Leonie Goller fährt zur Junioren-WM

Leonie kurz vor der Abfahrt ins Trainingslager mit der Juniorennationalmannschaft.

Häfler Ruderin wird Zweite bei den Deutschen Meisterschaften

Leonie Goller hat es geschafft – die 18-jährige Ruderin des Rudervereins Friedrichshafen sich einen Platz in der Juniorennationalmannschaft erkämpft. Nach ihren beiden Erfolgen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Baldeneysee in Essen im Juniorinnenachter, wo sie die Silbermedaille erruderte, und im Vierer ohne Steuerfrau, wo sie für die Bronzemedaille auf dem Treppchen stand, geht es nun für die junge Friedrichshafener Athletin gemeinsam mit ihrer Ruderpartnerin Milina Lindenmuth von der Mannheimer Amicitia in ein vierwöchiges Trainingslager nach Berlin-Grünau, bevor sie mit der Juniorennationalmannschaft nach Paris reist, wo vom 1. bis 8. August die JWM ausgetragen wird.

Traditionell sind die Juniorenweltmeisterschaften im vorolympischen Jahr die Feuertaufe für die Olympiaregattastrecke. Noch ist nicht klar, auf welchem Bootsplatz die Steuerbord-Ruderin in Paris an den Start gehen wird. In den ersten Tagen des Trainingslagers werden zehn junge Frauen um die Plätze im Achter kämpfen – doch das Ticket nach Paris hat sie sicher in der Tasche. Ob als Ersatzfrau oder eben im Flaggschiff Achter, wird sich nun zeigen.

Die junge Frau aus Friedrichshafen ist 2018 zum Rudersport gekommen. „Meine Freundin und ich haben uns umgeschaut und nach einer passenden Sportart gesucht“, erinnert sich die sympathische Athletin. Die harte Zeit der Corona-Pandemie verlangte einiges von den Mädchen ab. „Ich war davor auf wenigen Regatten. Und habe mich motiviert, in dem ich mich darauf gefreut habe, wieder Wettkämpfe zu fahren.“ Diese mentale Stärke brachte sie durch die auch für junge Leistungssportler sehr herausfordernde Zeit. War sie nach der Pandemie zwar nur noch die einzige aus ihrer Trainingsgruppe, die weiter bei der Stang blieb, so fand sie doch Ruderpartnerinnen im Land. Mit der Mannheimerin Lindenmuth sitzt sie seit vergangenem Herbst in einem Boot. „Wir sind Freundinnen geworden“, erklärt Goller. Viele Kilometer ruderten sie im Winter auf dem Neckar und auch dem Rhein im Breisacher Landesleistungszentrum. Zuhause unterstützt von Trainer Bernhard Strauch, trainierte  sie in Breisach bei Landetrainer Ralf Kockel.

Erstes entscheidendes Kriterium, um sich Richtung Juniorennationalmannschaft zu orientieren, ist die Leistung auf der Ruderergometer. „7 Minuten und 18 Sekunden ist die WM-Norm“, erklärt Goller. Dass sie diese mit einer Zeit von 7,1605 auf 2000 Meter nach einem trainingsreichen Winter locker erfüllte, quittiert sie mit einem stolzen Lächeln.

Weitere Tests waren auf der Langstrecke sowie auf drei Frühregatten. Bei der ersten in Brandenburg waren Goller wie auch ihre Kollegin krankheitshalber nicht am Start, so war die Regatta in München umso wichtiger. Hier und in Köln schaute der Deutsche Ruderverband genau auf die Leistung der jungen Athletinnen in ihren Rennen. Goller konnte mit den vorderen Platzierungen und Siegen beeindrucken.

Für die Zwölftklässlerin des Droste-Hülshoff-Gymnasiums war es gerade auch in den letzten Tagen vor der Abfahrt nach Berlin eine herausfordernde Zeit, musste sie doch einige Klausuren vorschreiben, da sie ja erst wieder im neuen Schuljahr da sein wird.

Sie liebt den Rudersport, die Einheiten auf dem Wasser, aber auch zu Land: „Das Training ist vielfältig, Joggen gehört genauso dazu wie Ergometer Fahren und Krafttraining“, erzählt sie. Die Struktur des Trainings weiß sie genauso zu schätzen, bis zu zehnmal die Woche steigt Goller ins Boot oder zieht sich die Laufschuhe an. Dann aber gleich für 14 Kilometer. Auch die letzte Trainingseinheit vor Abfahrt nach Berlin war eine zu Land – Laufen in der schönen Landschaft. Gerne hört die junge Frau dabei Technomusik, der Sound passt für sie gut zu ihrem Training. „Ich habe einfach diesen Bewegungsdrang, ein Tag ohne Sport ist nicht für mich.“

Das Abwechseln zwischen individuellem Training und dem Miteinander im Großboot machen für sie einen besonderen Reiz aus. „Der Achter ist ungewohnt, auch viel anonymer“, erklärt sie im Hinblick auf das anstehende Trainingslager. Ein bis zwei Mannschaftkolleginnen kenne sie hier, die anderen sind ihr noch unbekannt. Doch sie freut sich auch auf diese menschliche Herausforderung, ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, Vertrauen zueinander aufzubauen.

Die Ruderin blickt optimistisch auf das Trainingslager, sieht es auch als Möglichkeit, ihren Ruderschlag weiter technisch zu perfektionieren – etwas, das diese Sportart auszeichnet, ist doch kein Sportler jemals damit fertig, gibt es immer noch eine Feinheit zu verbessern.

Und natürlich freut sich die Friedrichshafener Ruderin auf die WM-Erfahrungen und die Möglichkeit, Mitglied eines Teams zu sein, das Deutschland repräsentiert. Zuhause im Bootshaus des RVF ist man derweil stolz auf seine Rennruderin und drückt ihr die Daumen.

Text und Bild: Silke Strauch-Hartmann

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Regatta Bamberg: Erfolg auf ganzer Linie!

Auch wenn die Hin- und Rückfahrt weit und anstregend war – Bamberg war für unsere Rennmannschaft eine wichtige Regatta auf dem Weg zu den Saisonhöhepunkten.
Besonders unsere vier Mädels fieberten ihrem ersten Start über die 1.000 Meter-Strecke entgegen. Die Rennzeit von fast fünf Minuten ist für Anfänger – gerade im Einer – schon eine Herausforderung.


Helen Dormeyer und Alyssa Rauber gewannen ihre Doppelzweier-Rennen bei den 13/14-jährigen Mädchen an beiden Regattatagen unangefochten und haben somit ihre Feuertaufe bestens bestanden – ihrer kraftvollen Ruderarbeit hatte die Konkurrenz nichts entgegen zu setzen.


Hanna Arvaj startete im Leichtgewichts-Einer der 14-jährigen und überraschte am Samstag mit ihrem Sieg nach einem beherzt geruderten Rennen und musste sich am Sonntag nur knapp ihrer Konkurrentin aus Waldshut geschlagen geben.


Karo Wedler startet als 15-jährige bereits bei den Juniorinnen B. Dort ist die Konkurenz stärker, die Gegnerinnen haben meist schon mehrere Trainingsjahre hinter sich – doch Karo ließ sich davon nicht beeindrucken und zeigte mit zwei sauber herausgefahrenen dritten Plätzen Kampfgeist und Durchhaltewillen im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer der Altersklasse B.

Mit drei Siegen überraschte Linus Kilches neben den Trainern sich selbst!
Er gewann nicht nur an beiden Tagen den Junioren-B-Leichtgewichts-Einer, sondern am Sonntag auch das Rennen der offenen Gewichtsklasse. Trockener Kommentar von Linus nach dem Rennen: „Als ich nach 600 Metern gesehen habe, das das führende Boot nur eine Länge weg war, hab ich mir gesagt: den holst du dir noch!“
Mit dieser Einstellung braucht es uns um unseren Nachwuchs nicht Bange zu sein.

Last but not least: Für Henri Morgenbesser und Felix Strauch war Bamberg schon die Generalprobe für den Bundeswettbewerb (Deutsche Meisterschaft der 12- bis14-jährigen). Hier gab es nochmals die Möglichkeit, die 3.000 Meter-Langstrecke zu testen. Der Sieg fiel deutlich aus. Auch über die 1.000-Meter Strecke ließen Henri und Felix nichts anbrennen und sind nach ihren zwei Siegen in Bamberg ungeschlagen im Leichtgewichts-Doppelzweier der 13/14-jährigen Jungen in der Saison 2023.
Henri gewann den Einer der Leistungsklasse II und Felix belegte den zweiten Platz der Leistungsklasse I.

Natürlich freuen sich die Trainer über das Ergebnis, eine überraschende Bestätigung der Trainerarbeit kam aber ganz unerwartet von einer Schiedsrichterin: „Es fällt schon auf, wie technisch sauber die Friedrichshafener rudern.“ (Text: Bernhard Strauch/Fotos: Oscar Paulus)

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Erfolgreiche Regattaneulinge

Nicht nur unsere Jungs, auch die 14-jährigen Mädels waren in Esslingen erfolgreich.
Nach der Qualifikationsregatta zum BW fand am Nachmittag eine „Einsteiger-Regatta“ über die 350 Meter-Kurzstrecke statt. Hier waren Alyssa Rauber und Helen Dormeyer im Doppelzweier am Start und Hanna Arvaj und Alyssa zusätzlich im Einer.
Der Doppelzweier wurde deutlich vor den Booten aus Waldshut und Sttgt-Cannstatt gewonnen.
Im Einer mussten unsere Mädels gegeneinander rudern und da war Hanna als Leichtgewicht deutlich im Nachteil. Trotzdem hat sie sich wacker geschlagen und der Rückstand war weniger wie erwartet.
Auf Grund dieser Erfolge haben die Trainer entschieden, daß auch unsere Juniorinnen auf der Regatta in Bamberg starten um sich dort erstmals den Herausforderungen eines Rennens über die 1.000 Meter-Strecke zu stellen.

Text: Bernhard Strauch, Bild: Oscar Paulus

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Felix und Henri qualifizieren sich für die „Deutsche“

Nach dem guten Abschneiden bei der 3.000-Meter Langstrecke auf der Mannheimer Regatta mit einem zweiten Platz von elf Booten lag es nahe, dass sich Henri Morgenbesser und Felix Strauch für einen der zwei Startplätze des Landesruderverbandes Baden-Württemberg zum Bundeswettbewerb (Deutsche Meisterschaft der Junioren C) im Leichtgewichts-Doppelzweier der 13/14-Jährigen qualifizieren wollten.
Die Quali-Regatta fand nun auf dem Neckar in Esslingen statt. Bei guten Wasserverhältnissen galt es, die 3.000 Meter – mit einer Wende nach der Streckenhälfte – in einer Schlagzahl zwischen 26 und 32 Schlägen/Min. zu absolvieren.
Es wurde als Time-Trial mit einem Abstand von einer Minute gestartet und die Vorgabe war es, das Boot mit Schlagzahl 26 „zum Laufen“ zu bringen um dann nach einigen hundert Metern auf 28 bis 30 Schlägen/Minute zu steigern, um bis zur Wende möglichst ökonomisch mit einem guten Bootsdurchlauf zu rudern, ohne sich überanstrengen zu müssen. Ab der Streckenhälfte wurde die Schlagzahl gesteigert und ein 1.500-Meter Rennen gegen die Zeit gefahren. Die Trainer, positioniert etwa 800 Meter vor dem Ziel, erkannten hier schon, dass Henri und Felix deutlich auf die direkt vor ihnen gestarteten Konstanzer Jungs aufgelaufen waren. Im Ziel war es denn auch die schnellste Zeit und damit die Qualifikation zum Bundeswettbewerb.

Der Bundeswettbewerb wird Ende Juni auf der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg ausgetragen. Jedes Bundesland darf pro Wettbewerb 2 Boote melden. Die Vorläufe für die Bundesregatta (1.000 Meter) werden ebenfalls über die Langstrecke ausgefahren.
Sinn dieses anspruchsvollen Wettkampfsystems ist es, die jungen Sportler nicht nur auf die 1.000 Meter-Strecke zu „trimmen“, die Langstrecke fordert vielmehr ein gründliches Training der Grundlagenausdauer.

In den verbleibenden sieben Wochen bis zum Saisonhöhepunkt steht nun weiterhin die Technikschulung und das Grundlagenausdauertraining, verbunden mit einem dazu passenden altersgerechten Krafttraining an Land, auf dem Programm. Wenn dies gewissenhaft absolviert werden kann, wird auch die Spurtfähigkeit über 1.000 Meter gesteigert.

Text: Bernhard Strauch, Foto: Oscar Paulus

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Weiterer Erfolg für Leonie Goller

Leonie Goller (ganz links) mit ihren Mannschaftskameradinnen auf der Siegertreppe der Regattastrecke München – Sieg bei der internationalen Juniorenregatta im Vierer ohne

Die internationale Münchner Juniorenregatta war der Auftakt für die deutschen Nachwuchsruderer und -ruderinnen der Juniorenklasse A (17/18 Jahre), die sich Chancen ausrechnen, auch international erfolgreich zu sein. Neben den deutschen Bundes- und Landeskader-Mitgliedern waren es die Junioren-Auswahlmannschaften aus Österreich, der Schweiz, England, Tschechien, Polen, Kroatien und Slowenien, die sich auf der Olympia-Regattastrecke in München bei besten Wasserverhältnissen trafen.


Nachdem alle deutschen Regionen am Start waren, brachten die Ergebnisse auch für die Bundes- und Regionaltrainer Aufschlüsse über das aktuelle Leistungsvermögen der deutschen Nachwuchsspitze.
Leonie Goller (im Bild links) war mit ihrer Mannheimer Partnerin Melina Lindemuth im Zweier ohne Stfr. und Vierer ohne Stfr. am Start. Im Vierer galt es zunächst, den Vorlauf erfolgreich zu überstehen. Drei Finalläufe (A-C) wurden ausgefahren und Leonie und Melina landeten mit ihren Partnerinnen aus Frankfurt im A-Finale gegen Boote aus England, Deutschland Nord, Nord-Ost und Bayern – also auch ein Überblick über die Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet.

Vom Start an führte die süddeutsche Renngemeinschaft das Feld an und behauptete sich gegen alle Angriffe auf den verschiedenen Abschnitten der 2.000-Meter-Strecke. Nachdem die Führung teilweise bis zu einer Länge betrug, wurde es im Endspurt doch noch etwas knapper, aber es reichte im Ziel für einen wichtigen Sieg. Neben der Freude über das tolle Ergebnis auch Motivation für die kommenden Wochen für die vier jungen Frauen. Und für den RVF wieder einmal ein tolles Ergebnis auf internationaler Ebene.


Im Zweier ohne hatten für den Sonntag 20 Boote gemeldet, das Rennen wurde in Abteilungen ausgefahren. Bundestrainer Adrian Bretting hatte die schnellsten deutschen Mannschaften in einen Lauf setzen lassen. Mit ihrem zweiten Platz haben Leonie und Melina ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Nur 2 Sekunden Rückstand auf das Boot aus Hanau bedeutet auch zweitbeste Zeit aller 20 Boote.

Die Regatten in Köln, Hamburg und die Deutsche Juniorenmeisterschaft im Juni in Essen sind neben den Trainingswochenenden in Mannheim und Breisach das Programm der nächsten Zeit.

Text: Bernhard Strauch, Bild: Jan Philipp Strugies (Mannheim)

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Mannheim: Saisonstart mit drei Siegen

Die Mannheimer Regatta ist alljährlich ein erstes Saison-Highlight, bringt sie doch nach der langen Wintersaison erste Aufschlüsse über den aktuellen Leistungsstand der Athleten.
Unsere drei Junioren wollten es wissen und waren auf die Konkurrenz aus ganz Süddeutschland gespannt. Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern waren zu Gast im BaWü-Land, und die Ergebnisse zeigen Sportlern und Trainern, wo man steht – für uns besonders wichtig, konnte man doch in diesem Frühjahr auf dem Bodensee wegen der schlechten Wasserverhältnisse extrem wenig rudern.

Henri Morgenbesser und Felix Strauch starteten am Samstag über die 3.000-Meter-Langstrecke in einem Elf-Boote-Feld. Bei dieser Distanz zeigt sich besonders, ob die Grundlagenausdauer entsprechend trainiert wurde. Mit einem zweiten Platz bestätigte sich das Training und Ruderer und Trainer wissen sich auf dem richtigen Weg. Dieser Weg bestätigte sich dann eindrücklich bei den 1.000-Meter-Rennen am Sonntag.
Felix in der Leistungsgruppe II mit einem souveränen Sieg und Bestzeit aller Läufe und Henri ebenfalls mit einem klaren Start-Ziel-Sieg in der Leistungsklasse III.
Gespannt konnte man danach auf das Doppelzweier-Rennen der beiden sein. Die Leistungsklasse II wurde klar gewonnen und in der Gesamtsumme der 13 gestarteten Boote war es am Ende wieder ein hervorragender zweiter Platz.
Nun geht es hochmotiviert ins Training für die Qualifikationsregatta zur Deutschen Meisterschaft. Diese wichtigen Rennen sind in Esslingen am 13. Mai.

Sein erstes Rennen über 1.500 Meter bestritt Linus Kilches im Leichtgewichts-Junioren-Einer. Gerade der Übergang von den 13/14-jährigen zu den Junioren der Altersklasse B (15/16) ist für die jungen Ruderer eine besondere Herausforderung, weil sich in dieser Phase der sportlichen Entwicklung Trainingsaufwand und -intensivität doch merklich steigern. Linus hat diese Herausforderung erfolgreich angenommen und mit seinem zweiten Platz ist ihm ein guter Einstand gelungen.

Text: Bernhard Strauch, Bild: Oscar Paulus

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Viel Wind und Wellen – aber toller Teamgeist !!!

Von links: Conrad Paulus, Hanna Arvaj, Alyssa Rauber, Karoline Wedler, Henri Morgenbesser, Felix Strauch, Linus Kilches und Oscar Paulus. Es fehlen Helen Dormeyer und Hanna Gumpoltsberger

Ein Versuch war es wert: Ostertrainingslager am Bodensee in Überlingen.
Die Jugendherberge nahe beim Bootshaus, die Überlinger Ruderkameraden tolle Gastgeber – wir konnten die gesamte Anlage inklusive Ergo- und Kraftraum nutzen, eigentlich hätte es richtig gut werden können. Das Ruderrevier am Untersee bietet im Normalfall beste Wasserbedingungen in alle Richtungen.

Besonders beliebt ist die Strecke entlang des Bodanrücks von Wallhausen bis Bodman. Hier ist das Wasser meist spiegelglatt – es sei denn, ein Sturm kommt – auch für die Einheimischen – überraschend auf. Dann gilt es, den rettenden Hafen von Wallhausen rechtzeitig zu erreichen und warten, bis der Bootshänger von der anderen Seeseite kommt! Auf dieses Erlebnis hätten auch die Überlinger Rennruderer, die mit uns unterwegs waren, gerne verzichtet !

Nichtsdestotrotz – unsere fünf Mädels und drei Jungs haben den widrigen Verhältnissen getrotzt und so viel wie möglich gerudert, der Rest der Trainingseinheiten wurde auf dem Ergometer, im Kraftraum oder beim Joggen absolviert. Und dann gab es ja auch noch die Überlinger Therme, eine Bowlingbahn und einen Filmabend – langweilig wurde es für unseren Nachwuchs nie.

Für die Trainer gab es Aufschluss über die aktuelle Leistungsfähigkeit der Ruder und Ruderinnen. Auch erste Erkenntnisse über Mannschaftsbildungen und Trainingsinhalte für die nächsten Wochen konnten gewonnen werden.

Für unsere Junioren Linus, Felix und Henri beginnt die Regattasaison schon am 22./23. April im Mühlauhafen in Mannheim mit Rennen über 1.000 / 1.500 / 3.000 Meter.

Text und Bild: Bernhard Strauch

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Junge RVF’ler bei der Sportlerehrung

175 Sportlerinnen und Sportler der Häfler Vereine waren zur Sportlerehrung 2022 in die Ludwig-Roos-Halle nach FN-Ettenkirch eingeladen.

Mit dieser Veranstaltung ehrt die Stadt Friedrichshafen alljährlich ihren erfolgreichen Sport-Nachwuchs. Neben Urkunden und Präsent gab es ein kurzweiliges Show-Programm mit Künstlern aus Friedrichshafen und der Welt.

Der RVF war mit fünf Jugendlichen seiner neunköpfigen Rennmannschaft aus 2022 vertreten.

Für ihren dritten Platz bei den Deutschen U 19 Meisterschaften im Vierer mit Steuerfrau in Renngemeinschaft mit Mannheim, Heidelberg und Mainz wurde Leonie Goller geehrt.

Felix Strauch als BaWü-Landesmeister im Leichtgewichtseiner der 13-jährigen gehörte ebenso zum geehrten Team wie Katharina Bauer für ihren dritten Platz bei der BaWü im Leichtgewichtseiner der 17/18-jährigen Juniorinnen.

Abgerundet wurde das RVF-Team mit Linus Kilches und Benjamin Jaksch, die ebenfalls für den dritten Platz im Jungen-Leichtgewichts-Doppelzweier 13/14 Jahre von Oberbürgermeister Brand geehrt wurden.

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Das sind unsere vier neuen Ehrenmitglieder

In der Jahreshauptversammlung am 24. März wurden vier neue Ehrenmitglieder einstimmig gewählt. Hier eine kurze Vorstellung der vier Ruderkamerden in alphabetischer Reihenfolge.

Uli Ahner

Mitglied seit 1964 – aber zwischenzeitlich aus verschiedenen Gründen zweimal für einige Zeit aus dem Verein ausgetreten – aber dreimal wieder eingetreten! In der Festschrift zum 100-jährigen Vereinsjubiläum beschreibt er humorvoll die Gründe.

Nach seiner aktiven Zeit war er über Jahrzehnte einer der Motoren des. Masters-Rudern (früher „Alte Herren“) und nebenbei ein verlässlicher Rückhalt für das Ressort Ökonomie. Alljährlich wurde von ihm zum „Wirtetreffen“ zu Beginn der Saison eingeladen und dabei die Bewirtungstermine besprochen. Bis heute ist er bei den Masters aktiv und viele kennen ihn als humorigen Wahlleiter bei unseren Jahreshauptversammlungen.

Karl-Heinz Schnell

Er gehört ebenfalls seit 1964 zum RVF. In den ersten Jahren war er Steuermann im Junioren-Achter und Vierer und wer im Boot saß, erinnert sich noch daran, wie er notfalls schon weit vor dem Ziel den Endspurt  einläutete und seine Crew zu Höchstleistungen anspornte.

Schon bald nach dieser Zeit widmete er sich ausschließlich dem Breitensport, wo er sich auch für den Trainer C qualifizierte, und ist bis heute viel auch im Einer und mit seiner Frau Cäcilia Franke im zweier unterwegs. Über zwei Jahrzehnte war er als Hauswart für unser Anwesen aktiv. Bereits 2014 hat er vom DRV den seltenen Äquatorpreis verliehen bekommen – 40.077 Kilometer ist der da bereits gerudert. Schon seit Jahren gehört er zu einem Team, das sich motiviert der Ausbildung von erwachsenen Neumitgliedern widmet. Das Wintertraining für die Breitensportler hat er gar 25 jahre geleitet.

Bernhard Strauch

Er ist seit 1960 dabei und damit am längsten unserer neuen Ehrenmitglieder.

Durch seine Brüder zum Rudern gekommen, begann er schon 1968 mit Ende seiner aktiven Zeit mit dem Training von Jugendlichen. Er hat zu dieser Zeit das Regattieren des jüngsten Nachwuchses bei uns begonnen. Diese Phase dauerte bis 1973.

Nachdem 1986 Tochter Silke mit dem Rudern begann und Sohn Manuel kurz darauf folgte, begann die zweite Phase seiner Trainertätigkeit, die bis 2002 andauerte. Nicht nur die zwei Weltmeistertitel und die Olympiateilnahme von Sohn Manuel und die nationalen Erfolge von Tochter Silke, sondern insgesamt 22 Medaillen auf deutschen und internationalen Meisterschaften machten diese Jahre zur rennsportlich erfolgreichsten Zeit für den RVF. Doch damit nicht genug: Seit 2021 ist er mit der Ausbildung von jungen Trainern und der Mitarbeit beim Training unserer derzeit jungen Rennmannschaft wieder aktiv und koordiniert das Ressort Leistungssport.

Dass er in seiner langen RVF-Zeit auch im Ressort Oekonomie verantwortlich war und über viele Jahre den Bereich Öffentlichkeitsarbeit ausgefüllt hat, runden seine Verbundenheit zum RVF ab.

Robert Welz

Mitglied seit 1967 und ist für viele RVF-ler ein bekanntes Gesicht. Auch er ruderte in der aktiven Ära der neuen Ehrenmitglieder auf Regatten und war mit seinem deutschen Vizemeister-Titel im Zweier ohne Steuermann auch ruderisch der Erfolgreichste.

Danach zog es auch ihn zum Breitensport und vor allem zum Wanderrudern. Erst vor wenigen Jahren war er mit einer Truppe in Portugal unterwegs.

Als begabter Praktiker war er über viele Jahre dabei, wenn es darum ging, unser wertvolles Anwesen in Schuss zu halten. Als 2014 die Vereinsleitung neu aufgestellt wurde, fiel ihm mit dem Vorstandamt Sachanlagen die Rolle des „Seniors“ im jungen Vorstandsteam zu und bei vielen handwerklichen Themen konnte er mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung zum Erfolg beitragen.

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Neue Satzung verabschiedet – neue Ehrenmitglieder ernannt – neuer Coastel-Zweier kommt im Sommer

Die Verabschiedung der Neufassung unserer Satzung war der große Punkt bei der Jahreshauptversammlung. Doch auch sonst gab es bei den Rück- und Ausblicken viel Interessantes.

Unser erster Vorsitzende Ingo Schimmelpfennig begrüßte zu Beginn alle anwesenden Mitglieder, besonders die Ehrenmitglieder und den Ehrenpräsidenten (die auch alle anwesend waren!) sowie den Gast Bern Kuhn, Ehrenvorsitzender des Landesruderverbandes Baden-Württemberg sowie des Ruderclubs Überlingen, stellte die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest und gedachte mit den anwesenden Ruderern und Ruderinnen des kürzlich verstorbenen Mitglieds Ludwig Klethe-Bauer.

Es folgten die Berichte aus den Vorstandsressorts. Für den Breitensport wird die Anschaffung eines neuen Coastal-Zweiers von Patrick Haas angekündigt, die Lieferung erwarten wir noch diesen Sommer.

Bei der Vorstellung des Berichts aus dem Leistungssport wurden den Medaillengewinnern der vergangenen Saison die „Schecks“ aus dem zweckgebundenen Nachlass von Elmar Reisch unter viel Zustimmung und Applaus übergeben.

Der Bericht des Finanzvorstandes zeigte eine wieder erstarkte Einnahme aus den Bewirtungen nach den Coronajahren, so dass im Vergleich zum Vorjahr ein kleiner Überschuss erwirtschaftet werden konnte. Der Verein steht finanziell gesund und solide da. Die Kassenprüfung ergab keine Auffälligkeiten, Kassenprüfer und Vorstände werden für das vergangenen Geschäftsjahr von den anwesenden Mitgliedern entlastet.

Finanzvorstand Stefan Dormeyer weist noch einmal darauf hin, dass er im nächsten Jahr für die Wahlen nicht mehr kandidieren wird und ruft Interessenten für dieses Ressort auf, sich baldmöglichst zu melden, damit eine Einarbeitung erfolgen kann.

Auch wurde ein Antrag (rechtzeitig eingegangen) besprochen:  die Ernennung neuer Ehrenmitglieder. Gleich vier Ruderkameraden wurden zu neuen Ehrenmitgliedern in Anerkennung ihrer lebenslangen Verdienste um den Verein einstimmig gewählt: Bernhard Strauch, Karl-Heinz Schnell, Uli Ahner und Robert Welz Senior. In einem weiteren Beitrag auf der Homepage stellen wir diese vier und ihre Verdienste um den Verein ausführlicher vor.

Neufassung Satzung Verein: Nach der Vertagung bei der JHV im Frühjahr 2022 und dem Auftrag, entsprechend Expertise von außen einzuholen, wurde dem entsprochen und Bernd Kuhn vom LRV hinzugezogen. Nachdem diese bereits die LRV BaWü Satzung als auch vielen Vereinen bei diesem Thema geholfen hatte, war Kuhn auch für uns tätig und hatte im Vorfeld mit dem Vorstand die neue Satzung entworfen. Ingo Schimmelpfennig übergibt zur Erörterung der wesentlichen und gravierenden Änderungen an Bernd Kuhn, der diese vorstellte und Fragen aus der Runde dazu beantwortete. Am Ende wird die Neufassung der Satzung mit drei Enthaltungen von der Mehrheit der anwesenden Mitglieder verabschiedet.

Zum Abschluss wird noch einmal auf die anstehenden Termine hingewiesen: Arbeitseinsatz, Anrudern und das erstmals nach langen Jahren wieder im Bootshaus ausgetragene „Sommernachtsfest“ im Juli, bevor Ingo Schimmelpfennig dann mit einem dreifachen Hip-Hip-Hurra die Versammlung gegen 21:30 Uhr beendet.

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