Erste Regatta 2020 in Linz-Ottensheim

Nora Dormeyer und Leonie Goller freuen sich über ihre erste Medaille in dieser Saison: Sie holten im Doppelzweier in Linz die Bronzemedaille. Bild: Jan Strempel

Am Wochenende (11./12. Juli) war eine erste Delegation der Friedrichshafener Rennmannschaft nach der langen Durststrecke auf Grund der Corona-Pandemie wieder unterwegs. Ziel war Linz in Oberösterreich, genauer gesagt die Weltcup- und Weltmeisterschafts-Strecke in Ottensheim. Über beide Tage wurde in einem Ausscheidungssystem die schnellsten Boote mit Teilnehmern aus Österreich und Deutschland ermittelt. Viele deutsche Vereine nicht nur aus Baden-Württemberg und Bayern, sondern auch Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Berlin nutzten die Chance, in die Wettkampfsaison zu starten, da hierzulande noch keine Wettkämpfe stattfinden.

Für den RVF waren die vier Juniorinnen U17 Nora Dormeyer, Leonie Goller, Yara Köder und Emma Neubauer (alle Jahrgang 2005) am Start. Im Zweier konnte sich der Zweier Dormeyer/Goller mit einem Abteilungssieg am ersten Tag souverän ins A-Finale rudern. Diese starke Leistung krönte das jüngste Boot im Final-Feld mit einer Bronzemedaille nach einem packenden Rennen zwischen den Mannschaften aus Linz, München und Friedrichshafen, die während des gesamten Rennens nie mehr als eine halbe Bootslänge auseinander fuhren. Obwohl der Zweier erst seit wenigen Wochen zusammen fährt und noch Defizite in der Zusammenarbeit zeigte, steckte er nie auf, griff immer wieder nach vorne an und schob sich mit einem beherzten Spurt etwa 500 Meter vor dem Ziel sogar in Führung. Am Ende reichten die Kräfte jedoch nicht, diese Führung gegenüber den erfahreneren Gegnerinnen ins Ziel zu bringen. Der Vorsprung vor dem Vierten, dem direkten Konkurrenten aus Baden-Württemberg, betrug am Ende fünf Sekunden.

Dem Zweier Köder/Neubauer gelang der Sprung ins B-Finale. Dort bekamen die beiden Sportlerinnen das Boot jedoch nicht – wie noch am Samstag – ins Laufen und kamen als Sechste, insgesamt also als 12., ins Ziel.

Auch der Vierer schaffte es ins A-Finale, musste sich dort aber den stärkeren Gegnern geschlagen geben und landete auf dem 5. Platz.

Insgesamt präsentierten sich die Sportlerinnen des RVF mit einer tollen Mannschaftsleistung, die Hoffung macht für die weiteren Jahre im Junior-Bereich.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage hoffen wir, dass es nicht bei dieser Regatta bleibt. Linz hat gezeigt, dass mit guter Organisation, einem durchdachten Konzept und Rücksichtnahme solche Freiluftveranstaltungen sehr gut möglich sind. Vielleicht ist es hier tatsächlich einmal von Vorteil, dass Rudern kein Publikumsmagnet ist.

Jan Strempel (Trainer Leistungssport)

Der Regattaplatz in Linz: Der RVF nutzte den Wettkampf auf der Weltcup- und Weltmeisterschafts-Bahn für den Saisonstart. Bild: Jan Strempel

Ruderverein gedenkt einer unermüdlichen Förderin

Gertrud „Trudl“ Oltmanns ist im Alter von 94 Jahren verstorben.

Trudl Oltmanns (links)

Ein ganzes Menschenleben, fast 70 Jahre lang, war Gertrud „Trudl“ Oltmanns Mitglied im Ruderverein Friedrichshafen. Mehr noch: Ein Stück weit war sie mit dem RVF verheiratet, denn ihr Mann war es auch. Emil Oltmanns war nach dem Zweiten Weltkrieg von 1949 bis 1966 RVF-Trainer und der bis dahin erfolgreichste des Vereins. 150 Siege fuhren „seine“ Sportler bei Regatten in fast zwei Jahrzehnten ein.

Auch nach seinem Ableben hielt Trudl Oltmanns dem Häfler Ruderverein ihre Treue, war bei jeder Veranstaltung und oft auch zwischendurch im Bootshaus anzutreffen. Und sie blieb eine unermüdliche Förderin des Rudernachwuchses. Noch vor der Jahrtausendwende stiftete sie den „Emil-Oltmanns-Gedächtnispreis“, den seither jedes Jahr der oder die erfolgreichste Jugendliche am Ende der Saison erhält – immer aus den Händen von Trudl Oltmanns höchstpersönlich. Auch beim Abrudern 2019 ließ sie es sich trotz ihres hohen Alters nicht nehmen, den Pokal nach dem Abrudern selbst zu überreichen – so wie jedes Jahr zuvor.

Im Alter von 94 Jahren ist Trudl Oltmanns am 1. Mai verstorben. Die Mitglieder des Rudervereins werden ihrer gedenken – nicht nur dann, wenn der von ihr gestiftete „Emil-Oltmanns-Gedächtnispreis“ einmal mehr an den erfolgreichsten Nachwuchssportler des RVF übergeben wird.

Bildreihe von Trudl Oltmanns zur 100 Jahrfeier des RVF:

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Nachruf auf die Trainer-Legende des Häfler Rudervereins

Ehrenmitglied Theo Bauner war 45 Jahre Coach der Ruderer in Friedrichshafen. Im Alter von 85 Jahren ist er am 5. April verstorben.

Theo Bauner
Theo Bauner

Theo Bauner war ein Rudertrainer mit Leib und Seele. Als er im Jahr 2000, ausgezeichnet mit der Landesehrennadel, den Schlusspunkt unter seine außergewöhnliche Trainerkarriere setzte, war er bereits 65 – und konnte es dann doch nicht lassen. Wenige Jahre später setzte er sich wieder ins Motorboot, tuckerte neben den Jungen und Mädchen in ihren schlanken Booten her, gab Tipps zur Technik und motivierte die jungen Sportler. Seinen 75. Geburtstag feierte er als ehrenamtlicher Trainer des Bodensee-Oberschwaben-Achters beim ersten Saisonfinale der Ruder-Bundesliga an der Regattastrecke in Krefeld und genoss bei der abendlichen Siegerehrung ein Ständchen von über 1000 Zuschauern.

„Viereinhalb Jahrzehnte lang hat Theo Bauner den Leistungssport im Ruderverein Friedrichshafen mit geprägt“, sagt RVF-Präsident Ingo Schimmelpfennig hochachtungsvoll über seinen einstigen Trainer, der ihn selbst rund zehn Jahre betreut hat. 

Als der gebürtige Franke 1938 an den Bodensee kam, war noch nicht absehbar, dass er sich auf dem Wasser mal am wohlsten fühlen wird. 1951 entdeckte er den Rudersport für sich. 1965, als Otto Hüni Präsident des Rudervereins war, wurde er Co-Trainer von Emil Oltmanns. Tagsüber arbeitete er als Konstrukteur bei ZF, danach war er als RVF-Trainer unterwegs, auch an vielen, vielen Wochenenden. Wie viele junge Menschen er auf einem Stück ihres Lebens begleitet hat, ist nicht in Zahlen zu fassen. Dabei war er für die Jugendlichen weit mehr als nur ein Trainer, der unzählige Abende und Wochenenden mit ihnen verbracht hat. Viele von ihnen hat Theo Bauner in ihrer weiteren persönlichen Entwicklung nachhaltig geprägt.

Auch der Erfolg blieb nicht aus. 1972 wurden seine Schützlinge Martin Knapp und Christoph Moll im Zweier ohne Steuermann nicht nur Deutscher Jugendmeister. Ob dieser Leistung ins Nationalteam berufen, gewannen die beiden Häfler in Mailand die Silbermedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Es war die erste Mannschaft des RVF, die nationales Edelmetall ins Häfler Bootshaus brachte und auch international erfolgreich war. Es waren nicht die letzten Titel und Medaillen, die Theo Bauner mit seinen Sportlern errang.

Der Ruderverein Friedrichshafen wird seinem Ehrenmitglied stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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Ehrenvorsitzender Willi Schacher gestorben

Beim Neujahrsempfang 2015 wurde Ehrenpräsident Willi Schacher ( 3. von links) für seine 60-jährige Mitgliedschaft im RVF geehrt.

Der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Rudervereins Friedrichshafen, Willi Schacher, ist am 17. März im Alter von 92 Jahren verstorben. „Wir alle behalten ihn in Erinnerung als einen engagierten und aktiven Ruderkameraden“, teilt der RVF-Vorsitzende Ingo Schimmelpfennig mit. 

Willi Schacher begann seine berufliche Karriere als technischer Zeichner bei Karl Maybach, dem er als knapp 19-Jähriger nach Frankreich folgte, um im Rahmen von Reparationsleistungen an der Weiterentwicklung des Maybach-Einspitzmotors weiterzuarbeiten. Am Ende seines beruflichen Weges war Willi Schacher langjähriger Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der ZF Friedrichshafen AG. Ein Grund, warum er auch in seiner Zeit als Vorsitzender des Rudervereins von 1984 bis 1997 an vielen wichtigen Projekte in der Stadt vorrangig beteiligt war. Beispielhaft seien die Planung des Graf-Zeppelin-Hauses oder die Vorausplanungen der Uferrenaturierung genannt. 

Willi Schacher war über 65 Jahren Mitglied des Rudervereins und auch als Ruderer sehr aktiv.  Nicht nur auf einer der vielen Wanderfahrten auf dem Hochrhein, den Bayrischen Seen oder auch auf dem Lago Maggiore. Pflichtveranstaltung waren für Willi Schacher über viele Jahre die ZF-Regatten in Passau oder Saarbrücken, bei denen er die Fahnen von Friedrichshafen hochgehalten hat. Legendär waren die Ausfahrten des sogenannten “Schwedi-Vierers” Richtung Langenargen in den 1960er Jahren – mit hohem Kameradschaftsfaktor. Bis ins hohe Alter war Willi Schacher auch noch im Einer regelmässig auf dem Bodensee unterwegs. Als er 1997 das Amt des Vereinsvorsitzenden an seinen Nachfolger Rupert Baur übergab, wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dem RVF hielt er bis zu seinem Ableben die Treue. Der Ruderverein Friedrichshafen wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

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Frühjahrsputz 2020

Arbeitseinsatz im Bootshaus

Hallo liebe RVF-Mitglieder!

Wir wollen unser Bootshaus samt Außenanlage vor dem Anrudern einem Frühjahrsputz unterziehen und wieder so richtig auf Vordermann bringen.

Gute Gelegenheit um für 2020 Arbeitsstunden ableisten zu können.

Termin: Samstag 28.03.2020 ab 9:30

Um rege Teilnahme wird gebeten!

Die Hauswarte Bernd Klein und Robert Welz

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Allgemeines zum Breitensport

Wer Interesse am Rudersport hat oder eine Möglichkeit sucht, an ihn herangeführt zu werden, ist hier genau richtig. 
Wenn Sie Anfänger sind, bieten wir Ihnen mit unserem Ruderbasiskurs und einer entsprechenden Weiterbetreuung eine fundierte Ausbildung. Diejenigen, die bereits rudern können, begrüßen wir gerne in einer unserer nach Trainingsintensität  unterteilten Rudergruppen.

Anfänger

Der Einstieg der Erwachsenen in den Rudersport erfolgt in zwei Schritten:

Zunächst vermitteln wir Ihnen in unserem Basiskurs das 1×1 des Ruderns. Er umfasst 5 Einheiten zu jeweils 1.5 h.

Im Anschluss daran ist der Zeitpunkt erreicht, an dem Sie entscheiden müssen, ob Sie weiter dabei bleiben wollen. Für die weitere Ausbildung müssen Sie Mitglied im Ruderverein Friedrichshafen werden.

Im zweiten Schritt intensivieren wir noch einmal die Ausbildung, vertiefen Ihre bereits erworbenen Kenntnisse und feilen an Ihrer Rudertechnik. Sie werden dafür in Gruppen mit gleichstarken Ruderern eingeteilt. Zum Ende der Saison haben dann die meisten die Rudertechnik soweit verinnerlicht, dass sie in unseren Rudergruppen problemlos mitmachen können.

Die Anmeldung zu den Ruderkursen finden Sie unter Ruderkurse.

Ausgebildete Ruderer

Für alle, die bereits rudern können, besteht zu den angegebenen Zeiten die Möglichkeit, in einem Mannschaftsboot mitzufahren. Je nachdem, ob sie eher fitnessorientiert unterwegs sein wollen oder bei etwas weniger Anstrengung unser wunderschönes Ruderrevier genießen möchten, haben Sie die Auswahl zwischen den folgende Kategorien:

Fitnessrudern

Ruderstrecke zwischen 15 und 20 km, reine Ruderzeit 1,5 bis 2 h
Schlagzahl: 20 – 23 pro Minute, Intervalltraining
Voraussetzung: Abgeschlossener Ruderkurs

Freizeitrudern

Ruderstrecke zwischen 10 und 15 km, reine Ruderzeit 1 bis 1,5 h
Schlagzahl: 17 – 20 /min
Voraussetzung: Abgeschlossener Ruderkurs

Masterrudern (ehemalige Rennruderer)

Ruderstrecke 10 bis 15 km, reine Ruderzeit 1 bis 1,5 h
Angestrebt wird auch Riemenrudern

Die angegebenen Termine und Uhrzeiten können nach Absprache mit dem Betreuer witterungs- und tageslichtbedingt geändert werden. Ist nichts anderes abgesprochen, sollten Sie sich zu den folgenden Uhrzeiten „ruderfertig“ am Bootshaus einfinden.

Übersicht unserer Rudertermine und Ansprechpartner