer haben. Doch wie mit dem Ball braucht es auch im Mannschaftsboot technische Perfektion und ein eingespieltes Team, damit es gut läuft. Dass das einfacher aussieht als es sich mit den beiden rund drei Meter langen Skulls in den Händen im Boot umsetzen lässt, haben die Männer um Libero Markus Steuerwald dann recht schnell erkannt. Bis auf den Jüngsten im Team, Ben-Simon Bonin, der unterwegs zur Vorbereitung für die Junioren-EM in Italien war, stellten sich alle VfB-ler mit großer Ernsthaftigkeit, aber genauso viel Spaß dem ungewohnten Bewegungsablauf im anfangs wackligen Ruderboot. Nur Dejan Vincic wollte vorzeitig an Land. Die „Kippelei“ war ihm auf den Magen geschlagen. 

Gruppenfoto nach Abschluss der Trainingseinheit – unsere Rennruderer mittendrin. Bild: RVF

Nicht nur unsere Trainer Jan Strempel und Thomas Weiler begleiteten die Doppelvierer mit den Motorbooten auf dem Wasser. Unsere Nachwuchs-Elite war genauso am Start. Leonie Goller, Emma Neubauer Yara Köder und Nora Dormeyer tauschten für diese Trainingseinheit die Seiten und nahmen statt der Skulls in jedem Boot das Steuerruder in die Hand.

Thomas Weiler (links) begrüßt die VfB-Profis mit Chefcoach Micheal Warm (3. von rechts). Bild: RVF

„Die Mädels sind das unerschrocken angegangen und haben die großen Jungs in englischer Sprache unterwiesen“, so Thomas Weiler. Die Jungs der RVF-Rennmannschaft – Yannis Köder, Leon Hoff und Mathias Wolsfeld – begleiteten die Volleyballer im Rennboot und zeigten quasi im praktischen Anschauungsunterricht, wie Rudern so geht.

Schwimmwesten an, Skulls zum Steg bringen, Boote einsetzen – und dann ging’s in vier Doppelvierern los. Bild: RVF

Aufs Wasser gingen letztlich alle, sogar das Trainergespann Michael Warm und Thomas Ranner. Dass eine Körperlänge jenseits von zwei Metern im Gig-Boot aber das Ende der Fahnenstange ist, zeigte sich aber nicht nur bei Diagonalangreifer Lukas Maase, der an Land stolze 2,12 Meter misst. Obwohl alle Stemmbretter in weiser Voraussicht so weit wie möglich nach vorn gestellt waren, reichten nicht nur für seine langen Beine die Rollbahnlänge für den Rollsitz nicht mehr aus – von der Schuhhalterung im Boot ganz abgesehen. Dabei ist Schuhgröße 46 ja eigentlich kein Problem.

Dass eine Körperlänge jenseits von zwei Metern im Gig-Boot das Ende der Fahnenstange ist, zeigte sich aber nicht nur bei Diagonalangreifer Lukas Maase, der an Land stolze 2,12 Meter misst. Bild: RVF

Nach einer guten halben Stunde bekamen die Volleyballer in den Booten den gemeinsamen Rhythmus und eine gleichförmige Bewegung schon ganz gut hin. Als besonders talentiert zeigte sich der kubanische Mittelblocker David Fiel Rodriguez, der auf der Schlagposition in seinem Boot den Takt vorgab. Kein Wunder: Das war nicht sein erstes Rudertraining, gab er später zu. Er war auch nach der einstündigen Ausfahrt noch so gut bei Puste, dass er beim Abschluss-Meeting auf dem Hof noch eine fetzige Beatbox-Einlage zum Besten geben konnte. 

Auf die Art tragen wir die Skills sonst eigentlich nicht hoch:-). Bild: RVF

Nach gut zwei Stunden waren sich Ruderer und Volleyballer jedenfalls einig: „Das hat wirklich Spaß gemacht“, sagt RVF-Trainer Thomas Weiler. Einige vom VfB würden das gern wiederholen. Und weil es bei der Premiere so gut geklappt hat, hat der Ruderverein nun auch die Volleyball-Junioren zum Wassertraining eingeladen.

Rudern macht Spaß!

15 Jugendliche haben im RVF erfolgreich einen Ruderkurs absolviert. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte der erst im Juni starten. Spaß hat es offensichtlich gemacht, denn die meisten wollen dabei bleiben.

Einen Anfängerkurs in diesen Zeiten anzubieten, ist derzeit alles andere als einfach. Doch für junge Interessierte hat unser Trainer Thomas Weiler keine Mühe gescheut. Unter Beachtung aller Corona-Auflagen nahmen ab Juni 15 Jugendliche an diesem Kurs teil und lernten das Rudern.

Beim Abschlussgrillen auf dem Vereinsgelände. Bild: RVF

„Die meisten der jugendlichen Teilnehmer haben sich entschlossen, das Rudern für sich als Sportart zu wählen“, freut sich Thomas Weiler, nachdem der Kurs nun zu Ende geht. Beim Abschluss-Grillen auf dem Vereinsgelände ließ man die gemeinsamen Ausfahrten noch einmal Revue passieren.

Teilnehmer am Ruderkurs – hier coronabedingt auf Abstand. Bild: RVF

Der RVF freut sich über den „Nachwuchs“ in den eigenen Reihen!

Weitere Lockerungen auch für den Ruder-/Vereinsbetrieb

Zum 1. August wurden in Baden-Württemberg bei den gültigen Beschränkungen und Auflagen durch die Corona-Pandemie weitere Lockerungen in Kraft gesetzt. Der Vorstand informiert:

Da wir seit Juli schon den Ruderbetrieb im Mannschaftsboot haben freigeben können, beziehen sich die aktuellen Lockerungen mehr auf die erlaubte Anzahl von Personen im Bootshaus, auf dem Bootsgelände und auch im Clubraum. Im Prinzip haben wir zum 1. August auch die Bewirtung wieder freigegeben.

Trotzdem möchten wir, analog der Rundmail von Anfang Juli, auf die geltenden allgemeinen Bestimmungen hinweise. Gerade jetzt inmitten der Urlaubsphase mit vielen Reiserückkehrern steigt die Gefahr massiv an, das die zweite Corona-Welle auch uns treffen könnte.

Ich bitte Euch daher, die geltenden Bestimmungen, die nur zum kleinen Teil RVF spezifisch, sind wirklich einzuhalten.

  • Skulls/Riemen sind nach dem Benutzen gründlich zu desinfizieren.
  • Sollten mehrere Boote gleichzeitig zu Wasser gelassen werden oder vom Wasser kommen: Nehmt bitte Rücksicht und gebt Euch gegenseitig Zeit – ein Ansammlung von vielen Leuten am Steg oder in der Bootshalle ist zu vermeiden.
  • Wie bisher ist es wichtig, sich weiterhin für den Ruderbetrieb oder auch sonstige Aktivitäten (Kraft-, Ergoraum, Arbeitseinsätze etc.) im Fahrtenbuch vor Aufnahme einzutragen und danach auszutragen. Wir haben als Verein eine Nachweispflicht.
  • Dies gilt im Besonderen auch für die Nutzung des Clubraumes, zumal sich hier auch viele aufhalten, die nicht über das Fahrtenbuch erfasst sind. Tragt Euch bitte in die ausgelegten Listen ein.

Wir möchten zudem weiterhin an den Regeln für die Kraft-/Ergoräume festhalten:

  • Bei Schlechtwetter oder -wasser können die Ruder-Ergometer in die Bootshalle gestellt werden. Die Tore müssen dabei geöffnet sein, zwischen den Geräten ist sehr großzügig Abstand zu halten und das Gerät ist nach Gebrauch gründlich zu desinfizieren. Im Ergometerraum können weiter 3 Personen (inclusive Trainer/Betreuer) bei geöffnetem Fenster trainieren.
  • Der Kraftraum darf ebenfalls mit maximal 3 Personen inclusive Betreuer benutzt werden. Auch hier sind alle Geräte, Hanteln, Bänke etc. gründlich zu desinfizieren

Und auch diese Regelungen haben weiter Bestand – so wie es viele von Ihren Arbeitgebern kennen:

  • Das Vereinsgeländes dürfen nur Personen betreten, die nicht unter Infektionen der Atemwege leiden, keine erhöhte Temperatur haben und in den letzten 14 Tage nicht in Kontakt zu einer Corona-infizierten Person standen
  • Typische Krankheitssymptome sind Fieber (>37.4 Grad), trockener Husten, Geruchs- sowie Geschmacksstörungen, Bindehautentzündung, leichter Durchfall, Müdigkeit oder Kurzatmigkeit
  • Der gesetzlich geltende Mindestabstand von 1,5 m ist weiterhin einzuhalten. Wo das nicht möglich ist, muss eine Atemschutzmaske getragen werden
  • Jeglicher Körperkontakt ist weiterhin zu vermeiden

Und jetzt noch ein persönliches Wort aufgrund der wenigen Beobachtungen, die ich im Verein mache:

Das Eintragen in das Fahrtenbuch, gerade auch wenn nicht gerudert wird, sondern andere Tätigkeiten wahrgenommen werden (schon im Juni kommuniziert), als auch die ausgelegte Liste im Clubraum sind keine Erfindung Eures Vorstandes, um Euch das Leben schwer zu machen. Analog einem Café oder Restaurant, das ihr gelegentlich besucht, sind wir gesetzlich verpflichtet, die Anwesenheitslisten zu führen. Ich habe kein Verständnis, gerade aus gesundheitlicher Rücksicht anderen Vereinsmitgliedern gegenüber, dass diese Eintragungen wissentlich nicht gemacht werden, weil es „zu viel Aufwand” bedeutet, wenn sich darüber lustig gemacht wird oder jemand meint, wie cool es doch ist, sich nicht einzutragen. Wir sprechen hier neben der gesetzlichen Verpflichtung auch vom Respektieren der Gesundheit anderer.

Gleiches gilt für das Abstandhalten oder im Zweifelsfall Maske-tragen. Ja, das ist lästig und ich habe selbst das Problem, zum Beispiel beim gleichzeitigen Tragen einer Brille. Man mag das Virus nicht sehen und nicht riechen, aber es ist da! Viele Mitglieder und Ruderaktive sind sich dessen bewusst und halten sich an die kleinen Einschränkungen, die aber unseren Ruder- und Vereinsbetrieb erlauben.

Daher appelliere ich an alle (anderen) Mitglieder, egal ob jung oder alt oder zwischendrin: haltet Euch ALLE dran, so bleiben wir gesund und unser Verein offen. Ihr wisst aus den endlosen Berichten in Funk und Fernsehen, wie schnell unser Verein geschlossen werden würde, sollten wir nur ein oder zwei Infektionen im Ruderverein übertragen haben. Daher auch mein Appell an alle Urlaubsheimkehrer, freiwillig an den ersten fünf Tage nach Rückkehr eventuelle auf das Rudern zu verzichten…..das minimiert zumindest eine Ansteckung, solltet ihr den Virus auch unwissentlich in Euch tragen.

Danke an alle und bleibt gesund sagt für den Vorstand

Ingo Schimmelpfennig

Neuer Steuermann im Traditionsverein

Ingo Schimmelpfennig (rechts) hat den ersten Vorsitz im Ruderverein Friedrichshafen von Manuel Strauch übernommen. Bild: RVF

Mit Ingo Schimmelpfennig hat nach seiner Wahl bei der Jahreshauptversammlung ein neuer Präsident das Ruder beim RVF von Manuel Strauch übernommen – und das dank Corona-Pandemie zu sehr bewegten Zeiten.

Der Ruderverein Friedrichshafen hat einen neuen Steuermann: Ingo Schimmelpfennig hat von Manuel Strauch den Vorsitz des Häfler Traditionsvereins übernommen. Nach sechsjähriger Amtszeit als Vorsitzender hat sich Manuel Strauch aus dem neunköpfigen Leitungsgremium der Ruderer verabschiedet, und zwar aus familiären Gründen. Das dritte Kind ist in dieser Zeit gekommen: „Ich möchte mehr Raum für die Familie haben“, erklärt er. In dem 55-jährigen Ingo Schimmelpfennig hat der frühere Ruderweltmeister einen Nachfolger gefunden, dem der Verein ebenso am Herzen liegt. Schimmelpfennig zählte in den 1980er-Jahren zum leistungssportlichen Aushängeschild der Ruderer in der Zeppelinstadt.

Strauchs Ziele, als er vor sechs Jahren an die Spitze des Vereins trat und mit einer leistungsstarken Truppe den Generationswechsel in der Vereinsführung vornahm, konnte er gut umsetzen: Die Weiterführung der soliden Finanzen und der Aufbau eines Vereinslebens auch außerhalb des Ruderbootes sowie eine Bootsausstattung, die dem Leistungssport ebenso gerecht wird wie ambitionierten Breitensportlern. Bei der Jahreshauptversammlung kurz vor dem Lockdown wurde Schimmelpfennig mit breiter Mehrheit in das Amt des ersten Vorsitzenden gewählt.

Ingo Schimmelpfennig kam als 12-Jähriger zum Rudern, bis 1991 war ihm das Bootshaus am Hinteren Hafen zweite Heimat. Nach dem Studium in Konstanz zog es ihn beruflich in die weite Welt, zuletzt nach Genf. Vor zwei Jahren kam er mit seiner Familie wieder zurück an den See und übernimmt nun gerne den Posten des RVF-Präsidenten von Manuel Strauch. „Momentan möchte ich den Fokus auf den Leistungssport legen. Durch die Corona-Pause gilt es jetzt, die jungen Rennruderer zu motivieren und bei der Stange zu halten“, so der Neue.

Denn die pandemiebedingten Schließungen trafen auch die Ruderer hart. Bis Ende Mai lag der Verein brach, die Rennruderer und Rennruderinnen mussten ins „Homeoffice“: Der Verein gab die Ruderergometer den jungen Sportlern mit nach Hause. Langsam kommt das Leben auf das Vereinsgelände zurück. Tägliches Rudern ist für Breiten- wie auch Leistungssportler wieder möglich; auch die Bewirtung des Clubraumes läuft aktuell an. „Wir haben nun das neue Normal“, so Schimmelpfennig. Und möchte sich ausdrücklich bei allen Mitgliedern bedanken, weil die Abstands- und Hygieneregeln vorbildlich umgesetzt würden.

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Erste Regatta 2020 in Linz-Ottensheim

Nora Dormeyer und Leonie Goller freuen sich über ihre erste Medaille in dieser Saison: Sie holten im Doppelzweier in Linz die Bronzemedaille. Bild: Jan Strempel

Am Wochenende (11./12. Juli) war eine erste Delegation der Friedrichshafener Rennmannschaft nach der langen Durststrecke auf Grund der Corona-Pandemie wieder unterwegs. Ziel war Linz in Oberösterreich, genauer gesagt die Weltcup- und Weltmeisterschafts-Strecke in Ottensheim. Über beide Tage wurde in einem Ausscheidungssystem die schnellsten Boote mit Teilnehmern aus Österreich und Deutschland ermittelt. Viele deutsche Vereine nicht nur aus Baden-Württemberg und Bayern, sondern auch Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Berlin nutzten die Chance, in die Wettkampfsaison zu starten, da hierzulande noch keine Wettkämpfe stattfinden.

Für den RVF waren die vier Juniorinnen U17 Nora Dormeyer, Leonie Goller, Yara Köder und Emma Neubauer (alle Jahrgang 2005) am Start. Im Zweier konnte sich der Zweier Dormeyer/Goller mit einem Abteilungssieg am ersten Tag souverän ins A-Finale rudern. Diese starke Leistung krönte das jüngste Boot im Final-Feld mit einer Bronzemedaille nach einem packenden Rennen zwischen den Mannschaften aus Linz, München und Friedrichshafen, die während des gesamten Rennens nie mehr als eine halbe Bootslänge auseinander fuhren. Obwohl der Zweier erst seit wenigen Wochen zusammen fährt und noch Defizite in der Zusammenarbeit zeigte, steckte er nie auf, griff immer wieder nach vorne an und schob sich mit einem beherzten Spurt etwa 500 Meter vor dem Ziel sogar in Führung. Am Ende reichten die Kräfte jedoch nicht, diese Führung gegenüber den erfahreneren Gegnerinnen ins Ziel zu bringen. Der Vorsprung vor dem Vierten, dem direkten Konkurrenten aus Baden-Württemberg, betrug am Ende fünf Sekunden.

Dem Zweier Köder/Neubauer gelang der Sprung ins B-Finale. Dort bekamen die beiden Sportlerinnen das Boot jedoch nicht – wie noch am Samstag – ins Laufen und kamen als Sechste, insgesamt also als 12., ins Ziel.

Auch der Vierer schaffte es ins A-Finale, musste sich dort aber den stärkeren Gegnern geschlagen geben und landete auf dem 5. Platz.

Insgesamt präsentierten sich die Sportlerinnen des RVF mit einer tollen Mannschaftsleistung, die Hoffung macht für die weiteren Jahre im Junior-Bereich.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage hoffen wir, dass es nicht bei dieser Regatta bleibt. Linz hat gezeigt, dass mit guter Organisation, einem durchdachten Konzept und Rücksichtnahme solche Freiluftveranstaltungen sehr gut möglich sind. Vielleicht ist es hier tatsächlich einmal von Vorteil, dass Rudern kein Publikumsmagnet ist.

Jan Strempel (Trainer Leistungssport)

Der Regattaplatz in Linz: Der RVF nutzte den Wettkampf auf der Weltcup- und Weltmeisterschafts-Bahn für den Saisonstart. Bild: Jan Strempel