Oldis but Goldis

Es mußte erst soweit kommen, daß ihre Söhne auf der BaWü starten, damit auch die Väter nach
20 Jahren gemeinsam ins Boot steigen !
Björn Spaeter und Manuel Strauch saßen 2002 beim Sieg auf der Deutschen Sprintmeisterschaft
letztmals gemeinsam im Boot – zuvor hatten sie Tausende Kilometer gemeinsam gerudert in mehrjähriger Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Sydney. Da war es kein Wunder, daß Björn trocken kommentierte: 30 Schläge und die Kiste läuft!

Am Samstagnachmittag in Breisach nach den Rennen ihrer Söhne kribbelte es wohl in den Beinen und schnell war vom Landestrainer ein Boot geliehen und irgendwoher auch Ruderklamotten.
Schön war es anzusehen, auch wenn inzwischen die Haare etwas „nach unten“ gerutscht sind !!
Nach Breisach zum Rudern müssten die zwei gar nicht fahren, Björn wohnt in Konstanz – aber das ist halt „Übersee“ !

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Die Trauben hingen hoch – trotzdem gute Ernte !

Alle acht Häfler Ruderer und das Betreuerteam waren hoch motiviert, als es am Samstagmorgen um 7 Uhr zum „Wachrudern“ auf’s Wasser ging. Richtige Vorbilder waren auch da: die österreichische Nationalmannschaft macht gerade Trainingslager in Breisach und man setzte die Boote nebeneinander am Steg ein. 30 Minuten wachrudern und dann zurück in die Jugendherberge zum Frühstück – in Breisach liegt alles nah beeinander und bietet ideale Voraussetztungen für eine Baden-Württembergische Meisterschaft.

Mit der Spannung auf die Rennen begann auch die Hitze und es galt, sich diszipliniert zu verhalten.

Als erste stiegen unsere beiden Mädels, Katharina Bauer und Leonie Goller mit dem Vorlauf zum Juniorinnen-A-Einer ins Renngeschehen ein. Für Katharina als Leichtgewicht war es ein Rennen zum Lernen und es macht gar nichts aus, daß sie das Finale nicht erreicht hat. Anders bei Leonie: als Kaderruderin steht sie unter Beobachtung des Landestrainers. Ihr dritter Platz reichte fürs Finale am Nachmittag. Dort kam sie allerdings nie richtig in Schwung und mußte ihre fünf Konkurrentinen deutlich ziehen lassen – vielleicht hatte sie da schon gesundheitliche Probleme, die sie dann auch nach Hause zwangen.

Katha und ihr dritter Platz

Im Rennen der Juniorinnen-A-Leichtgewichte hatte es Katharina Bauer mit der amtierenden deutschen Meisterin aus Ulm zu tun und ihr dritter Platz zeigt ihren aktuellen Leistungsstand auf. Sie fuhr ein beherztes Rennen und setzt die Vorgabe ihres Trainers Bernhard Strauch voll um.

Da kann Felix gut lachen…

Danach ging es für Felix Strauch aufs Wasser. Vorlauf der 13-jährigen Leichtgewichte im Einer. Ein souveräner erster Platz und damit eine vorteilhafte Startbahn im Finale. Dort traf er auf den Ersten des zweiten Vorlaufs aus Breisach, der im Finale auf der Startbahn neben ihm ruderte, sowie den Jungs aus Mannheim, Heidelberg und zwei Booten aus Karlsruhe. Alle Boote kamen gut von den Startnachen und die jungen Ruderer aus Mannheim und Heidelberg suchten ihr Heil in der Flucht nach vorne, doch Felix ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und schob sein Boot mit sauberer Rudertechnik und kraftvollen Schlägen beständig an die führenden Boote heran. Kurz nach der Streckenhälfte war es um die Ausreißer geschehen und Felix übernahm die Führung. Zwar versuchten die anderen Jungs wieder aufzuschließen, doch Felix fuhr sein Rennen cool nach Hause und gewann klar mit einer Bootslänge.

Felix fuhr sein Rennen konzentriert …
Benjamin Jaksch und LInus Kilches

Unser Leichtgewichts Jungen-Doppelzweier der 14-Jährigen mit Benjamin Jaksch und LInus Kilches sicherte sich ebenfalls mit einem souveränen Vorlaufsieg die Finalteilnahme mit der drittbesten Zeit der beiden Vorläufe – und damit konnten auch sie sich Medaillenhoffnungen machen.

Diese erfüllten sich im Finale. Sehr gut vom Start weggekommen, lagen sie lange Zeit auf dem zweiten Platz und mußten sich erst zum Ende des Rennens den stärkeren Jungs aus Stuttgart geschlagen geben, freuten sich aber bei der Siegerehrung über ihre Bronzemedaille.

Auf „knallharte“ Konkurrenz trafen Yanis Köder und Niklas Dejan in einer der traditionell am härtesten umkämpften Bootsklasse, dem Junior-B-Doppelzweier der Leichtgewichte. 17 Boote hatten gemeldet, auch hier dabei, der Deutsche Meister von diesem Jahr. Technisch sauber, aber trotzdem zu langsam schieden Yanis und Niklas zwar aus, nachdem sie jedoch dem unteren Jahrgang der 15/16-jährigen angehören läßt das Ergebnis trotzdem für die Zukunft hoffen. Für die beiden ist nun für die nächsten Monaten vor allem Kraftarbeit angesagt.

Last but not least: Unser Neuling Henri Morgenbesser zeigte im Jungen-Einer der offenen Gewichtsklasse viel Engagement und Kampfgeist. Das es trotzdem nicht zu einer Medaille gereicht hat spielt überhaupt keine Rolle, er hat noch viel vor. Im Doppelzweier mit Felix Strauch fehlte nicht viel zur Qualifikation für’s Finale.

Fazit unseres Leistungssport-Koordinators Bernhard Strauch:

Wir sind auf Kurs, trotzdem liegt noch ein langer Weg vor uns, auf dem es für alle gilt, konsequent und engagiert zu trainieren – aber jetzt sind erst mal Ferien !

Bilder: Thomas Weiler, Philip Mallow

Text: Bernhard Strauch

Beste Wünsche für die BaWü – vom Olympiasieger

Bild Oscar Paulus; von links Benni Jaksch, Henri Morgenbesser, Florian Mennigen, Felix Strauch, Linus Kilches

Mit den besten Wünschen zum Erfolg wurden unsere C-Junioren von einem richtigen Olympiasieger und dreimaligen Weltmeister nach dem Verladen der Boote verabschiedet, mit einem lustigen Hinwies darauf, daß ja noch eine lange Karriere vor ihnen liegen kann und man einen langen Atem braucht, wenn man ganz nach oben will.

Florian Mennigen, Olympiasieger 2012 in London mit dem Deutschland-Achter und dreimaliger Weltmeister war anlässlich eines Workshop mit Industrie-Managern zu Besuch bei uns und zeigte den hochdotierten Teilnehmern, was die Floskel „alle in einem Boot“ in der Praxis bedeutet.

Text: Bernhard Strauch

Stefan Dormeyer hat Traineramt beendet

Nach dem Saisonhöhepunkt, den Deutschen Junioren-Meisterschaften, hat Stefan Dormeyer seine Trainerarbeit im RVF beendet.

Nach dem überraschenden Weggang von Jan Strempel im Herbst 2020 ist Stefen Dormeyer als Trainer „ins kalte Wasser gesprungen“ und hat die fünfköpfige Juniorinnen-Truppe übernommen. In den 1990-er Jahren selbst einer der erfolgreichsten RVF-Rennruderer und WM-Teilnehmer wußte er aus eigener Erfahrung worauf es ankommt, wenn Jugendliche im Leistungssport vorne mit dabei sein wollen.

Als passionierter Riemenruderer lag es nahe, daß seine Mädels vom Skullen in den Riemenbereich wechselten und es bildete sich eine Zweierkombination mit Tochter Nora und Leonie Goller heraus. Katharina Bauer als Leichtgewichtsrudern landete im Einer und so wurde die Saison 2021 in Angriff genommen. Leonie und Nora ruderten sich alsbald in den Landeskader, den es für Leichtgewichte leider nicht gibt.

Stefan handelte völlig richtig, als er den Erfolg über das SÜDTEAM – quasi der „Nationalmannschaft“ von Baden-Württemberg suchte. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften 2021 in Essen startete seine Mannschaft im Vierer ohne Steuermann und Achter mit dem Ergebnis zweier Medaillen (Silber im Achter, Bronze im Vierer). Nachdem Leonie und Nora infolge Corona im unteren Jahrgang des Junior-B-Bereiches keine nennenswerten Rennen fahren konnten war dieses Abschneiden ein riesiger Erfolg für Mannschaft und Trainer.

DRV – Regatta Hamburg Stefan zusammen mit Tochter Nora

Abgerundet wurde die Saison mit dem besten Abschneiden für den RVF auf Landesmeisterschaften. Viermal bekamen Leonie, Nora und Katharina in Bad Waldsee die goldene Landesmedaille umgehängt und alle Siege wurden in überragender Manier herausgefahren.

Nachdem zu Saisonbeginn Tochter Nora das Rennrudern, überwiegend aus schulischen Gründen, beendete ruderte Leonie Goller zunächst mit wechselnden Partnerinnen im Zweier ohne, ehe sich eine Renngemeinschaft mit Mainz bildete, die mit einer Bronzemedaille auf der „Deutschen“ im Vierer mit Steuerfrau ebenfalls erfolgreich endete.

Auch wenn es nur eine kurze Periode der Trainerarbeit war, Stefan Dormeyer zeigte in seiner konsequenten Art seinen Schützlingen den Weg zum Erfolg auf, der die Sportlerinnen schnell an die deutsche Spitze brachte.

Möglich war dieses Engagement kurioserweise auch durch Corona, in Kurzarbeit und Homeoffice war der Zeitaufwand zu stemmen, jetzt wo das berufliche Engagement wieder mehr Einsatz fordert ist ein derart aufwendiges Ehrenamt nicht mehr zu leisten. Wie es nun im RVF weitergeht werden Leistungsausschuss und Vorstand besprechen müssen. Bis zur Baden-Württembergischen Landesmeisterschaft Ende Juli in Breisach hat unser Leistungsport-Koordinator Bernhard Stauch die Trainingsgruppe übernommen

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Schulrudern begeistert Jungen und Mädchen

Durch Kooperationen mit den beiden Häfler Gymnasien konnte unser Rudersport wieder ein Stückchen weiter in die Stadt hineingetragen werden. Das Karl-Maybach-Gymnasium (KMG) hat im zu Ende gehenden Schuljahr eine Ruder-AG für die sechsten Klassen angeboten. Beim Graf-Zeppelin- Gymnasium konnten die Schülerinnen und Schüler des Sportzuges unsere Sportart kennenlernen. Von RVF-Seite betreute Thomas Weiler die Kooperation. Das Bild zeigt die jungen Ruderinnen und Ruderer des KMG, hier hatte Lehrerin Miriam Thomas die AG organisiert.

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Mit Medaille belohnt !

Leonie mit Bronze belohnt

Mit einer Bronzemedaille ist unsere Juniorinnen-Ruderin Leonie Goller von den Deutschen Jugnendmeisterschaften in Köln zurückgekehrt – und das zum zweiten mal in Folge, nach ihrer Silbermedaille im vergangenen Jahr.

Leonie war im Riemenvierer mit Steuerfrau in Renngemeinschaft mit Mainz und Heidelberg gestartet. In den letzten Wochen war einige Unruhe in der Riemenruder-Juniorinnen-Szene entstanden. Einmal war es Corona, das Mannschaften auseinander gerissen hat, zum anderen wurde bei vielen Trainingswochenenden an der passenden Besetzung für das SÜD-TEAM gesucht. Das Abschneiden bei der „Deutschen“ ist schließlich zum Teil mitentscheidend, ob die Ruderinnen zur Mannschaftsbildung für Achter und Vierer mit Stf. für die Junioren-Weltmeisterschaften Ende Juli in Varese/Italien eingeladen werden. Nachdem der Rückstand auf das Siegerboot doch 5 Sekunden betrug, ist mit einer Einladung derzeit allerdings nicht zu rechnen. Nachdem Leonie dem jüngeren Jahrgang der Juniorinnen-A-Klasse angehört ist diese Medaille ein weiteres tolles Ergebnis für unsere derzeit erfolgreichste Ruderin.

Ebenfalls im Start in Köln war unser Leichtgewicht Katharina Bauer. Sie startete im Einer und Leichtgewichts-Doppelvierer in Rgm. mit Ludwigshafen und Nürtingen. Leider gelang der engagierten Crew nicht der Einzug ins Finale und der Hoffnungslauf war Endstation. Im Einer gelang ihr über Vor- und Hoffnungslauf der Einzug ins kleine Finale (Plätze 6-12) und hier belegte sie den dritten Rang, was in der Endabrechnung dem 9. Platz insgesamt entspricht. Da auch Katha zum jüngeren Jahrgang gehört, hat auch sie nun noch eine Saison im Juniorenbereich vor sich.

Halbes Dutzend in Heidelberg !

Sechsmal läutete die Zielglocke der Heidelberger Ruderregatta für ein Siegerboot aus Friedrichshafen – und das bei unserer kleinen Mannschaft mit nur sechs Junioren.

Nachdem uns für die Mannheimer Regatta Corona und die Grippe fast komplett lahmlegte – die einzigen Starter Benni Jaksch und Linus Kilches siegten jedoch souverän im LGW-Doppelzweier ihrer Altersklasse – lag bei der Ersatzregatta in Cham der Erfolg überwiegend im Bereich „Erfahrungen gesammelt“. Einzigiger Lichtblick: Linus Kilches mit einem zweiten Rang.

Trainer und Ruderer waren also gespannt, ob in Heidelberg alles klappen wird und wie man sich gegen die Konkurrenz, nicht nur aus Bawü, sondern auch aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz wird behaupten können. Das Ergebnis: glückliche Ruderer und zufriedene Trainer.

Den Start am Samstagmorgen machte Felix Strauch mit einem klaren Sieg bei den 13-jährigen Leichtgewichten mit Bestzeit der acht Boote. Am Nachmittag startete er bei den 13-jährigen der offenen Gewichtsklasse (mit Abstand der leichteste Starter) und qualifizierte sich mit einem zweiten Platz für den ersten Finallauf am Sonntag.

Nächstes Boot am Siegersteg waren Benni Jaksch und Linus Kilches im LGW-Doppelzweier (13/14 Jahre). Auch sie qualifizierten sich damit für das A-Finale am Sonntag mit Bestzeit aller sieben Starter.

Ebenfalls Samstag-Sieger wurden Yanis Köder und Niklas Dejan im Leichtgewichts Doppel-zweier der Junior-B-Klasse (15/16) und damit schnellstes Boot aus BaWü. Für Trainer Bernhard Strauch eine erste Standortbestimmung nachdem die beiden sich nun auf der 1.500-Meter-Strecke beweisen müssen.

Unser Neuling Henri Morgenbesser wurde ins „kalte Wasser“ geschmissen und mußte sich im Einer (Offene Gewichtsklasse) der 13-jährigen durchkämpfen. Mit einem dritten Platz am Samstag und einem hart umkämpften zweiten Platz am Sonntag hat er die Feuertaufe bestens bestanden, auch weil der Doppelzweier (12/13) mit Felix Strauch am Sonntag mit einem knappen zweiten Platz vorne mit dabei war.

Der Sonntag brachte dann nochmals drei Siege.

Niklas Dejan siegte überraschend souverän im LGW-Einer der Junioren-B-Klasse mit zweitbester Zeit der BaWü-Starter.

Benni Jaksch und Linus Kilches gewannen sehr deutlich das A-Finale der leichten Doppel-zweier und Benni setzte noch einen drauf mit seinem überraschenden Sieg im Einer.

Diese Ergebnisse zeigen, daß unser Nachwuchs vorne mit dabei ist, auch wenn bis zum Saisonhöhepunkt der BaWü-Meisterschaften Ende Juli in Breisach noch viel trainiert werden muß.

Am meisten strahlte unser Jungtrainer Oscar Paulus, der mir diesen Ergebnissen einen hervorragenden Einstand ins „Trainergeschäft“ verbuchen konnte.

(Foto: Bernhard Strauch)
Bildunterzeile: von links: Linus, Henri, Benni, Felix, Niklas, Yanis, Trainer Oscar Paulus

OFFENES BOOTSHAUS – Ein voller Erfolg!

Die Türen und Tore unseres Bootshauses haben wir am ersten Maisamstag geöffnet, um unseren Sport jungen Häflerinnen und Häfler näher zu bringen. Alles war dann auch vorbereitet zu unserem „Offenen Bootshaus“:

Die Ergometer aufgestellt für die ersten Ruderschläge, der Kraft-Parcour für die Trainings-Demonstration, die Boote und sogar der Rennachter ausgestellt.

Pünktlich zum Auftakt strömten nicht nur die Kinder auf den Höf, auch der erste Wolkenbruch ließ den Regen in Strömen nieder. Wechselhaft sollte es dann wettertechnisch den ganzen Nachmittag weitergehen. Viermal musste unterbrochen werden, und am Ende waren die meisten patschnass – Rudern ist eben ein Wassersport!

Nach Probeschlägen auf dem Ergometer ging es für die erste Ausfahrt in die Gig-Vierer, um dann anschließend im Achter eine große Runde mit Manuel Strauch zu drehen. Trotz den widrigen Umständen waren die Kinder rundweg begeistert.

Dass unter diesen Bedingungen mehr als 20 Jugendliche, meist mit ihren Eltern, den Weg ins Bootshaus gesucht haben, war ein voller Erfolg. Da die Veranstaltung für die 12 / 13-Jährigen konzipiert war, konnte der anschließende Ruderkurs am Montag, 9. Mai, mit Mannschaften des passenden Alters gestartet werden.

Ein Dank an die vielen Helfer: Claire Kutzner, Anne Berkovitz, Benni Dantes, Oscar Paulus, Philip Mallow, Maren Koch, Dr. Dennis Roth und noch so manche helfende Hand. Die Bewirtung durch das Ehepaar Paulus rundete die Aktion ab.

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Thomas Weiler: Trainer mit Herz

RVF Urgestein Thomas Weiler

Bei der Jahreshauptversammlung wurde er mit viel Beifall verabschiedet, die Leistungen von Thomas Weiler als Trainer verdienen aber eine ausführliche Würdigung.

Als im Frühjahr 2012 durch den Weggang eines hauptamtlichen Trainers die Rennrudertruppe ohne Betreuung war, erklärte sich Thomas bereit „einmal wöchentlich“ auszuhelfen. Dass daraus schnell ein Trainerjob mit fünf und mehr Einheiten pro Woche wird und zehn Jahre dauern würde, hat er bestimmt nicht erwartet. Aber es war schon immer seine Art, anzupacken, wenn’s nötig ist – und das Rennrudern liegt im besonders am Herzen. 1969, als Elfjähriger, ruderte er seine ersten Regatten, damals unter Jungtrainer Bernhard Strauch. Später war er dann mit Klaus Maurer im Zweier ohne Stm. – der schwierigsten Riemenbootsklasse – unterwegs.

Während seiner Trainertätigkeit arbeitete er mit mehreren hauptamtlichen Trainern im RVF zusammen. Nachdem sich die Baden-Württembergische Rudermeisterschaften für viele Vereine immer mehr zum Saisonhöhepunkt entwickeln und das Leistungsniveau dort stetig ansteigt, war die „BAWÜ“ auch für seine Schützlinge immer der Saisonhöhepunkt. 15 Medaillen, davon 7 Landesmeister, zeigen das hohe Niveau seiner Trainerarbeit, für die er sich mit dem Erwerb des Trainer-B-Scheins persönlich qualifiziert hat. Auch auf Bundesebene waren seine Sportler und Sportlerinnen erfolgreich. Highlight ist hier die Bronzemedaille auf der Deutschen Sprintmeisterschaft 2015 im Juniorinnen-Doppelzweier.

Dass Thomas auch immer über den Tellerrand blickte, zeigen die Endlaufteilnahmen seiner Ruderer bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Renngemeinschaften mit anderen Vereinen. Seine Jungs und Mädels waren dort immer willkommen.

Doch nur eine Aufzählung seiner sportlichen Erfolge würde sein langjähriges Engagement nicht ausreichend würdigen. Thomas sieht in den Sportlern auch immer den Menschen hinter der Leistung. Er hat viele der fast 50 jungen Menschen, die er im vergangenen Jahrzehnt betreute, durch eine manchmal schwierige Phase ihrer persönlichen Entwicklung geführt. Neben dem Rennrudern ist ihm immer wichtig, dass die Jugendlichen im RVF eine „zweite Heimat“ finden, in der es nicht nur um Leistung geht. Auch das Grillen, Radfahren und andere Aktivitäten gehören für ihn zu einem intakten Vereinsleben – oft war er dabei Einzelkämpfer.

Wichtig ist ihm neben den Ruderkursen für Kinder der Kontakt zu den Schulen. Das Seehasenrudern hat er ebenfalls über Jahre organisiert und begleitet.

Gott sei Dank gibt es für seine Verabschiedung aber neben einem „weinenden Auge“ auch ein „lachendes“: Als Architekt ist er eine Idealbesetzung als neuer Vorstand für Sachanlagen im RVF!

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Endlich wieder Regatta !

Die internationale Juniorenregatta auf der Olympia-Regattastrecke in München war das erste Ruder-Großereignis für Junioren der offenen Gewichtsklasse in Europa nach den pandemiebedingten Einschränkungen der letzten beiden Jahre. Dementsprechend hochklassig war die Beteiligung von Junioren-Nationalmannschaften aus unseren Nachbarländern. Schön, daß auch ukrainische Sportler, teilweise in Renngemeinschaften mit deutschen Rudervereinen am Start sein konnten.

Auch der RVF war mit seinen beiden Juniorinnen Katharina Bauer und Leonie Goller in München am Start.

Katharina Bauer ist inzwischen, da bei uns im Verein „Einzelkämpferin“ in dieser Alters- und Gewichtsklasse, in einer Renngemeinschaft mit Nürtingen und Ludwigshafen unterwegs. Das Training in Renngemeinschaften ist allgemein aufwendig und erfordert viel Zeiteinsatz. München zeigt nun, daß sich dieser Aufwand bisher gelohnt hat. An beiden Regattatagen siegten die leichtgewichtigen Mädels vor ihren Konkurrentinnen und bestätigten damit ihren Trainern, daß es richtig ist, wenn die einzelnen Vereine über den Tellerrand hinausschauen um für die Sportler einen erfolgversprechenden Weg zu finden. Wenn diese Renngemeinschaft ihren Weg weiterhin gemeinsam sucht, wird weiterer Erfolg nicht ausbleiben.

Katharina zusammen mit ihren Bootskameradinnen

Ebenfalls in Renngemeinschaft, diesmal mit Mainz, war Leonie Goller im Juniorinnen-Zweier ohne Stf. am Start.

Hier war die internationale Konkurrenz deutlich zu spüren. Am Samstag qualifizierten sich Leonie und ihre Partnerin mit einem dritten Platz im Vorlauf für das Finale und erreichten dort in ihrem ersten gemeinsamen Start in einem hochklassigen Feld einen sechsten Platz. Beeindruckt von der Leistung der siegreichen Britinnen zeigte sich Trainer Stefan Dormeyer, der mit dem Ergebnis hoch zufrieden ist.

Kurz vor dem Start, Anna Luise (Mainz) und Leonie im „Kurt-Uwe“

Am Sonntag startete Leonie mit ihrer Partnerin im Rahmen des SÜD-TEAM (die stärksten Ruderinnen aus Süddeutschland) noch im Vierer ohne Stf. Wieder waren die Engländerinnen das Maß aller Dinge, doch die Renngemeinschaft Friedrichshafen, Mainz, Ludwigshafen und Mannheim versuchte „dran zu bleiben“ und sicherte sich nach einem harten Bord-an-Bord-Kampf Platz zwei, vor den Polinnen und dem starken Team Nord-West sowie den restlichen Booten..

Am Abend ging es noch in den Achter, wieder im SÜD-TEAM, Boot 2. Hier zeigte sich allerdings, daß doch noch ein harter und steiniger Weg vor Leonie liegt – sie gehört dem jüngeren Jahrgang der Juniorinnen-A-Klasse an, und Teams, die schon ein Trainingsjahr mehr absolviert haben sind eben schon routinierter und ausgereifter.

Das Ergebnis dieser hochklassigen Regatta ist für unsere Mädels und ihren Trainer ein Erfolg auf dem Weg zu den Deutschen Juniorenmeisterschaften. Davor liegen allerdings noch die offiziellen Juniorenregatten des DRV in Köln und Duisburg, bevor Ende Juni, wieder in Köln, die Deutschen Juniorenmeister gekürt werden.