Bester Einer-Ruderer der Junioren kommt vom Bodensee

Ruderverein Friedrichshafen erkämpft bei den Landesmeisterschaften zwei Medaillen

RVF: Conrad Paulus

Rudern (rvf) Mit zwei Medaillen kehrte der Ruderverein Friedrichshafen von den Landesmeisterschaften in Breisach zurück. Conrad Paulus erwies sich als bester Ruderer im Einer und holte sich bei den Junioren den Titel. Nachdem er seinen Vorlauf ungefährdet gewonnen hatte, teilte er sich seine Kräfte im Finallauf gut ein und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, obwohl die Konkurrenz bis über die erste Streckenhälfte hinweg in Führung lag. Im Endspurt hatte er dann die besseren Reserven, konnte sogar eine Länge vor dem Ulmer Boot durchs Ziel gehen und ist Baden-Württembergischer Landesmeister 2018. Auch Oscar Paulus und David Weinberger vom RVF waren am Start, jedoch als Leichtgewichte bei den Schweren. Nach einem guten Rennen konnten beide aber beim Kampf um die Finalplätze nicht mithalten.

RVF: Sebastian Knoll und Pascal Hagenlocher

Die zweite Medaille holten sich Sebastian Knoll und Pascal Hagenlocher im Senior-A-Doppelzweier bei den Leichtgewichten nach einem großartigen Lauf. Eine Mannschaft hatte sich leicht abgesetzt, vier Verfolger waren auf gleicher Höhe mit leichten Nachteilen für das Boot aus Friedrichshafen, das nach dem Start eine halbe Luftkastenlänge hinter dem Feld lag. Noch 250 Meter vor dem Ziel war der Kampf um Silber und Bronze völlig offen und wurde erst im Endspurt entschieden. Sebastian Knoll und Pascal Hagenlocher konnten ihre Bestleistung abrufen und erkämpften sich die Bronze-Medaille.

Beide gingen auch im Leichtgewichts-Einer an den Start. Sebastian Knoll qualifizierte sich für das Finale und fuhr ein starkes Rennen. Die ersten fünf Boote schoben sich relativ nah hintereinander über die Ziellinie. Sebastian Knoll war eng am Karlsruher Boot dran, das bei den deutschen Hochschulmeisterschaften vor zwei Wochen noch über eine Länge Vorsprung hatte. Bei der Landesmeisterschaft war die Revanche noch nicht geglückt, im Ziel war es für Knoll ein 5. Platz. Pascal Hagenlocher konnte im ersten Vorlauf das Tempo nicht bis ins Ziel mithalten.

Mit dem undankbaren vierten Platz im Finale mussten sich Oscar und Conrad Paulus im Junioren A-Doppelzweier zufrieden geben. Bis zur Hälfte der Strecke  waren sie gleichauf mit den im Ziel Zweit- und Drittplatzierten, mussten die Konkurrenz im Endspurt aber vorbei ziehen lassen.

Kein Losglück hatte David Weinberger im Leichtgewichts-Einer der A-Junioren. 15 Boote waren gemeldet, ein Hoffnungslauf wurde nicht gefahren. Im deutlich schnellsten Vorlauf verpasste er leider die Finalteilnahme um 0,4 Sekunden. Sehr schade für ihn, dass er in diesem starken Vorlauf ausscheiden musste und nicht mehr im Finale um die Bronzemedaille kämpfen durfte.

Yara Köder und Nora Dormeyer vom RVF haben sich erst in diesem Jahr für den Rudersport entschieden. Zusammen mit Leon Hoff und Mattis Kley, die schon einige Regatten gefahren sind, war ihr Debüt in Breisach in der Altersklasse 12 und 13 Mix mehr als zufriedenstellend. Wenn es auch letztlich im 3-Boote-Feld der dritte Platz war, hatte der Doppelvierer mit Steuermann Erik Mohn doch bis ins Ziel noch Anschluss ans Feld. Einen Platz im Finale sicherten sich Leon Hoff und Mattis Kley im Doppelzweier der 12- und 13-Jährigen. In den Kampf um die Medaillen konnten sie nicht eingreifen, aber mit einem konzentrierten Rennen bis in den Endspurt einen guten vierten Platz erzielen.

Sommertalentiade der Ruderjugend

Drei Siege für den Ruderverein Friedrichshafen in Greifensee

RVF: Sebastian Knoll

Rudern (rvf) Am vergangenen Wochenende startete das wieder vollständige Regattateam des Rudervereins Friedrichshafen auf der Internationalen Regatta Greifensee (Schweiz). Dabei gelangen Sebastian Koll gleich zwei Siege. Zum Auftakt entschied er im Einer der Leichtgewichte (U23) das Rennen mit sieben Sekunden Vorsprung für sich. Drei Stunden später gewann er auch bei den Schwergewichten seiner Altersklasse das Rennen mit einer Länge Vorsprung, womit er sich für das A-Finale am Sonntag qualifizierte, das er als Dritter der Konkurrenz abschloss. Zusammen mit seinem Teamkameraden Pascal Hagenlocher, mit dem Sebastian Knoll im Schwergewichts-Zweier (U23) an den Start ging, mussten sich die beiden Leichtgewichte mit einem vierten Platz begnügen.

Auch Conrad Paulus qualifizierte sich im U19-Einer mit einem zweiten Platz am Samstag für das A-Finale am Sonntag. Hier war er richtig schnell unterwegs: Mit nur zwei Sekunden Abstand zum Erstplatzierten fuhr er die viertschnellste Zeit des Tages. Sein Bruder Oscar kam mit einem dritten Platz im Vorlauf ins B-Finale am Sonntag, wo er ebenfalls Dritter wurde. Zusammen gewannen die Paulus-Brüder nach einem spannenden Rennen am Sonntag im B-Finale den U 19-Zweier im Endspurt – Sieg Nummer 3 für den Ruderverein Friedrichshafen in Greifensee.

Einen Schritt nach vorn machte die U15-Riege des RVF. Für die vorderen Plätze in ihren Läufen reichte es Mathis Kley im Einer, Kley mit Leon Hoff im Zweier und dem Vierer mit  Leon Hoff, Luis Ros, Tobias Seeger und Erik Rahn noch nicht. „Alles in allem eine runde Regatta, mit der man zufrieden sein kann“, so Thomas Weiler, der Trainer des RVF. Nächstes Ziel der Mannschaft sind nun die Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften Ende Juli in Breisach.

RVF: Sebastian Knoll im Einer

Friedrichshafener RVF-Ruderer starteten bei der Regatta am Sarner See

Dreier-Team reif fürs Finale

RVF: Weinberger (vorne im Bild)

Rudern (rvf) Gleich für mehrere Finals hat sich die Rennmannschaft des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) bei der  internationalen Ruderregatta am Sarner See in der Schweiz qualifiziert, obwohl aus privaten Gründen nur ein kleiner Teil des Teams am Wettkampf teilnehmen konnte.

Den Auftakt machte David Weinberger, der im Einer der U19-Junioren den Einzug ins D-Finale schaffte. Dort führte er das Feld bis kurz vor dem Ziel an, wurde allerdings noch von einem Ruderer aus Biel vom ersten Platz verdrängt. David Weinberger ging aber auch im Einer der Elite-Männer im Leichtgewicht an den Start. Hier gehörten seine Vereinskollegen Pascal Hagenlocher und Sebastian Knoll zur Konkurrenz. Alle drei RVF-Ruderer qualifizierten sich für das B-Finale. Knoll erreichte knapp den zweiten Platz, Hagenlocher den dritten und Weinberger den fünften Rang.

Knoll und Hagenlocher gingen außerdem im Leichtgewichts-Zweier der Elite-Männer auf die Rennstrecke. Am Samstag belegten sie den dritten Platz und qualifizierten sich somit für das A-Finale. Dort reichte es aber leider nur für den fünften Platz, obwohl sie am Vortrag mit der drittschnellsten Zeit über die Ziellinie kamen.

RVF-Trainer Thomas Weiler sieht eine tendenziell gute Entwicklung der Leistung seiner Sportler und zeigt sich deshalb zuversichtlich im Hinblick auf die bevorstehenden Saisonhöhepunkte, die Baden-Württembergische-Meisterschaft und die Deutsche Hochschulmeisterschaft. Auf dem Weg dahin starten die Ruderer, dann wieder mit kompletter Rennmannschaft, bei der Regatta in Greifensee.

RVF: Hagenlocher (links) und Sebastian Knoll

Ruderverein Friedrichshafen startet mit ordentlichen Ergebnissen in die Regattasaison

Paulus-Brüder schon gut in Fahrt

RVF: Conrad (links) und Oscar Paulus am Siegersteg

Rudern (rvf) Nach den ersten Regatten in Mannheim, Bamberg und Heidelberg zeigen sich die Rennruderer des Rudervereins Friedrichshafen (RVF) bereits in guter Form. Das gilt besonders für den Junioren-Doppelzweier (U19) mit Conrad und Oscar Paulus, die sich bei der Frühregatta in Mannheim der gesamten süddeutschen Konkurrenz einschließlich Hessen stellten. Das Brüder-Duo konnte zwar an beiden Regattatagen noch nicht in die vorderen Plätze fahren, doch die Abstände in den Rennen der A-Junioren waren teilweise sehr eng. Der Junioren A-Doppelzweier hatte in Mannheim als auch in Heidelberg jeweils nur wenige Sekunden Rückstand zu den führenden Booten. Besser lief’s in Bamberg: Hier gewann die Paulus-Brüder an beiden Tagen den Doppelzweier mit zwei Längen Vorsprung.

Auch im Einer behaupteten sich Oscar und Conrad Paulus und holten sich zusammen bei den Regatten vier erste und sechs zweite Plätze. In Heidelberg markierte Conrad Paulus mit Tagesbestzeit am beiden Tagen und Oscar Paulus mit der zweitbesten Zeit bei neun gestarteten Booten einen guten Einstieg in die Saison. In Heidelberg war auch David Weinberger vom RVF gut dabei und gewann am Samstag die erste Abteilung. 

Pascal Hagenlocher und Sebastian Knoll hatten in Heidelberg ihr Debüt im Leichtgewicht-Doppelzweier (U23). Mit der Renngemeinschaft Nürtingen/ Gießen lieferten sie sich einen Wettkampf auf Augenhöhe. Am Samstag konnten sie das Rennen für sich entscheiden, am Sonntag ging die Konkurrenz eine Luftkastenlänge vor den beiden durchs Ziel. Gut auch der Start in die Saison für Sebastian Knoll im Leichtgewicht-Einer. Musste er am ersten Regattatag noch die Konkurrenz passieren lassen, legte er am Sonntag nach und erreichte die zweitbeste Zeit bei acht gestarteten Booten. Auch Pascal Hagenlocher hatte Anschluss an dieses Feld, konnte aber um die vorderen Plätze noch nicht mitmischen.

Die U15-Jugendlichen, die im vergangenen Jahr das Rudern erlernt haben, sind in Mannheim und Bamberg ihre ersten Regatten gefahren. Am Start waren Leon Hoff, Mattis Kley, Lasse Mayer, Erik Mohn, Erik Rahn, Luis Ros und Tobias Seeger. Der Doppelvierer konnte den Anschluss an die Konkurrenz noch nicht halten und wurde noch deutlich distanziert. Auch die Doppelzweier konnten noch nicht in die Entscheidungen eingreifen. Gut lief es in Mannheim für Erik Rahn und Mattis Kley: Ein zweiter Platz mit einer Länge Rückstand ist für die Nachwuchs-Ruderer ein sehr respektables Ergebnis, nachdem beide das erste Mal bei einer Regatta dabei warenIn Bamberg lagen Luis Ros und Leon Hoff gut im Rennen. Ebenso beachtlich in Heidelberg die Leistungen von Luis Ros und Mattis Kley, die sich einen Platz im Mittelfeld sichern konnten.

RVF: Conrad (links) und Oscar Paulus auf den letzten 500 Metern der Regattastrecke in Bamberg

Landesmeisterschaften Baden-Württemberg – Juli 2017

Breisach vom 21. – 23. Juli 2017

Valerie Keller und Pia Lehnert sind die neuen Landessiegerinnen im Leichtgewicht Doppelzweier der Mädchen bis 14 Jahre. Bei 500m hatten sie bereits 5 Längen Vorsprung. Valerie und Pia hatten erst vor einem Jahr mit dem Rudersport begonnen und jetzt: Gold!

Im Leichtgewicht Juniorinnen B Doppelzweier sind Maria Melino und Florentina Knoll an den Start gegangen, unter anderen neben ihnen die 4.-platzierten der Deutschen Meisterschaften aus Eberbach. Ein explosiver Start brachte eine halbe Länge vor dem Feld in Führung. Sie mussten nur die Eberbacherinnen vorbeiziehen lassen und gewannen: Silber!

Anouk Hennicke hatte dieses Jahr das Rudern im Skiff gelernt und in Heidelberg die Leistungsgruppe III bereits gewonnen. Mit dem 12. Platz im Vorlauf konnte sie nun ein sehr respektables Ergebnis einfahren.

Für David Weinberger reichte es im Einer der Junioren A ebenfalls nicht für das Finale der besten sechs. Hierzu hätte er im Vorlauf Platz 2 erreichen müssen. Leider war hier nur ein 4. Platz drin.

Nach der Deutschen Meisterschaft konnte sich Conrad Paulus einige Chancen im Einer der Junioren B ausrechnen. Seinen Vorlauf gewann er klar. Im Finale konnte nur Florian Dritter aus Radolfzell dem Endspurt von Paulus etwas entgegensetzen. Die Silbermedaille geht an den RVF!

Sein Bruder Oscar Paulus startete bei den Leichtgewichten im Junioren B Einer. Er konnte mit einem Sieg im Vorlauf sicher in das Finale einziehen. Dort wurde es spannend, nachdem er in Folge einer Bojenberührung auf Rang 4 zurückfiel. Trotzdem erkämpfte er sich schließlich: Bronze!

Eine weitere Medaille sicherte sich Pascal Hagenlocher im leichten Einer der Junioren A. Vom Meistertitel, gewonnen von Johann Fox aus Karlsruhe, trennten ihn letztendlich nur eineinhalb Bootslängen. Bronze geht nach FN!

Rolf Kolb

Eindrücke zum Wettbewerb

Höhepunkt der Rennrudersaison: Deutsche Meisterschaften U17/U19/U23

Die ersten Regatten der Saison ließen für die Häfler Ruderer noch wenige Hoffnungen auf eine Teilnahme an den nationalen Meisterschaften zu. Zum Langstreckentest im März und zur Frühregatta Mannheim Ende April war die Mannschaft der beiden Trainer Thomas Weiler und Rolf Kolb noch nicht im Wettkampfmodus. „Im vergangenen Winter haben wir deutlich mehr und intensiver trainiert. Die Form stimmt, aber wir brauchen noch ein wenig Zeit“, kommentierte Rolf Kolb die Lage. In Heidelberg Ende Mai platzte dann auch endlich der Knoten.

Nach vorderen Plätzen und Siegen bei den Regatten in Heidelberg und Sarnen (Schweiz) konnten Florentina Knoll und Maria Melino im leichten Juniorinnen-Doppelzweier (U17) zur Meisterschaft nach München fahren. Conrad Paulus zeigte schon beim Langsteckentest eine gute Leistung. In Heidelberg gewann er den gesetzten Lauf mit der schnellsten Zeit aller gestarteten Einer (U17). Mit weiteren Siegen in Bad Lobenstein (Thüringen) empfahl sich Paulus für die Deutschen Meisterschaften in München. Auch Pascal Hagenlocher löste im leichten Einer (U19) mit Siegen in Heidelberg und Thüringen sein Ticket für die Meisterschaft.

Weitere Siege bei den vorbereitenden Regatten ergänzen den Erfolg der Mannschaft:

Im Einer (U19) konnten David Weinberger und Dominik Debinski in Heidelberg und Lobenstein zwar erste Erfolge verbuchen. In ihrem Boot, dem Doppelzweier, war die Crew jedoch nicht in der Lage vorne mitzumischen und war bei der Meisterschaft nicht am Start. Oscar Paulus im leichter Einer (U19) hatte in Heidelberg mit drei zweiten Plätzen und einem Sieg in Thüringen einen beachtlichen Einstieg in die Saison zu verzeichnen. Er konnte aus terminlichen Gründen nicht an den Meisterschaften teilnehmen. Anouk Hennicke gewann in Heidelberg beide Rennen im Juniorinnen B-Einer der Leistungsgruppe III.

Die Deutschen Meisterschaften U17/U19/U23 fanden bei zum Teil tropischen Temperaturen von über 35 Grad auf der Olympiastrecke von 1972 in München statt. Nach den Vorläufen mussten alle Häfler Teilnehmer in die Hoffnungsläufe, um das Halbfinale zu erreichen. Für Conrad Paulus war die brütende Hitze kein Problem und kam mit Platz zwei klar weiter. Melino/Knoll schieden am Freitag mit dem fünften Platz leider aus. Ebenso konnte Hagenlocher, trotz eines fast optimalen Laufes, mit Platz vier nicht in das Halbfinale einziehen. Dort konnte sich nur Paulus für das Finale der zwölf besten Boote qualifizieren. Mit seinem fulminanten Endspurt im letzten Streckendrittel war sogar ein Platz in der Top 10 greifbar nah. Nur 0,49 Sekunden trennten ihn von Platz neun. Paulus, der sich als einziger Baden-Württemberger in die Einer-Finale (U17) kämpfen konnte, belegte somit in der Endabrechnung einen hervorragenden elften Platz.

RVF: Conrad Paulus am Start in München (Dritter von vorne).

Nachwuchs schlägt sich in Mannheim gut

Guter Start in die Herbstregatten

RVF

Die baden-württembergische Ruderjugend hat am Wochenende zum Ländervergleichskampf nach Mannheim eingeladen, der für den Rudernachwuchs ausgetragen wird. Der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) war mit vier Ruderern vertreten, die in der laufenden Saison das Rudern erlernt hatten.

Im Mannheimer Rheinau-Hafen kämpften 25 Rudervereine aus Hessen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg um die Medaillen und um den Wanderpokal für das beste Landesergebnis. Die Streckenlänge beträgt traditionell 500 Meter, damit können auch Jugendliche, die frisch das Rudern erlernt haben, die Distanz bewältigen.

Johannes Held holte in seinem allerersten Rennen im Jungen-Einer 14 Jahre einen zweiten Platz. Er kam sauber über die Strecke, musste jedoch dem Ruderer aus Mainz den Vortritt lassen. Im Doppelzweier Mädchen 12/13 Jahre landeten Valerie Keller und Pia Lehnert auf Rang drei. Auch in der älteren Klasse gingen sie an den Start (13/14 Jahre) und holten ebenfalls den dritten Platz. Es war die zweite Regatta für die Mädchen. Zweiter wurde im Einer Jungen 13 Jahre Theo Helfritz. Drei Boote waren in seinem Lauf im Rennen, alle kämpften Bugball an Bugball, bis kurz vor dem Ziel lagen die Boote noch nahezu gleichauf. 

Theo Helfritz und Johannes Held starteten gemeinsam im Doppelzweier Jungen 13/14 Jahre. Sie mussten gegen eine Mannschaft aus dem Heimverein, der Mannheimer RG Rheinau, antreten – eine erfahrene Mannschaft der Leistungsklasse II. Gegen diese eingespielte Mannschaft, noch dazu mit Heimvorteil, konnten die Häfler noch nicht ganz mithalten und wurden Zweite. 

Am Sonntag wird traditionell Großboot gefahren. Die Jugendlichen werden vom jeweiligen Landesjugendleiter in Vierer und Achter gesetzt, um ihr Bundesland zu vertreten. Für Valerie Keller und Pia Lehnert lief es richtig gut: Im gesteuerten Mädchen Vierer 12/13 Jahre kamen sie zusammen mit Ruderinnen aus Mannheim und Karlsruhe gut vom Start weg. Ihr Boot lief sehr gut und sie siegten vor der bayerischen Konkurrenz. Theo Helfritz konnte mit Ruderern aus Waldshut im gesteuerten Doppelvierer der 12/13-Jährigen starten. Nach anfänglichen Steuerproblemen belegten sie einen tollen dritten Platz vor dem Boot aus Bayern. Im Jungen-Vierer 13/14 Jahre führ Johannes Held zusammen mit Ruderern aus Esslingen im gesteuerten Doppelvierer. Auch in dieser Besetzung war ein schöner dritter Platz drin. Schließlich durften Valerie Keller und Pia Lehnert noch in den Achter. Es wurde ein Mixed-Achter gebildet. Zusammen mit Jugendlichen aus Mannheim, Nürtingen und Waldshut erreichten sie einen zweiten Platz.

Guter Start in die Herbstregatten

RVF

Die Rennruderer haben sich bei der Regatta in Bad Waldsee in starker Form gezeigt. Auf dem Stadtsee wurde die Regatta mit internationaler Beteiligung vor der Kulisse der Altstadt ausgerichtet.

Für Lena Wypyrsczyk lief alles optimal: Mit einer Länge Vorsprung gewann sie den offenen Frauen-Einer A und bringt den Wanderpokal mit nach Friedrichshafen. Ein bemerkenswerter Sieg, denn sie konnte im Ziel die Zweite der Landesmeisterschaften hinter sich lassen. Früchte trägt sie Zusammenarbeit der Bodenseevereine: Die Renngemeinschaft RV Neptun Konstanz, Überlinger RC Bodan, RV Friedrichshafen mit Lukas Geisenberger (RVNK), Tobias Handel (RVNK), Fabian Gläser (ÜRC) und Sebastian Knoll (RVF) gewann den Doppelvierer der A-Junioren. Einen weiteren Sieg für den RVF holte Pascal Hagenlocher im Junioren-Einer A der Leichtgewichte. Florentina Knoll, zum zweiten Mal bei einer Regatta am Start, war gleich an beiden Tagen siegreich im Juniorinnen-Einer Leichtgewicht. Ebenfalls noch nicht lange dabei ist David Weinberger. Er war im Skiff an beiden Tagen im Rennen, musste den Gegnern aber noch den Vortritt lassen. Maria Melino war mit dritten Plätzen zwar vorne dabei, konnte aber ihren Erfolg von den Landesmeisterschaften am Wochenende nicht wiederholen.

Im Männer/Frauen-Doppelvierer A Mixed belegten Lena Wypyrsczyk und Sebastian Knoll im Team mit dem RV Neptun Konstanz den vierten Platz. Im Doppelzweier A Mixed waren Wypyrsczyk und Knoll mit einem zweiten Platz sehr gut im Rennen. Nur die Weltmeisterschafts-Teilnehmer aus Stuttgart waren nicht zu bezwingen. Gemeinsam mit Hannes Matt stellte sich Sebastian Knoll im Männer-Doppelzweier A einer harten Konkurrenz. Sie wurden am Samstag Vierte, am Sonntag Sechste. Conrad Paulus und Dominik Debinski mussten sich an beiden Tagen im Junioren-Einer B mit einem Platz im Mittelfeld begnügen. Ebenfalls nicht vorne dabei sein konnten im Leichtgewichts-Junioren-Einer B Laszlo Neumann, Oliver Kling und Oscar Paulus und im Leichtgewichts-Doppelzweier B Oliver Kling und Oscar Paulus.

Die Jüngsten in der Mannschaft sind seit der Seehasenregatta im Juli mit dabei und nun schon im Doppelzweier bei der Regatta am Start. Pia Lehnert und Valerie Keller waren in drei Rennen auf der Strecke und konnten am Samstag sogar ein gegnerisches Boot distanzieren.

In der Vorwoche lief es bei der Regatta in Nürtingen ebenfalls richtig gut. Für vier erste Plätze sorgten Conrad Paulus im Junioren-Einer B, Maria Melino im Leichtgewichts-Einer Mädchen 14 Jahre und Pascal Hagenlocher im Leichtgewichts-Junioren-Einer A, Dominik Debinski und Conrad Paulus gewannen zudem ihr Rennen im Junioren-

Doppelzweier B. Zweite Plätze belegten Dominik Debinski (Junioren-Einer B), Florentina Knoll (Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer B), Laszlo Neumann (Leichtgewichts-Junioren-Einer B), Oscar Paulus und Oliver Kling im Leichtgewichts-Junioren-Doppelzweier B.

Ruderverein hat wieder eine Landesmeisterin

Maria Melino ist Landesmeisterin

RVF: Maria Melino erhält Goldmedaille

Die Serie reißt nicht ab: Das dritte Jahr in Folge hat der Ruderverein Friedrichshafen (RVF) wieder eine Landesmeisterin. Diesmal sorgte Maria Melino (Jahrgang 2002) für Gold bei den baden-württembergischen Landesmeisterschaften in Breisach am Wochenende. Über 30 Vereine kämpften um die Meistertitel in verschiedenen Alters- und Bootsklassen. Für den Ruderverein Friedrichshafen gingen acht Ruderer an den Start.

Maria Melino startete im Leichtgewichts-Einer Mädchen 14 Jahre. Den Vorlauf konnte sie sich aufgrund von nur vier Meldungen in dieser Bootsklasse sparen. Im Finale setzte sie alles auf eine Karte: Der Blitzstart ist ihr Markenzeichen. Kurz nach dem Start lag sie drei Bootslängen vor den Konkurrentinnen – der Vorsprung schrumpfte allerdings immer mehr. Eine Sekunde vor der Zweitplatzierten schaffte es die Häflerin ins Ziel. 

Sebastian Knoll war diesmal nicht nur im Leichtgewichts-Einer am Start, sondern suchte auch im Einer der Schwergewichte den Vergleich mit der Konkurrenz. Im Rennen der Schwergewichte konnte er sich vom Start weg vom Feld leicht absetzen und eine Führung bis etwa 200 Meter vor dem Ziel verteidigen. Im Endspurt wurde er von den Favoriten abgefangen und gewann eine Bronzemedaille. 

Gute Voraussetzungen für das Rennen im Leichtgewichts-Einer. Es sollte in jedem Fall eine Medaille werden, denn die teilnehmenden Boote hatte er alle schon mal hinter sich gelassen. Bereits 2015 hatte Sebastian Knoll in dieser Klasse die Bronzemedaille errungen. Dieses Jahr hatte er im Finale aber Pech, denn kurz vor Start des Rennens zog er sich am Regattaplatz eine Fußverletzung zu. Mit Schmerzen am Fuß konnte er seine Leistung nicht voll abrufen und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. 

Im Leichtgewichts-Einer der Seniorinnen ging Lena Wypyrsczyk an den Start. Die Klasse U23 gibt es bei den Landesmeisterschaften nicht, somit war ältere und namhafte Konkurrenz am Start. Mit gewohnter Sprintstärke erarbeitete sie sich im Finale vom Start weg eine gute Position. Auf der Strecke musste sie den Favoritinnen die Medaillenränge überlassen und hatte an der Ziellinie einen sehr guten vierten Platz erreicht. Im schweren Doppelzweier der Seniorinnen stellten sich Lena Wypyrsczyk und Leonie Heimpel am Sonntag der Konkurrenz. In dieser Bootsklasse war die Leistungsdichte noch höher. Die Teilnahme am Endlauf wurde ihnen an der Ziellinie um eine halbe Bootslänge verwehrt. Dafür, dass sich beide im ersten Jahr dieser Altersklasse stellen müssen, waren die Distanzen zu den führenden Booten nicht groß.

Dominik Debinski startete im Junior-B-Einer – das erste Mal bei einer Meisterschaft. Im Vorlauf startete er gut in das Rennen und blieb dicht am Feld, konnte er aber am Ende nur einen vierten Platz erreichen und schied aus.Conrad Paulus startete ebenfalls im Junior-B-Einer. Er wählte im Vorlauf etwas zu hohes Tempo und musste die Gegner ziehen lassen. Auch Pascal Hagenlocher schied im Vorlauf (Leichtgewichts-Einer Junioren A) aus. Ebenso Oscar Paulus (Leichtgewichts-Einer Junioren B): Er kam etwas spät und zögerlich ins Rennen hinein. Trotz sauberer Technik im letzten Drittel des Rennens konnte er den Anschluss nicht mehr herstellen und wurde Vierter. Im Junioren-Doppelzweier B wurden Conrad Paulus und Dominik Debinski zwar Dritte im Vorlauf, sie hätten für die Finalteilnahme aber Platz zwei benötigt.

RVF

Vierer läuft sich für Deutsche Meisterschaft warm

RVF

Über 900 junge Ruderer sind in diesem Jahr wieder nach Köln zur Regattabahn in Köln-Fühlingen gekommen. Traditionell wird vier Wochen vor der Deutschen Juniorenmeisterschaft, die dieses Jahr in Essen stattfinden wird, vom Kölner Regattaverband eine überregionale Regatta veranstaltet, die als nationaler Vergleich gesehen werden kann. Hier können sich die besten Nachwuchsruderer Deutschlands noch einmal vor der Meisterschaft messen.

Sebastian Knoll vom Ruderverein Friedrichshafen (RVF) und sein Zweierpartner Tobias Handel vom RV Neptun Konstanz waren direkt vom Trainingslager angereist, um im Doppelzweier und im Doppelvierer in Renngemeinschaft an den Start zu gehen.

Mit einem dritten Platz in ihrem Lauf qualifizierten sich die beiden Ruderer am Sonntag für das B-Finale, in dem die Plätze sieben bis 12 errudert werden. Der Zweier konnte auch am Sonntag trotz wesentlich besserer rudertechnischer Leistung nicht die gewohnte Form abrufen und sie erreichten den vierten Platz in ihrem Lauf, somit im Gesamtvergleich Platz 10.

Besser lief es im Vierer. Die Auswahl aus Baden-Württemberg stand in Konkurrenz mit zwei Booten aus NRW, zwei Booten aus Berlin sowie Niedersachsen und Rheinfelden. Der Vergleich wurde am Samstag in zwei Rennen ausgetragen. Der Vierer ging am Samstag als Zweiter in seinem Lauf mit der zweitschnellsten Zeit durchs Ziel. Am Sonntag wurden die Läufe zusammengefasst. Sieben Vierer wurden gemeinsam gestartet. Das baden-württembergische Boot mit Sebastian Knoll/RV Friedrichshafen, Julian Defillion/RC Nürtingen, Tobias Handel/RV Neptun Konstanz und Moritz Gehring/RV Amiticia Mannheim erruderte sich in einem beherzten Rennen den dritten Platz hinter Berlin und NRW und etablierte sich damit in diesem bundesdeutschen Vergleich im Spitzenbereich.

Die Vierermannschaft unterstrich damit ihre Ambitionen für die Deutsche Meisterschaft in Essen in vier Wochen.