Erste Regatta 2020 in Linz-Ottensheim

Nora Dormeyer und Leonie Goller freuen sich über ihre erste Medaille in dieser Saison: Sie holten im Doppelzweier in Linz die Bronzemedaille. Bild: Jan Strempel

Am Wochenende (11./12. Juli) war eine erste Delegation der Friedrichshafener Rennmannschaft nach der langen Durststrecke auf Grund der Corona-Pandemie wieder unterwegs. Ziel war Linz in Oberösterreich, genauer gesagt die Weltcup- und Weltmeisterschafts-Strecke in Ottensheim. Über beide Tage wurde in einem Ausscheidungssystem die schnellsten Boote mit Teilnehmern aus Österreich und Deutschland ermittelt. Viele deutsche Vereine nicht nur aus Baden-Württemberg und Bayern, sondern auch Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Berlin nutzten die Chance, in die Wettkampfsaison zu starten, da hierzulande noch keine Wettkämpfe stattfinden.

Für den RVF waren die vier Juniorinnen U17 Nora Dormeyer, Leonie Goller, Yara Köder und Emma Neubauer (alle Jahrgang 2005) am Start. Im Zweier konnte sich der Zweier Dormeyer/Goller mit einem Abteilungssieg am ersten Tag souverän ins A-Finale rudern. Diese starke Leistung krönte das jüngste Boot im Final-Feld mit einer Bronzemedaille nach einem packenden Rennen zwischen den Mannschaften aus Linz, München und Friedrichshafen, die während des gesamten Rennens nie mehr als eine halbe Bootslänge auseinander fuhren. Obwohl der Zweier erst seit wenigen Wochen zusammen fährt und noch Defizite in der Zusammenarbeit zeigte, steckte er nie auf, griff immer wieder nach vorne an und schob sich mit einem beherzten Spurt etwa 500 Meter vor dem Ziel sogar in Führung. Am Ende reichten die Kräfte jedoch nicht, diese Führung gegenüber den erfahreneren Gegnerinnen ins Ziel zu bringen. Der Vorsprung vor dem Vierten, dem direkten Konkurrenten aus Baden-Württemberg, betrug am Ende fünf Sekunden.

Dem Zweier Köder/Neubauer gelang der Sprung ins B-Finale. Dort bekamen die beiden Sportlerinnen das Boot jedoch nicht – wie noch am Samstag – ins Laufen und kamen als Sechste, insgesamt also als 12., ins Ziel.

Auch der Vierer schaffte es ins A-Finale, musste sich dort aber den stärkeren Gegnern geschlagen geben und landete auf dem 5. Platz.

Insgesamt präsentierten sich die Sportlerinnen des RVF mit einer tollen Mannschaftsleistung, die Hoffung macht für die weiteren Jahre im Junior-Bereich.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage hoffen wir, dass es nicht bei dieser Regatta bleibt. Linz hat gezeigt, dass mit guter Organisation, einem durchdachten Konzept und Rücksichtnahme solche Freiluftveranstaltungen sehr gut möglich sind. Vielleicht ist es hier tatsächlich einmal von Vorteil, dass Rudern kein Publikumsmagnet ist.

Jan Strempel (Trainer Leistungssport)

Der Regattaplatz in Linz: Der RVF nutzte den Wettkampf auf der Weltcup- und Weltmeisterschafts-Bahn für den Saisonstart. Bild: Jan Strempel

Häfler Rennruderer mit starker Mannschaftsleistung bei der Langstreckenregatta in Breisach

RVF

Nach einem anstrengenden Trainingslager in Breisach in den Herbstferien startete die junge Rennmannschaft des Rudervereins Friedrichshafen am Wochenende bei der Langstreckenregatta in Breisach. Mattis Kley, Leon Hoff, Nora Dormeyer, Yara Köder und Leonie Goller zeigten dort „eine ganz starke Mannschaftsleistung“, freut sich Trainer Jan Strempel.

Im jüngeren Jahrgang der B-Junioren (2005) ruderten sich alle im Einer in einem starken Teilnehmerfeld aus dem gesamten Südwesten ins gute Mittelfeld. Besonders hervorgetan hat sich in Abwesenheit von Matthias Wolsfeld, der krankheitsbedingt ausgefallen ist, Leon Hoff, der im landesweiten Vergleich auf den fünften Platz gerudert ist. „Nicht nur individuell, sondern insgesamt ein prima Ergebnis für die erste richtige Langstrecke über 5,3 Kilometer“, sagt Trainer Jan Strempel, der diese Regatta als gute Ausgangssituation für das anstehende Wintertraining sieht.

RVF fährt sechs Siege und zwei 2. Plätze in elf Rennen auf der 500m-Strecke ein

RVF: Nora Dormeyer und Yara Köder im blauen Boot rechts

Erfolgreichste Starterin in Marbach war Nora Dormeyer. Sie siegte an beiden Renntagen im Einer der 13/14-jährigen Mädchen mit jeweils schnellster Zeit aller Läufe. Zusammen mit Yara Köder gewann sie zudem an beiden Tagen den Doppelzweier in ihrer Altersklasse ebenfalls in schnellster Zeit aller Läufe.

Auch Matthias Wolsfeld war der schnellste seiner Altersklasse. Im Junioren-Einer B (13/14 Jahre) gewann er an beiden Tagen jeweils mit Bestzeit. Im Einlagerennen, dem Verlosungsachter, bei dem 24 Junioren auf drei Achter durch Los verteilt wurden, belegte Matthias mit seiner Mannschaft den dritten Platz. Es war sein erstes Rennen im Riemenboot.

Yara wurde im Einer in ihren Läufen am ersten Tag Zweite, am zweiten Tag in einem stärkeren Feld trotz Leistungssteigerung leider nur Dritte.

Mattis fuhr im leichten Einer der 13/14-Jährigen in einem erwartungsgemäß hart umkämpften Rennen am ersten Tag auf den 2. Platz und am zweiten Tag auf den 3. Platz.

„Die Ergebnisse machen Hoffnung auf ein gutes Abschneiden bei der nächsten Kurzstrecken-Regatta in Bad Waldsee in knapp zwei Wochen“, schätzt Trainer Jan Strempel ein.

RVF-Nachwuchs für den Bundeswettbewerb qualifiziert

RVF: von links: Leon Hoff, Yara Köder, Mattis Kley und Nora Dormeyer.

Kürzlich trat die Ruderjugend des Landesruderverbands Baden-Württemberg bei einem Qualifikationswettkampf für den Bundeswettbewerb an. So nennt sich die Deutsche Meisterschaft der C-Junioren. Nur zwei Boote je Bootsgattung und Jahrgang dürfen vom Landesruderverband dann zum Bundeswettbewerb nominiert werden. Somit waren bei der Regatta in Greifensee die Besten des Landes angetreten, um eine der  begehrten Fahrkarten nach München im September mit nach Hause zu nehmen.

Ausgetragen wurde die Qualifikation auf dem aufgestauten Rhein in Breisach über eine Distanz von 3000 Meter. Nach 1500 m musste um eine Wendeboje manövriert werden, um dann  nach zirka 14 Minuten auf der Höhe des Starts das Ziel zu erreichen.

Für den Ruderverein Friedrichshafen waren am Start im

  • Doppelzweier der Mädchen (14 Jahre): Yara Köder und Nora Dormeyer
  • Einer Jungen (14 Jahre): Leon Hoff
  • Einer Jungen, Leichtgewicht (14 Jahre): Mattis Kley

Der Doppelzweier mit Yara Köder und Nora Dormeyer war deutlich schneller als die Konkurrenz und belegte Platz 1. Ebenso überragend das Ergebnis von Mattis Kley, der ebenso mit ordentlichem Abstand als Erster im Ziel war. Leon Hoff wurde an der Wendeboje behindert und musste dort warten, dennoch reichte es gut für den zweiten Platz mit nur 13 Sekunden Rückstand zum Siegerboot. Damit sind alle Ruderinnen und Ruderer des RV Friedrichshafen für den Bundeswettbewerb nominiert.

In Heidelberg sind Nora Dormeyer und Mattis Kley sehr erfolgreich

RVF

Im Einer der 14-jährigen Mädchen hatten 18 Boote gemeldet, die über 1000 Meter an den Start gingen. Nora Dormeyer war sehr konzentriert und kam gut vom Start weg, die Bootsspitze lag schon mal vorne. Gerade war ein Gewitterregen niedergegangen und ein scharfer Schiebewind zog über die Regattastrecke. Bei solchem Wetter hatte sie schon geübt, und so baute Nora die leichte Führung aus und gewann ihr Rennen in Tagesbestzeit. Damit war sie für den ersten Lauf am Sonntag gesetzt. Der startet bei idealen Ruderbedingungen, und auch hier war Nora ganz vorne mit dabei. Sie erreichte einen zweiten Platz hinter der routinierten Konkurrenz aus Konstanz. Im Zeitvergleich der baden-württembergischen Boote lag Nora in Heidelberg am Ende an dritter Stelle.

Mattis Kley ging im Einer der Leichtgewichte an den Start und fuhr sein erstes Rennen ungefährdet nach Hause. Bei 14 gemeldeten Booten gewann er seinen Lauf mit der zweitbesten Zeit der vier gestarteten Läufe. Am Sonntag wurde Mattis in den ersten Lauf gesetzt, in dem die schnellsten Boote vom Vortag gegeneinander antraten. Bei idealen Ruderbedingungen kam auch er gut vom Start weg, musste sich der starken Konkurrenz aus Essen aber beugen. An zweiter Stelle liegend brachte Mattis das Rennen gut über die Strecke, musste sich aber im Endspurt und erste kurz vor dem Ziel noch einem Boot aus Frankreich geschlagen geben. Er erreichte bei der Regatta in Heidelberg einen guten dritten Platz.

RVF
RVF

Hervorragende Bilanz bei der Pfingstregatta in Gießen

RVF

Bei der Pfingstregatta in Gießen waren Matthias Wolsfeld, Nora Dormeyer, Leonie Goller, Emma Neubauer und Leon Hoff dabei. Hier fuhr die Nachwuchsmannschaft des RVF eine hervorragende Bilanz ein: Bei 14 Starts gelangen ihnen acht Siege. Am Wochenende gingen die Rennen über 1000 Meter. Montag wurden Sprints über 350 Meter gefahren.

Erfolgreichster Starter war Matthias mit der makellosen Bilanz von fünf Siegen bei fünf Starts. Er gewann an den beiden ersten Tagen jeweils seine Läufe im B-Einer und in der höheren Klasse bei den A-Junioren. Auch im Sprint der B-Einer am Montag war er siegreich.

Alle anderen RVF-Ruderer gewannen jeweils ein Rennen. Leon holte sich am ersten Tag den Sieg im Einer der 14-Jährigen und landete am Sonntag sowie beim Sprint am Montag knapp jeweils zwei zweite Plätze gegen einen starken Lokalfavoriten aus Gießen.

Nora gewann ihr Rennen im Einer der 14-Jährigen am Sonntag nach einem zweiten Platz am Samstag und einem weiteren zweiten Platz im Sprint am Montag.

RVF
RVF

Top-Ergebnis für Matthias Wolsfeld auf der Olympia-Regattastrecke von 1972

RVF: Matthias Wolfsfeld

Am Wochenende fand in München die 1. Internationale DRV-Junioren-Regatta statt. Mehr als 900 Ruderinnen und Ruderer aus zehn Nationen haben sich den winterlichen, einstelligen Temperaturen gestellt und tolle Leistungen abgerufen. Trotz der Kälte waren die Bedingungen für alle Teilnehmenden fair, schätzt der Deutsche Ruderverein ein.

Mit am Start war Matthias Wolsfeld vom Ruderverein Friedrichshafen, der in München erst seine zweite Regatta bestritten hat. „Er hat es geschafft, sich durch einen zweiten Platz im B-Einer am ersten Tag in den zweiten, gesetzten Lauf am Sonntag zu rudern“, freut sich RVF-Trainer Jan Strempel. Dort musste Matthias erwartungsgemäß Lehrgeld zahlen und wurde Fünfter. Nach Einschätzung des RVF-Trainers ist das dennoch ein hervorragendes Ergebnis, denn München gelte auch bei den B-Junioren als eine erste Standortbestimmung für Meisterschaftskandidaten. Das heißt, wer Ambitionen auf Medaillen oder eine Finalteilnahme hat, ist dort am Start. „Matthias hat sich in einem Feld etablierter und erfahrenerer Ruderer gut behauptet und verkauft“, schätzt Jan Strempel ein.

Zwei Siege bei Regatta-Premiere für Matthias Wolsfeld

Ruderverein Friedrichshafen legt bei der Frühregatta in Mannheim nach intensivem Trainingslager ordentlich vor

RVF: Matthias Wolfsfeld

Rudern. (rvf) Die Rennmannschaft des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) hat am vergangenen Wochenende die Regattasaison mit der Teilnahme an der Oberrheinischen Frühregatta in Mannheim begonnen. Dem ersten Leistungstest auf dem Wasser ging ein sechstägiges Trainingslager in den Osterferien an der Saarschleife voraus, bei dem sich die jungen Ruderer unter Anleitung ihres Trainergespanns Jan Strempel und Thomas Weiler intensiv auf den Saisonstart vorbereitet haben.

Die junge RVF-Mannschaft fuhr in den Altersklassen Junioren B und U15 insgesamt zwölf Mal an die Startlinie. Das Gesamtergebnis kann sich mit drei Siegen und je zwei Platzierungen auf Rang 2 und 3 mehr als sehen lassen. Dafür sorgten vor allem die drei Junioren-Ruderer. Bei seiner ersten Regattateilnahme überhaupt kam Matthias Wolsfeld an beiden Tagen im Einer über 1500 Meter als Erster ins Ziel. Im Doppelzweier mit Tobias Seeger über die selbe Distanz sprang ein zweiter Platz heraus. Aber auch Jonathan Böhlen konnte am Sonntag im Leichtgewichts-Einer gewinnen, nachdem er tags zuvor noch als Dritter über die Ziellinie gefahren war.

Über einen zweiten Platz im Mädchen-Doppelzweier freuten sich Nora Dormeyer und Yara Köder am Sonntag. Für ihre Teamgefährtinnen Leonie Goller und Emma Neubauer reichte es beim ersten Regattastart für beide für einen fünften Platz über 1000 Meter. Alle vier Mädchen traten mit Steuermann Erik Rahn auch im Doppelvierer an. Sowohl auf den 1000 Metern als auch am Samstag auf der Langstrecke über 3000 Meter landete das Boot jeweils auf dem fünften Platz. Leon Hoff komplettierte das Regatta-Ergebnis der U15-Ruderer vom RVF mit Patz 3 im Einer über 1000 Meter und einem elften Platz bei 20 Startern am Samstag auf der Langstrecke.

Nächster Start des RVF ist die Internationale Junioren-Regatta in München am kommenden Wochenende. Dort wird Matthias Wolsfeld im Einer der B-Junioren weiter Erfahrungen im Wettbewerb sammeln. In drei Wochen geht es für die Kinder und Junioren nach Heidelberg. Leichtgewichts-Senior Sebastian Knoll tritt in knapp zwei Wochen auf der Internationalen Wedau-Regatta in Duisburg im Doppelzweier in einer Renngemeinschaft mit München, aber auch im Einer an.

RVF: Matthias Wolfsfeld

„Abrudern“ mit toller Leistungsbilanz

Ruderverein Friedrichshafen fährt bei zwei Regatten insgesamt 18 Siege ein

Die Mannschaft des Rudervereins Friedrichshafen, die in Bad Waldsee am Start war

RVF: (hinten von links) Oscar Paulus, Leon Hoff, Pascal Hagenlocher, Conrad Paulus, David Weinberger, Sebastian Knoll, Martin Kling, Norbert Schiegg, (vorne von links): Pia Lehnert, Erik Rahn, Yara Köder, Nora Dormeyer, Jonthan Böhlen, Luis Ros, Mattis Kley.

Rudern (rvf) Traditionell werden nach den Schulferien im Herbst Vergleichskämpfe über die 500 m–Distanz, auf der sogenannten Kurzstrecke, ausgetragen. Bei den Regatten in Bad Waldsee und Marbach waren Mannschaften des Rudervereins Friedrichshafen mit Erfolg beteiligt. 18 Siege konnten an den vergangenen Wochenenden errungen werden.

Sebastian Knoll fuhr im Leichtgewichts-Einer in der Männerkonkurrenz beste Ergebnisse ein. In Waldsee gewann er an beiden Tagen und in Marbach auch am Samstag jeweils in Tagesbestzeit seine Rennen, musste nur am Sonntag der RG Eberbach den Vortritt lassen. Auch Pascal Hagenlocher gewann am Samstag in Waldsee seinen Lauf, wurde am Sonntag Zweiter. Dafür lief es in Marbach nur am zweiten Tag gut, als Platz zwei mit einer respektablen Zeit heraussprang. Im Doppelzweier fuhr das Leichtgewichts-Duo Knoll/Hagenlocher am Samstag in Waldsee erst auf Platz 2, qualifizierte sich bei den Schwergewichten für den Endlauf und wurde hier Dritter. In Marbach reichte es gegen die bekannte Konkurrenz aus Nürtingen erst für Rang zwei, Tags darauf dann aber für den Sieg.

Bei den A-Junioren konnte Conrad Paulus im Einer bei einer hohen Leistungsdichte seinen Lauf nicht gewinnen, lag aber am Samstag in Waldsee im Zeitvergleich bei 22 gestarteten Booten an vierte Stelle und wiederholte diese Leistung am Sonntag. In Marbach  war der Lokalmatador nicht zu schlagen, sodass Conrad Paulus zwei zweite Plätze mit jeweils einer Luftkastenlänge Abstand zum Ersten für sich verbuchen konnte. Zwillingsbruder Oscar Paulus wurde in Waldsee Erster und Zweiter seines Laufs, gewann auch in Marbach ein Rennen und schloss die Regatta mit einem dritten Platz im Leichtgewichts-Einer der A-Junioren ab. Mannschaftskollege David Weigert hatte an beiden Tagen kein Glück und wurde auf die Plätze verwiesen.

Für die Paulus-Brüder reichte es am Samstag in Waldsee zudem für den Sieg im Fünfer-Feld der Doppelzweier der A-Junioren, tags darauf allerdings Platz drei im Vorlauf nicht für das Finale. In Marbach sprang zwar ein zweiter Platz heraus, der beide allerdings nicht zufrieden stellte. Dafür nahmen sie erfolgreich am Achterrennen teil, wobei die Teams für vier Boote ausgelost wurden. Oscar Paulus saß am Ende im Siegerboot.

Der starken Konkurrenz noch nicht gewachsen waren Pia Lehnert und Jonathan Böhlen im gemixten Doppelzweier der B-Junioren, die im Sommer das Training wieder aufgenommen haben. Auch Martin Kling und Norbert Schiegg, die im Doppelzweier der Masters in Bad Waldsee zum ersten Mal an den Start gingen, wurden auf die Plätze verwiesen, ließen aber an beiden Tagen den Anschluss ans Feld trotz routinierter Konkurrenz nicht abreißen.

Bei den 13- und 14-Jährigen fuhr Luis Rot gleich drei Siege ein, obwohl er in Bad Waldsee zum ersten Mal im Einer am Start war. Nach Platz 3 am Samstag fuhr er am Sonntag  als Erster über die Ziellinie. Zwei weitere Siege gelangen ihm mit Leon Hoff im Doppelzweier, wobei die beiden die Konkurrenz mit vier Bootslängen deutlich distanzierten. Nicht weniger erfolgreich war der Doppelzweier Leon Hoff/Mattis Kley. Sie konnten am Samstag die Konkurrenz aus der Schweiz hinter sich lassen und als Erste die Ziellinie erreichen. Sehr motivierend war zudem die Leistung vom Mattis Kley im Einer. Den Sieg am Samstag in der Leistungsgruppe 3 errang er in einer Zeit, mit der er auch die erste Leistungsgruppe gewonnen hätte. Nicht viel weniger überragend war sein zweiter Einer-Sieg am Sonntag. Sein Trainingskollege Erik Rahn kam jeweils als Dritter ins Ziel.

Genauso souverän siegten Yara Köder und Nora Dormeyer im Doppelzweier an beiden Regattatagen. Noch nicht ganz erreichten Lisa Rausch und Nora Dormeyer den Gleichklang im Doppelzweier, auch wenn die Mannschaftsleistung am zweiten Regattatag in Marbach deutlich besser war und die Distanz zu den Erstplatzierten auf knapp eine Länge verkürzt werden konnte. Bei ihrem ersten Einer-Rennen war die Gegnerin von Lisa Rausch zuerst noch um einige Bootslängen schneller; am Sonntag hatte sie nur noch eine gute Bootslänge Abstand.

Bester Einer-Ruderer der Junioren kommt vom Bodensee

Ruderverein Friedrichshafen erkämpft bei den Landesmeisterschaften zwei Medaillen

RVF: Conrad Paulus

Rudern (rvf) Mit zwei Medaillen kehrte der Ruderverein Friedrichshafen von den Landesmeisterschaften in Breisach zurück. Conrad Paulus erwies sich als bester Ruderer im Einer und holte sich bei den Junioren den Titel. Nachdem er seinen Vorlauf ungefährdet gewonnen hatte, teilte er sich seine Kräfte im Finallauf gut ein und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, obwohl die Konkurrenz bis über die erste Streckenhälfte hinweg in Führung lag. Im Endspurt hatte er dann die besseren Reserven, konnte sogar eine Länge vor dem Ulmer Boot durchs Ziel gehen und ist Baden-Württembergischer Landesmeister 2018. Auch Oscar Paulus und David Weinberger vom RVF waren am Start, jedoch als Leichtgewichte bei den Schweren. Nach einem guten Rennen konnten beide aber beim Kampf um die Finalplätze nicht mithalten.

RVF: Sebastian Knoll und Pascal Hagenlocher

Die zweite Medaille holten sich Sebastian Knoll und Pascal Hagenlocher im Senior-A-Doppelzweier bei den Leichtgewichten nach einem großartigen Lauf. Eine Mannschaft hatte sich leicht abgesetzt, vier Verfolger waren auf gleicher Höhe mit leichten Nachteilen für das Boot aus Friedrichshafen, das nach dem Start eine halbe Luftkastenlänge hinter dem Feld lag. Noch 250 Meter vor dem Ziel war der Kampf um Silber und Bronze völlig offen und wurde erst im Endspurt entschieden. Sebastian Knoll und Pascal Hagenlocher konnten ihre Bestleistung abrufen und erkämpften sich die Bronze-Medaille.

Beide gingen auch im Leichtgewichts-Einer an den Start. Sebastian Knoll qualifizierte sich für das Finale und fuhr ein starkes Rennen. Die ersten fünf Boote schoben sich relativ nah hintereinander über die Ziellinie. Sebastian Knoll war eng am Karlsruher Boot dran, das bei den deutschen Hochschulmeisterschaften vor zwei Wochen noch über eine Länge Vorsprung hatte. Bei der Landesmeisterschaft war die Revanche noch nicht geglückt, im Ziel war es für Knoll ein 5. Platz. Pascal Hagenlocher konnte im ersten Vorlauf das Tempo nicht bis ins Ziel mithalten.

Mit dem undankbaren vierten Platz im Finale mussten sich Oscar und Conrad Paulus im Junioren A-Doppelzweier zufrieden geben. Bis zur Hälfte der Strecke  waren sie gleichauf mit den im Ziel Zweit- und Drittplatzierten, mussten die Konkurrenz im Endspurt aber vorbei ziehen lassen.

Kein Losglück hatte David Weinberger im Leichtgewichts-Einer der A-Junioren. 15 Boote waren gemeldet, ein Hoffnungslauf wurde nicht gefahren. Im deutlich schnellsten Vorlauf verpasste er leider die Finalteilnahme um 0,4 Sekunden. Sehr schade für ihn, dass er in diesem starken Vorlauf ausscheiden musste und nicht mehr im Finale um die Bronzemedaille kämpfen durfte.

Yara Köder und Nora Dormeyer vom RVF haben sich erst in diesem Jahr für den Rudersport entschieden. Zusammen mit Leon Hoff und Mattis Kley, die schon einige Regatten gefahren sind, war ihr Debüt in Breisach in der Altersklasse 12 und 13 Mix mehr als zufriedenstellend. Wenn es auch letztlich im 3-Boote-Feld der dritte Platz war, hatte der Doppelvierer mit Steuermann Erik Mohn doch bis ins Ziel noch Anschluss ans Feld. Einen Platz im Finale sicherten sich Leon Hoff und Mattis Kley im Doppelzweier der 12- und 13-Jährigen. In den Kampf um die Medaillen konnten sie nicht eingreifen, aber mit einem konzentrierten Rennen bis in den Endspurt einen guten vierten Platz erzielen.

Sommertalentiade der Ruderjugend